Hartmann IV.                                            Graf von Dillingen
---------------                                          Reichsvogt von Ulm
    -11.12.1258
 

Ältester Sohn des Grafen Adalbert III. von Dillingen und der Heilika von Bayern, Tochter von Herzog Otto I. von Bayern
 

Adalberts Sohn Hartmann IV. (+ 1258) begann aus seinem Besitz eine Herrschaft zu bilden (Zollerhebung, Abhaltung von Märkten, Münzprägung, Besetzung der Hofämter des Schenken und Truchseß), wozu ein verstärkter Burgenbau seiner Ministerialen trat. Er hatte auch die Vogtei über Ulm inne. Als Klosterstifter trat er ebenfalls hervor. Da seine Söhne Ludwig (+ 1251) und Adalbert IV. (+ 1256/57) vor ihm starben - nur Hartmann V. (1248-1286 Bischof von Augsburg, + 1286) und 2 Töchter überlebten - fielen die Lehen der Grafen von Dillingen an das Reich und das Herzogtum zurück; der Allodialbesitz wurde aufgeteilt, wobei offenbar einige Besitzungen an Hartmanns IV. Schwiegersöhne, den Grafen von Helfenstein und den Pfalzgrafen von Tübingen, kamen. Bischof Hartmann schenkte seinen Erbteil, die Grafschaft Dillingen, 1258 an das Bistum Augsburg. Das Ausscheiden der Grafen von Dillingen aus dem schwäbisch-bayerischen Grenzraum ließ ein gewisses Machtvakuum entstehen, das bald darauf die WITTELSBACHER und WÜRTTEMBERGER bei ihrem Aufstieg begünstigte.
 
 
 
 

  oo Willibirgis von Truhendingen, Tochter des Grafen Friedrich IV.
             -   1246
 
 
 
 
 
Kinder:

  Friedrich
        - nach 1227
 
  Ludwig
         -
 
  Adalbert IV.
          -1257 vor 20.5.
 
  Hartmann V. Bischof von Augsburg
         -4.7.1286

  Willibirg
        -   1268
 
  oo Ulrich II. Graf von Helfenstein
             - nach 17.5.1294
 
  Agnes
         -
 
  oo Degenhard von Gundelfingen-Hellenstein
              -
 
  Udilhild
         -12.5. nach 1289 als Nonne
 
  oo Friedrich V. Graf von Zollern
             -24.5.1289
 
  Tochter
         -
 
  oo Hugo IV. Pfalzgraf von Tübingen
              -   1267