Berthold VII. (VI.)                        Graf von Henneberg-Schleusingen (1284-1340)
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1271/72
3.4.1340
            
Schmalkalden

Begraben: Vessra

Jüngerer (2.) Sohn des Grafen Berthold V. (IV.) von Henneberg-Schleusingen ( 15.2.1284) und der Sophia von Schwarzburg-Blankenburg, Tochter von Graf Günther VII. ( 1274) und der Sophia
Bruder von
Nonne Elisabeth zu Ilm ( nach 1321), Graf Heinrich IV. von Henneberg-Schleusingen ( 1339/12.3.1340), Graf Berthold VI. von Henneberg-Schleusingen ( 21.8.1330), Markgräfin Jutta von der Lausitz ( 25.4.1316), Gräfin Sophia von Hohenlohe-Wernsheim (1313)
Neffe von Graf Heinrich III. (IV.) von Henneberg-Hartenberg (9.9./17.12.1317), Graf Hermann II.  von Henneberg-Aschach ( vor 24.4.1292), Äbtissin Jutta zu Thorn (1303), Herrin Mechthild von Trimberg, Graf Günther X. von Schwarzburg-Kranichfeld ( 1286), Äbtissin Irmgard von Ilm ( nach 9.10.1313), Domherrn Günther XI. zu Magdeburg ( 1308), Graf Günther IX. von Schwarzburg-Blankenburg ( 1289), Gräfin N.N. von Lobdaburg-Arnshaugk, Domherrn Albrecht III. zu Würzburg ( nach 1300), Graf Heinrich V. von Schwarzburg-Blankenburg ( 1285)
Groß-Neffe von
 Gräfin Hedwig von Kleve ( 1249), Otto von Meißen ( 9.8.1214), Mönch Konrad im Kloster Petersberg zu Erfurt, Markgraf Heinrich dem Erlauchten von Meißen ( 15.2.1288), Jutta von Meißen ( 11.1.), Bischof Dietrich von Naumburg ( 22.9. 1272), Dompropst Heinrich zu Meißen ( 31.7.1259)
Enkel von
Graf Heinrich II. (III.) von Henneberg-Schleusingen ( 3.4./9.4.1262) und der Sophia von Meißen

Schwennicke Detlev: Tafel 146
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"Europäische Stammtafeln. Neue Folge Band XVI"

BERTHOLD VI.
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* 1271/72
Schmalkalden 3.IV.1340

Begraben: Vessra

(d.d. FRANKFURT/MAIN 25.VII.1310 HRR)
GEFÜRSTETER GRAF von HENNEBERG in SCHLEUSINGEN
1278/1301 HERR zu FRANKENBERG
1288 zu ELGERSBURG
1305 zu MAINBERG
1308 PFANDHERR von SCHWEINFURT
1316 in SCHMALKALDEN und COBURG
1313 STATTHALTER von KÖNIG JOHANN von BÖHMEN
gründet STIFT ST. EGIDII zu SCHMALKALDEN

   1284
  I. oo ADELHEID VON HESSEN
          * 1258
7.XII.1317

Begraben: Vessra

Tochter von Landgraf Heinrich I. dem Kind

  II. oo ANNA VON HOHENLOHE
               
nach 1340

Tochter von Albrecht


Thiele Andreas: Tafel 176
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte" Band I, Teilband 1 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser I

BERTHOLD VII.
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um 1272 1340

Berthold VII. folgte zu SCHLEUSINGEN und war der BEDEUTENDSTE GRAF von HENNEBERG. Er arrondierte sein Gebiet als weitsichtiger, geschickter Verwalter und Organisator vorteilhaft und unterwarf alle Adels-Familien seines Bereiches außer die Herren von Bibra. Er ging eng mit dem Stift Fulda gegen die Bischöfe von Würzburg zusammen und wurde FULDISCHER BURGMANN auf ROCKENSTUHL. Er machte bedeutende Erwerbungen, wie die HERRSCHAFT FRANKENBERG mit der VOGTEI HERRENBREITUNGEN, HERRSCHAFT FRANKENSTEIN mit Waldenburg, Reichenbach, Barchfeld, Wernshausen und anderen Orte, das Gericht Roßdorf, Gericht Friedelshausen, Gericht Dermbach und die VOGTEIEN ALTEN- und FRAUENBREITUNGEN, ELGERSBERG, BROTTERODE und LENGSFELD.
Er wurde BISCHÖFLICH-WÜRZBURGISCHER BURGMANN in MEININGEN, womit er wieder Fuß in diesem alten Lehen faßte, arrangierte die Heirat seines Sohnes und gewann damit weiteres altes Henneberger Gebiet zurück. Er legte erste Lehensbücher und Urbare an als Grundlage einer staatlichen Verwaltung und behauptete die Stammburg Henneberg für seine Linie. Er engagierte sich zeitlebens stark in der Reichspolitik, wurde STATTHALTER der MARK SCHWEINFURT, wählte 1308 als GESANDTER BRANDENBURGS und SACHSENS Heinrich VII. von Luxemburg mit zum deutschen König, wurde durch ihn 1310 MIT-REGENT in BÖHMEN und REICHSFÜRRST, ein weiterer bedeuteder Prestiegegewinn. Er durfte als Reichsfürst stets an den öffentlichen kaiserlichen Beratungen und Reichsgerichten teilnehmen. Er förderte 1314 die Wahl Ludwigs IV. von Bayern, wurde dessen bedeutende Stütze und 1323 VERWALTER von KUR-BRANDENBURG.
Er wurde 1327 mit POMMERN-RÜGEN belehnt, scheiterte aber gegen Mecklenburg und Pommern, zog 1328-1330 mit zur Kaiserkrönung nach Italien und bekam von Kaiser LUDWIG IV. die LEHENSHERRLICHKEIT über die in seinem Bereich liegenden REICHSGÜTER, ein weiterer Prestigegewinn. Er befestigte Coburg, Schmalkalden und Königshofen und markierte den Höhepunkt seines Hauses.
Er hinterließ ein noch nicht rechtlich und organisatorisch zusammengefügtes Territorium und versäumte es, eine Gesamt-Belehnung zu erwirken und eine eindeutige Primogenitur-Bestimmung zu erlassen. Er erließ mehr nur eine Seniorats-Ordnung, was die weitere Entwicklung ermöglichte und errichtete 1317 das STIFT SCHMALKALDEN.

 1284
  oo ADELHEID VON HESSEN (BRABANT)
            
1317

Tochter des Landgrafen Heinrich I.

 um 1318
  oo AGNES VON HOHENLOHE
            
nach 1335

Tochter des Grafen Albrecht III. zu Uffenheim



   1284
  1. oo Adelheid von Hessen, Tochter des Landgrafen Heinrich I.
           1258
7.12.1317

 um 1318
  2. oo Agnes von Hohenlohe-Uffenheim, Tochter des Grafen Albrecht III.
      x  um 1295/1300
nach 1335           Cousine




Kinder:
1. Ehe

  Johann I. Graf von Henneberg-Schleusingen
  1300
2.5.1359

  Heinrich VI. Graf von Henneberg-Schleusingen
      
10.9.1347

  Elisabeth von Henneberg-Schleusingen
  vor 1316
6.12.1377/30.5.1391

 1330
  oo Johann II. Burggraf von Nürnberg
         
17.10.1357

  Ludwig Domherr zu Magdeburg
  1304
nach 1.9.1357

  Berthold XI. Deutschordenskomtur
      
1411




Literatur:
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ADB -
Schwennicke, Detlef: Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge Band XVI, Bayern und Franken Tafel 144 - Thiele Andreas: Erzählende genealogische STAMMTAFELN zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1 Tafel 175 - www.wikipedia.de -