Berthold XV. von Henneberg         Erzbischof von Mainz (1485-1504)
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1441
21.12.1504
         Aschaffenburg

Begraben: Mainz Dom

Jüngster (8.) Sohn des Grafen Georg von Henneberg-Aschach ( 25.7.1465) aus seiner 2. Ehe mit der Johannetta von Nassau-Saarbrücken, Tochter von Graf Philipp I. ( 2.7.1429) und der Anna von Hohenlohe-Weikersheim
Bruder von Vögtin Anna zu Gera-Schleiz (
nach 16.11.1467), Äbtissin Elisabeth von Stadtilm ( 1499), Graf Friedrich II. von Henneberg-Römhild ( 7.9.1488), Gräfin Margareta von Wertheim ( 7.3.1460), Domherrn Georg II. zu Straßburg ( 13.1.1508), Johann von Henneberg-Römhild ( 7.12. 1467), Priorin Agnes von Stadtilm, Bischof Philipp von Bamberg ( 26.1.1487), Propst Heinrich XX. von Aschaffenburg ( 27.5.1520), Graf Hermann von Henneberg-Römhild ( 13.2.1465), Graf Otto III. (IV.) von Henneberg-Römhild ( 1502 nach 20.8.)
Neffe
von Herrin Sophia zu Gera-Schleiz ( nach 16.11.1467), Domherrn Otto zu Bamberg ( 10.1.1407), Nonne Elisabeth zu Wachterswinkel ( nach 29.6.1417), Graf Philipp II. von Nassau-Weilburg-Saarbrücken ( 19.4.1416), Graf Philipp II. von Nassau-Weilburg ( 19.3.1492), Graf Johann II. von Nassau-Saarbrücken ( 25.7.1472), Herrin Margareta zu Rodemachern ( 5.5. 1490)
Groß-Neffe von Landgräfin Johanna von Hessen (
1.1.1383), Gräfin Agnes von Zweibrücken-Bitsch ( 1401), Herrin Schonette von Homburg ( 25.4.1436), Gräfin Margarete von Veldenz (22.1.1427), Kanoniker Kraft in Würzburg ( 1405)
Enkel von
Graf Friedrich I. von Henneberg-Römhild ( 24.9.1422) und der Elisabeth von Henneberg-Schleusingen
Ur-Ur-Enkel vom Deutschen Gegen-König
GÜNTHER XXI. von SCHWARZBURG ( 14.6.1349)
Ur-Ur-Ur-Enkel vom Deutschen König ADOLF von NASSAU (
2.7.1298)

Schwennicke Detlev: Tafel 148
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"Europäische Stammtafeln. Neue Folge Band XVI"

BERTHOLD
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* 1441Aschaffenburg "an Franzosen" 21.XII.1504

Begraben: Mainz Dom

1465 immatrikuliert ERFURT
1498/1504 HRR KANZLER
1451 DOMHERR zu STRASSBURG
1458 DOMHERR zu KÖLN
1464 DOMHERR zu MAINZ
1466 DOMTHESAURARIUS zu KÖLN
1471/72 DOMHERR zu BAMBERG resigniert
1475 DOMDEKAN zu MAINZ
1478/84 PROPST von ST. GANGOLF zu BAMBERG
1484 ELEKT
1485/1504 ERZBISCHOF und KURFÜRST von MAINZ


Thiele Andreas: Tafel 175a
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte" Band I, Teilband 1 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser I

BERTHOLD XV.

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1442 1504

DOMHERR, DOMPROPST und 1484 ERZBISCHOF von MAINZ, ERZKANZLER des REICHES, 1488 Mitglied des Schwäbischen Städtebundes (!) verschafft Reichsstädten regelmäßige Teilnahme an Reichstagen (!) als Führer der Reformpartei für eine größere Reichseinheit; scheitert an den großen ostelbischen Fürsten, die ihre "Libertät" nicht aufgeben wollen, und an Kaiser MAXIMILIAN I.; deshalb Gegner von desen Italien-Politik und Promotor der Reichstage von Worms und Lindau 1495/96: Reichskammergericht und "Gemeiner Pfennig" (1. Reichssteuer (!) vermittelt mehrmals im Streit der Vettern und Brüder; letzter Primas des alten Reiches

Berthold wurde zum Führer der fürstlichen Partei, deren Bestreben es war, die in Zerfall geratene Reichsgewalt den neuen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungsbedingungen  anzupassen. Er trat dabei jedoch keineswegs für eine Festigung der kaiserlichen Macht, sondern für eine gewisse Zentralisation zugunsten der Fürsten und Städte ein. 1486 erzwang er auf dem Reichstag zu Frankfurt unter Ausnutzung von Schwierigkeiten, in die Kaiser FRIEDRICH III. durch den Krieg mit Ungarn geraten war, den Erlaß eines zehnjährigen Landfriedens, der die Fehde verbot. Die auf demselben Reichstag vorgenommene Wahl Maximilians I. zum König diente ihm dazu, sich die Leitung der Reichskanzlei auszubedingen. Die Durchführung einer Reichsreform blieb bis zum Tode auch weiterhin sein Hauptanliegen. 1495 benutzte er erneute finanzielle Not und außenpolitische Verwicklungen MAXIMILIANS I., um auf dem Reichstag zu Worms einieg Reformen durchzusetzen, und zwar den Ewigen Landfrieden, die Bildung eines Reichskammergerichts, die Erhebung einer Reichssteuer, des Gemeinen Pfennigs, sowie die alljährliche Durchführung von Reichstagten. 1500 erreichte Berthold die Einsetzung eines Reichsregiments, das auf Grund seiner Zusammensetzung die kaiserliche Gewalt zugunstem der fürstlichen Interessen einzuschränken in der Lage war. Zwei Jahre später wurde das Reichsregiment wieder aufgelöst, da sich MAXIMILIAN I. jeder Zusammenarbeit versagte. Der Landshuter Erbfolgestreit 1504/05 bot MAXIMILIAN I. schließlich die Gelegenheit, endgültig die von Berthold repräsentierte Opposition zurückzudrängen. Die Reichsreformbewegung unter Führung Bertholds endete somit ohne größere Erfolge. Sie scheiterte letztlich am Kaiser und am Widerstand der Stände.






Literatur:
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ADB -
Schwennicke, Detlef: Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge Band XVI, Bayern und Franken Tafel 148,153 - Thiele Andreas: Erzählende genealogische STAMMTAFELN zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1 Tafel 175a - www.wikipedia.de -