Ältester Sohn des Herrn
Rudolf von
Sigmaringen-Spitzenberg († nach 1147) und der Adelheid von Calw, Tochter
von Graf
Adalbert
III. († 1094) und der Kuniza von Willsbach
Bruder von Ulrich von
Sigmaringen-Spitzenberg († nach 1147), Bischof Gottfried von Regensburg († 8.7.1190),
Äbtissin Udelhilt von Lindau († 28.2.)
Enkel von Herrn
Ludwig dem Jüngeren
von
Sigmaringen-Spitzenberg († um 1110) und der N.N.
Verwandter
von Graf Eustach III. von Boulogne (†
1125), Graf Gottfried von Bouillon († 18.7.1100),
König Balduin I. von Jerusalem († 2.4.1118), Herzog Gozelo II. von Nieder-Lothringen (†
1046 vor 22.5.), Papst Leo IX.(† 19.4.1054),
Papst Stephan IX. (†
29.3.1058)
Lexikon des Mittelalters: Band IV Spalte 2118
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Helfenstein, Grafen von
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Erste nachweisbare Mitglieder der sich nach der oberhalb von
Geislingen/Steige gelegenen Burg nennenden Familie waren Eberhard (Anfang 12.
Jahrhundert) und sein gleichnamiger Sohn (um 1140).
Ludwig von Helfenstein (1171-1200
nachgewiesen), der als Stammvater gilt, wird mit dem 1147 zusammen mit
seinem Vater Rudolf und
seinem Bruder Gottfried,
Bischof von Würzburg,
erwähnten Ludwig von
Spitzenberg (Burg
bei Geislingen/Steige) identifiziert.
Die sich im 13. Jahrhundert in einen
Sigmaringer, Spitzenberger (beide im 13.
Jahrhundert erloschen) und einen Helfensteiner
Zweig aufspaltende
Familie hatte umfangreiche Güter auf der
Schwäbischen Alb zwischen Geislingen/Steige (dort reiche
Zolleinkünfte), Ulm und Heidenheim sowie im Donautal um
Sigmaringen.
I. Eberl
LUDWIG I. VON
SIGMARINGEN-SPITZENBERG
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†
1171 GRAF von HELFENSTEIN
1147/1200
oo (N. VON
HELFENSTEIN)
†
Tochter von (Graf Eberhard II. dem Jüngeren)
Stälin Paul
Friedrich: Seite 415
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"Geschichte Wirttembergs"
In der
2.
Hälfte des Jahrhunderts, erstmals im Jahre 1171, dagegen erscheint
nach dieser Burg benannte Graf Ludwig,
Sohn eines gegen die
Mitte
des Jahrhunderts (um 1135 und 1147) vorkommenden Rudolf von
Sigmaringen
und Spitzenberg,
vielleicht der Gemahl einer Erb-Tochter des ersten
Geschlechtes. Auch Graf von Sigmaringen genannt und wohl in Verbindung
mit seinem Vater bereits im Jahre 1147 erwähnt, scheint Ludwig
dem
Geschlechte der Herren von Sigmaringen angehört
zu haben, welche
seit
dem Jahre 1083 in mehreren Gliedern erwähnt, in neuerer Zeit aus
einer
Eheverbindung der Grafen-Häuser
ALTHAUSAEN und BREGENZ hergeleitet
werden
und nach dem Beginne des 12. Jahrhunderts auch von Spitzenberg
heißen.
Sowohl jene älteren Herren von
Helfenstein,
als auch die neueren Sigmaringen-Helfenstein,
diese durch die Stamm-Mutter, werden vielfach auf dem Ende des 11. und
Anfang
des 12. Jahrhunderts angehörigen Eberhard von Metzingen
zurückgeführt.
Der genannte Graf Ludwig fand sich häufig
am Hoflager Kaiser
FRIEDRICHS I. ein,
unterzeichnete den berühmten Konstanzer Frieden vom Jahre 1183,
beteiligte
sich in hervorragender Weise am Kreuzzuge des Kaisers und leistete wohl
auch noch bei dessen Söhnen, Kaiser
HEINRICH
VI. und König
PHILIPP,
Hoffahrt. Sein Bruder Gottfried
war in den Jahren 1172-1186 ein
viel verwandter und sehr verdienter Kanzler
FRIEDRICHS
I., in der letzten Zeit auch
HEINRICHS
VI., 1184 und 1185 als kaiserlicher
Generallegat in Italien
mehrfach tätig; im Jahre 1186 Bischof
von Würzburg geworden,
starb er im Jahre 1190 auf dem erwähnten Kreuzzuge, für
welchen
er besonderen Eifer gezeigt hatte und bei dem er gewissermaßen
die
leitende Seele gewesen war. Von Graf
Ludwigs
Söhnen wurde
der
älteste, Gottfried,
Anfangs auch von Helfenstein
und
im Gefolge Kaiser
FRIEDRICHS II.
genannt,
der Begründer der Sigmaringer Linie († vor 1241); ein
zweiter
Graf
Gottfried von Sigmaringen,
wahrscheinlich sein Sohn, wandte
sich wohl, zugleich mit seinem Schwager Graf Ulrich von
Württemberg,
von den STAUFERN ab und dem Gegen--Könige
HEINRICH RASPE zu, beschloß aber seinen Stamm nach der
Mitte des 13. Jahrhunderts (vor 1259), worauf Sigmaringen für
einige
Jahre an die Helfensteinische
Linie kam.
Bühler Heinz:
Seite 203,215
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"Adel, Klöster und
Burgherren im alten Herzogtum"
Das Schenkungsbuch des Klosters Reichenbach verzeichnet für
die Jahre 1133-1137 eine Tradition des Edlen Guntram von Hausen, an deren
Vollzug im Kloster Reichenbach Rudolf
von Sigmaringen als Spitzenzeuge teilhatte. Er ist
personengleich mit jenem Rudolf
von Spitzenberg, der im Jahre 1147 gemeinsam mit seiner Gemahlin
Adelheid und seinen
Söhnen Ulrich, Ludwig und Gottfried
einige Zehnten, die zu der Kirche von Reimlingen (bei Nörtingen)
gehörten und die er nach Erbrecht besaß, der Kirche
zurückgab. Die
beiden Nachrichten gestatten, die Genealogie der SIGMARINGEN-SPITZENBERGER zu
ergänzen. Rudolf,
der sich sowohl nach Sigmaringen als nach Spitzenberg nannte, kann nur
ein Nachkomme Ludwigs des
Älteren von Sigmaringen (1083) und der Richinza von Spitzenberg sein,
und zwar nach der Zeit sein Enkel. Wegen des Namens Ludwig, den einer seiner
Söhne trägt, muß er als Sohn Ludwigs des Jüngeren von
Sigmaringen-Spitzenberg betrachtet werden, der uns in
Verbindung mit Tailfingen begegnet ist. Rudolf und seine Söhne
aber stehen an der Spitze der Genealogie der "HELFENSTEINER", die dem
Mannesstamm nach eigentlich SIGMARINGER
sind.
Im Haus SIGMARINGEN-SPITZENBERG
findet sich die
Benennung nach Helfenstein erstmals 1171 für Ludwig, einen Sohn
Rudolfs von
Sigmaringen-Spitzenberg (c. 1133-1147) vor. Ludwig
führt zugleich als erster des Geschlechts den Grafentitel. Er ist
vom Kreuzzug FRIEDRICH BARBAROSSAS
heil zurückgekehrt und noch bis
1200 bezeugt. Einer seiner Söhne trägt den Namen Eberhard.
Damit ist wohl klar, daß Ludwigs
Gemahlin, die Mutter Eberhards,
die Erb-Tochter der HELFENSTEINER
war. Sie brachte mit der Burg und
Herrschaft Helfenstein auch den Namen Eberhard ins Haus der
SIGMARINGER. Der
Helfenstein, der dem Geschlecht schließlich den
Namen gab, ist somit erst um die Mitte des 12. Jahrhunderts erheiratet
worden.
oo N.N. von Helfenstein, Tochter des Grafen Eberhard II.
der
Jüngere
†
Kinder:
Ulrich I. Graf von Helfenstein
† nach 1241
Rudolf I.
Graf von Helfenstein
† um 1212
Eberhard
Graf von Helfenstein
†
Gottfried
Graf von Helfenstein
† 2.2.1241
Berthold Bischof von Chur (1228-1233)
† 25.8.1233 ermordet
Adelheid von Helfenstein
†
oo Berthold I. Graf von Heiligenberg
† nach 1229
Literatur:
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Bühler Heinz: Adel,
Klöster und
Burgherren im alten Herzogtum Schwaben Anton H. Konrad Verlag 1997
Seite 203,205,215,351,
392/393,402,432/433,563,744/745,828,890,892,894/895,1061,1184 - Schwennicke,
Detlef: Europäische
Stammtafeln. Stammtafeln zur
Geschichte
der Europäischen Staaten. Neue Folge Band XII, Schwaben Tafel
57 -