Konrad II.                                   Graf von Helfenstein-Blaubeuren (1444-1474)
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um 1410/15
14.12.1474 

Jüngerer (2.) Sohn des Grafen Johann II. von Helfenstein-Blaubeuren ( 1444) und der Irmgard von Kirchberg, Tochter von Graf Konrad VII. ( 17.1.1417) und der Anna von Zollern-Hohenberg
Bruder von Gräfin Anna von Castell (
6.11.1472), Graf Ulrich VIII. von Helfenstein-Blaubeuren ( 15.7.1503), Agnes von Helfenstein-Blaubeuren ( 1431), Klara von Helfenstein-Blaubeuren ( nach 12.12.1467), Praxedis von Helfenstein-Blaubeuren (nach 3.2.1479), Ludwig von Helfenstein-Blaubeuren (1431), Klemens von Helfenstein-Blaubeuren ( 1431)
Neffe von Anna von Helfenstein-Blaubeuren, Herrin Agnes (Nesa) von Rachberg, Graf Eberhard VI. von Kirchberg ( 15.5.1440), Nonne Anna von Kirchberg ( 6.4.1440), Graf Hartmann von Kirchberg ( nach 1455)      
Groß-Neffe von Graf Ludwig XI. dem Bärtigen von Oettingen (
28.10.1440), Graf Friedrich III. dem Älteren von Oettingen ( 23.1. 1423), Bischof Friedrich dem Jüngeren von Eichstätt ( 19.9.1415), Domherrn Ludwig dem Jüngeren zu Würzburg ( nach 24.11.1385), Landgräfin Elisabeth von Leuchtenberg ( 1406), Gräfin Margarete von Eberstein ( nach 13.12.1360), Nonne Adelheid zu Kirchheim ( 7.11.1381)
Enkel von
Graf Ulrich VII. von Helfenstein-Blaubeuren ( 1375 vor 3.7.) und der Anna von Oettingen

Schwennicke Detlev: Tafel 60
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"Europäische Stammtafeln. Neue Folge Band XII"

KONRAD II.
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   14.XII.1474

1425 DOMHERR zu STRASSBURG
1445/47 in BLAUBEUREN
1458 in WELLENHEIM

  oo URSULA VON SECKENDORFF
            
28.XI.1474


Bühler Heinz: Seite 316,418
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"Adel, Klöster und Burgherren im alten Herzogtum Schwaben"

Im Jahre 1447 freiten die Grafen Ulrich und Konrad von Helfenstein das Haus Hans Beheims, der sich als Schreiber verdient gemacht hatte, für alle Zeit von Abgaben, Steuern, Diensten, Wachdienst und Torhüten.
Bald nach Johanns Tod teilten seine Söhne 1445 den Besitz in der Weise, daß Konrad die Herrschaft Blaubeuren und Ulrich die Herrschaft im Brenztal übernahm. Doch dann begann der Ausverkauf. Im Jahre 1446 veräußerten sie gemeinsam ihren Halbteil der genannten Zölle sowie die Zölle in Merklingen, Wippingen, Machtolsheim und Blaubeuren um 24.000 Gulden an die Stadt Ulm. Desgleichen verkauften sie Schloß und Dorf Haunsheim an Lutz von Zipplingen und 1447 ihre Güter und Rechte in Brenz an Hans vom Stein von Ronsberg. Doch blieb es nicht beim Verkauf einzelner Güter und Rechte. Noch im selben Jahr veräußerte Graf Konrad seine Herrschaft Blaubeuren an den Grafen Ludwig von Württemberg (Uracher Linie). Im folgenden Jahr, am 17. Februar 1448, verkaufte auch Graf Ulrich unter Mitwirkung seines Bruders Konrad die "Herrschaft das Brenztal" an den Grafen Ulrich von Württemberg (Stuttgarter Linie). Auf Bitten der Verkäufer übertrug König FRIEDRICH III. dem Grafen Ulrich von Württemberg am 8. Juni desselbenJjahres die reichsbelehnbaren Teile der Herrschaft und bestätigte ihm die Pfandschaft der Vogtei des Klosters Königsbronn.
Die Kaufsumme betrug 58.300 Rheinische Gulden, die bis Mitfasten (3. März) bar bezahlt werden sollten. Außerdem wurde den Grafen Ludwig und Konrad von Helfenstein auf Lebenszeit für ein jährliches Leibgeding von 450 Gulden Burg und Stadt Leipheim verschrieben. Am Tage nach der Ausfertigung des Kaufvertrags bestaätigten die HELFENSTEINER den Empfang von 12.500 Gulden, am 25. Februar und 4. März weitere Zalungen. Die Kaufsumme reichte aber nicht einmal, die Gläubiger zufriedenzustellen. Sie erwirkten 1453, daß von den 450 Gulden jährlichen Leibgedings vorweg 200 Gulden an sie entrichtet wurden. Da Graf Ulrich von Württemberg Leipheim im selben Jahr an Ulm verkaufte, verwies er den Grafen Ulrich von Helfenstein für das restliche Leibgedinge auf Schloß Beilstein. Doch blieb auch dieses nicht lange in seiner Verfügung, und der Graf versetzte schließlich sogar den Leibgedingebrief. Damit war die Herrschaft offenbar restlos vertan.





  oo Ursula von Seckendorff
           
23.11.1474

 
 
 
 

Kinder:

  Georg I. Graf von Helfenstein-Blaubeuren
       1517
 
  Irmgard
von Helfenstein-Blaubeuren
 
um 1460 nach 1501 

  1476 
  oo 2. Friedrich II. Graf von Helfenstein-Wiesensteig
         
14081483
 
  Hans IV.
von Helfenstein-Blaubeuren
      

 
  Ursula
von Helfenstein-Blaubeuren
      

 
  Bernhard
von Helfenstein-Blaubeuren
      

 
  Ernst I. Domherr zu Augsburg
      
11.1483
 
  Wolfgang
von Helfenstein-Blaubeuren
       
klein
 
  Cäcila Nonne zu Zürich
       

 
  Magdalena
von Helfenstein-Blaubeuren
        klein
 

  Friedrich von Helfenstein-Blaubeuren
     

  Sibylla Äbtissin von Frauenmünster in Zürich
      
11.5.1467
 
  Christoph Domherr zu Regensburg
       

 
  Anna Priorin zu Marienthal/Steinheim
       



Literatur:
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Bühler Heinz: Adel, Klöster und Burgherren im alten Herzogtum Schwaben Anton H. Konrad Verlag 1997 Seite 316,379,418,432/433, 568,673,964,1096 - Schwennicke, Detlef: Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge Band XII, Schwaben Tafel 60 -