Gottfried von Spitzenberg              Bischof von Regensburg (1185-1186)
--------------------------------             Bischof von Würzburg (1186-1190)
   
8.7.1190
     Antiochia  

Jüngerer Sohn des Herrn Rudolf von Sigmaringen-Spitzenberg ( nach 1147) und der Adelheid von Calw Tochter von Graf Adalbert III. (1094) und der Kuniza von Willsbach
Bruder von
Ulrich von Sigmaringen-Spitzenberg ( nach 1147), Graf Ludwig I. von Helfenstein ( nach 1200), Äbtissin Udelhilt von Lindau ( 28.2.)
Neffe von Graf Adalbert IV. von Calw (17.3.1165)
Enkel von
Herrn Ludwig dem Jüngeren von Sigmaringen-Spitzenberg (um 1100) und der N.N.
Verwandter von
Pfalzgraf Gottfried bei Rhein ( 6.2.1131/33), Bischof Bruno von Metz ( 1099), Markgräfin Judith von Baden (27.9. 1091), Graf Adalbert II. von Calw ( 22.9.1099), Wiltrud von Lothringen, Herzog Gottfried III. dem Bärtigen von Nieder-Lothringen (21.12.1069), Graf Eustach III. von Boulogne ( 1125), Graf Gottfried von Bouillon (18.7.1100), König Balduin I. von Jerusalem (2.4.1118), Herzog Gozelo II. von Nieder-Lothringen ( 1046 vor 22.5.), Papst Leo IX.( 19.4.1054), Papst Stephan IX. ( 29.3.1058)

Lexikon des Mittelalters:
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14. Gottfried I. von Spitzenberg-Helfenstein, Bischof von Würzburg
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      8. Juli 1190 in Antiochia an einer Seuche

Aus schwäbischem Grafen-Geschlecht.
Als kaiserlicher KANZLER (1172-1186) wirkte er an den Friedensschlüssen von Venedig (1177) und Konstanz (1183) mit.
Seit 1174 DOMPROPST in WÜRZBURG, seit 1180 PROPST des STIFTES AACHEN, wurde er 1185 zum BISCHOF von REGENSBURG gewählt, verzichtete aber und wurde September/Oktober 1186 BISCHOF von WÜRZBURG.
Als Bischof spielte er in der Reichspolitik weiter eine bedeutende Rolle. Er verhandelte für Kaiser FRIEDRICH BARBAROSSA mit dem Papst und nahm an Vorbereitung und Durchführung des 3. Kreuzzuges als Diplomat und Heerführer hervorragenden Anteil.
Nach BARBAROSSAS Tod (10. Juni 1190) unterrichtete er Erzbischof Philipp von Köln über die Umstände der Katastrophe. - Mit Gottfrieds Kenotaph im Dom beginnt die Würzburger Sepulkralplastik.
A. Wendehorst

Literatur:
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DHGE XXI, 402f.
NDB VI, 667f.
W. v. Giesebrecht, Gesch. der dt. Kaiserzeit 5, 1880/88; 6, 1895
A. Wendehorst, Das Bm. Würzburg 1 (GS NF 1, 1962), 174-179
E. Meuthen, Die Aachener Pröpste bis zum Ende der Stauferzeit, Zs. des Aachener Geschichtsvereins 78, 1967, 46f.


Lexikon des Mittelalters: Band IV Spalte 2118
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Helfenstein, Grafen von
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Erste nachweisbare Mitglieder der sich nach der oberhalb von Geislingen/Steige gelegenen Burg nennenden Familie waren Eberhard (Anfang 12. Jahrhundert) und sein gleichnamiger Sohn (um 1140).
Ludwig von Helfenstein (1171-1200 nachgewiesen), der als Stammvater gilt, wird mit dem 1147 zusammen mit seinem Vater Rudolf und seinem Bruder Gottfried, Bischof von Würzburg, erwähnten Ludwig von Spitzenberg (Burg bei Geislingen/Steige) identifiziert.
Die sich im 13. Jahrhundert in einen Sigmaringer, Spitzenberger (beide im 13. Jahrhundert erloschen) und einen Helfensteiner Zweig aufspaltende Familie hatte umfangreiche Güter auf der Schwäbischen Alb zwischen Geislingen/Steige (dort reiche Zolleinkünfte), Ulm und Heidenheim sowie im Donautal um Sigmaringen.
I. Eberl

Schwennicke Detlev: Tafel 57
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"Europäische Stammtafeln. Neue Folge Band XII"

GOTTFRIED VON SPITZENBERG
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   Antiochia 8.VII.1190

vor 1172 DOMHERR zu WÜRZBURG
1172-1186 KANZLER des HEILIGEN RÖMISCHEN REICHES
1174 DOMPROPST zu WÜRZBURG
1180/85 PROPST von ST. MARTIN zu AACHEN
1185/86 BISCHOF von REGENSBURG


Stälin Paul Friedrich: Seite 415
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"Geschichte Wirttembergs"

Ludwigs Bruder Gottfried war in den Jahren 1172-1186 ein viel verwandter und sehr verdienter Kanzler FRIEDRICHS I., in der letzten Zeit auch HEINRICHS VI., 1184 und 1185 als kaiserlicher Generallegat in Italien mehrfach tätig; im Jahre 1186 Bischof von Würzburg geworden, starb er im Jahre 1190 auf dem erwähnten Kreuzzuge, für welchen er besonderen Eifer gezeigt hatte und bei dem er gewissermaßen die leitende Seele gewesen war.



Literatur:
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Bühler Heinz: Adel, Klöster und Burgherren im alten Herzogtum Schwaben Anton H. Konrad Verlag 1997 Seite 78,203,205,402, 432/433,890,894/95 -
Schwennicke, Detlef: Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge Band XII, Schwaben Tafel 57 -