Friedrich I.                                   Herr von Heideck (1331-1374)
---------------
1300
3.8.1374

Begraben: Heilsbronn

Jüngerer (6.) Sohn des Herrn Gottfried III. von Heideck-Arnsberg ( 1331) und der Kunigunde von Dornberg, Erb-Tochter von Vogt Wolfram ( 9.6.1288) und der Vögtin Richenza von Dornberg
Bruder von Domkustos Hadebrand von Bamberg (
25.10.1357), Domcantor Marquard zu  Bamberg ( 8.5.1355), Herrn Konrad I. von Heideck ( 16.9.1357), Deutschordensritter Wolfram zu Virneburg (nach 1325), Domcantor Heinrich zu Eichstätt ( 1377 nach 15.2.), Elisabeth von Heideck ( 5.3. nach 1327), Deutschordensritter Otto zu Obermässing ( nach 1354), Äbtissin Anna von Kitzingen ( nach 1363)
Groß-Neffe vom Deutschordensritter Konrad von Nürnberg (
30.8.1264), Landgräfin Elisabeth von Leuchtenberg ( 14.11.1255), Burggraf Friedrich III. von Nürnberg ( 14.8.1297), Pfalzgräfin Adelheid von Bayern ( 19.10.1304), Burggraf Konrad II. von Nürnberg ( 6.7.1314)
Enkel von Herrn Marquard von Heideck-Arnsberg ( 9.6.1278) und der Sophie von Nürnberg

Schwennicke Detlev: Tafel 115
******************

"Europäische Stammtafeln. Neue Folge Band XVI"

FRIEDRICH I.
-------------------
   3.VIII.1374

Begraben: Heilsbronn

HERR zu HEIDECK
1360 zu DOLLNSTEIN und WELLHEIM
1345 HOFRICHTER zu ROTHENBURG
1354 HRR HOFRICHTER

 vor 30.IV.1322
  I. oo BEATRIX
              

  II. oo ADELHEID VON HENNEBERG
                
14.6.1369

Tochter von Graf Heinrich V. zu Aschach


Schwennicke Detlev: Tafel 148
******************
"Europäische Stammtafeln. Neue Folge Band XVI"

ADELHEID
----------------
   14.VI.1369

  oo FRIEDRICH VON HEIDECK 1327
          
3.VIII.1374

Begraben: Heilsbronn

Artikel von Christof Paulus

Konrad I. ( 1357), 1340 KAISERLICHER LANDRICHTER Landrichter in NÜRNBERG, sowie Friedrich I. ( 1374), der 1349 und 1354 als HOFRICHTER Kaiser KARLS IV. (1346-1378) belegt ist, verdichteten durch Käufe den Besitz der Familie. Durch Nähe zu KARL IV., der 1353 wichtige Herrschaftsträger Frankens und Bayerns - darunter auch die HEIDECKER - unter einem Landfrieden vereinte, konnte sich das Geschlecht (finanzielle) Unterstützung, Jagd- und Nutzungsrechte im Weißenburger Forst (1349) südlich von Heideck zur Altmühl hinab, die Pfandschaften Dollnstein (Landkreis Eichstätt) (Kirchenpatronat und Vogtei) und Monheim (1350) (Landkreis Donau-Ries) sichern, wobei 1360 Friedrich erstere und Wellheim (mit Patronatsrecht) durch Kauf von den verwandten Grafen von Oettingen erwarb. Mit dem Weißenburger Forst als Landbrücke wurde die Schutter- und Altmühlgegend herrschaftlich durchdrungen. Das Gebiet starken Heidecker Einflusses war nun annähernd ein Geviert, im Westen von der Fränkischen bzw. Schwäbischen Rezat, im Osten von der Schwarzach und im Süden von der Fränkischen Alb gerahmt und im Norden etwa auf Höhe von Allersberg und Roth (beide Landkreis Roth) endend.

Die Beziehungen zu den WITTELSBACHERN hatten sich schon gegen Ende der Regierungszeit Kaiser LUDWIGS IV. (1314-1346, Kaiser ab 1328) verschärft. Der Konflikt gipfelte 1348 in der Gefangennahme des Ellinger Deutschordenskomturs Otto von Heideck (erwähnt 1340-1358). Um das 1352/1353 gewonnene Erblehen Bechthal (Gemeinde Raitenbuch, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen), eine knapp 500 m auf einem Jurafelsen hoch gelegene, strategisch bedeutsame Burg, bemühten sich auch die bayerischen Herzöge, die Nürnberger Burggrafen und die Eichstätter Bischöfe. Die Beteiligung an dem erwähnten, 1353 geschlossenen Landfriedensbündnis sprechen für die Bedeutung der HEIDECKER im fränkischen Raum sowie der Burg Heideck im königlichen Straßenkontrollsystem.

Friedrich I. übertrug 1360 den Heidecker Allodialbesitz der böhmischen Krone, was Höhe- wie Wendepunkt der Familien-Geschichte markiert. Deren Geschicke waren nun mit den böhmischen Königen verknüpft. Friedrichs Sohn Johann wurde zuletzt Eichstätter Bischof (1415–1429); die Tochter Kunigunde ( 1403) gründete das Kloster Kirchheim im Ries.





  vor 30.4.1322
  1. oo Beatrix
              


  2. oo Adelheid von Henneberg-Aschach, Tochter des Grafen Heinrich V.
               
14.6.1369




Kinder:
2. Ehe

  Friedrich II. Herr von Heideck
      
9.5.1423

  Johann Bischof von Eichstätt (1415-1429)
      
3.6.1429

  Kunigunde Äbtissin von Kirchheim am Ries (1401-1403)
       
25.3.1403

  Anna Nonne zu Kirchheim am Ries
      
7.5.1399





Literatur:
------------
Schwennicke, Detlef: Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge Band XVI, Bayern  und Franken, Verlag von J.A. Stargardt Marburg 1984 Tafel 115 -