Gottfried
III.
Herr von Heideck-Arnsberg (1278-1331)
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um 1265 †
1331
Begraben: Kloster Heilsbronn
Einziger Sohn des Herrn
Marquard von
Heideck-Arnsberg (†
9.6.1278) aus
seiner 2. Ehe mit der Sophie
von Nürnberg, Tochter von Burggraf
Konrad
I. († 24.8.1260/10.3.1261) und der N.N. von
Saarbrücken-Leiningen
Neffe von Herrn Hadebrand II. von Heideck († 1256), Herrin Bertha von Salzburg (†
30.8.1259),
vom Deutschordensritter Konrad von Nürnberg († 30.8.1264), Landgräfin Elisabeth von Leuchtenberg († 14.11.1255), Burggraf Friedrich III. von Nürnberg († 14.8.1297), Pfalzgräfin Adelheid von Bayern († 19.10.1304), Burggraf Konrad II. von Nürnberg († 6.7.1314)
Enkel von Herrn
Gottfried II.
von
Heideck-Arnsberg († um 1235) und der Hedwig
Schwennicke
Detlev:
Tafel 115
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"Europäische Stammtafeln. Neue Folge Band XVI"
GOTTFRIED III.
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† 1331
Begraben: Kloster Heilsbronn
1278/15.VII.1327
vor 13.IX.1280
oo KUNIGUNDE VON
DORNBERG, ERBIN von LICHTENAU
und VESTENBERG
†
18.XI.1336
Erb-Tochter von Wolfram
Vogt von Dornberg
Schwennicke
Detlev:
Tafel 114 A
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"Europäische Stammtafeln. Neue Folge Band XVI"
KUNIGUNDE
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† 18.XI.1336
Tochter von Wolfram
Vogt von Dornberg und Rycza
vor 13.IX.1280
oo GOTTFRIED VON HEIDECK
1278
† 1331
Begraben: Kloster Heilsbronn
Artikel von Christof Paulus
Der staufernahe Gottfried III. († 1265), Sohn Hadebrands II.,
bzw. nach ihm Hadebrand III. (erwähnt 1248/56) und
Marquard I. (†
1278), der Sophie
(Schwester des Nürnberger
Burggrafen) heiratete, gelang es, die Machtposition um Heideck
auszubauen. Möglicherweise fällt in diese Zeit auch die
planmäßige Stadtgründung von Heideck unterhalb der
neuen Burg (Hauptstraße durch einen ovalen Stadtkern als
Verbindung zweier Tore), das - wie erwähnt - 1288 als civitas
belegt ist. Die Besitzgeschichte lässt sich nur aus späteren
Quellen rekonstruieren. Herrschaftsgeschichtlich bedeutsam war die seit
dem 12. Jahrhundert ausgeübte Eichstätter Vogtei. Weiterer
wichtiger Besitz rührte aus dem Erbe Bertholds von Thannbrunn (vor
1194) und der Abenberger Grafen,
aus der Nachfolge der Hohenburger
Grafen und der Dornberger Vögte.
Bedeutsame Lehen stammten vom Hochstift Würzburg.
Ob die HEIDECKER nach
Norden neue Rodungssiedlungen anlegten, ist
umstritten. Viele der dafür veranschlagten Orte scheinen eher
einer älteren Schicht anzugehören.
Gottfried IV. († 1331) konnte - trotz
wichtiger Gewinne (Lichtenau,
Vestenberg
[beide Landkreis Ansbach], Vogtei über den Muhrer
Forst und Wildenfels
[Landkreis Nürnberger Land]) - die erreichte Position nicht halten
und
musste um 1300 Besitz an die Herzöge von Bayern bzw. die
Burggrafen von
Nürnberg verkaufen. Da vor allem Streubesitz abgestoßen
wurde - zu nennen sind besonders Arnsberg,
Erlingshofen
(beide Landkreis Eichstätt), wohl auch Roßtal
(Landkreis Fürth) und Roth
(Landkreis Roth) -, ergab sich aus der Not die räumliche
Verdichtung
der Herrschaft um den Kristallisationskern Heideck. Wichtige, von Gottfried IV. erworbene
Sepultur der Familie war die Zisterze Heilsbronn
(Landkreis Ansbach), welche der HEIDECKER
reich begabte. Später wandte
sich die Familie verstärkt dem Zisterzienser-Kloster Kaisheim
(Landkreis Donau-Ries) und dem Kollegiatstift Hilpoltstein
(Landkreis Roth) zu. Auch im Rieser
Kloster Kirchheim (Ostalbkreis, Baden-Württemberg) finden sich
Gräber des Geschlechts bzw. seiner Verwandten.
Eine Zäsur in der Geschichte des Hauses markiert das
Aussterben
der wohl verwandten HIRSCHBERGER
1305. Die HEIDECKER
konnten Streubesitz aus deren Erbschaft erwerben,
während Grafschaftsrechte
und bedeutender Grundbesitz an die WITTELSBACHER fielen.
Heideck,
Brunneck an der Anlauter (bei Erlingshofen, Gemeinde Kinding, Landkreis
Eichstätt), Lichtenau und Vestenberg, letztere durch Heirat mit
einer Erb-Tochter der Dornberger
Vögte an die HEIDECKER
gekommen,
bildeten nun Zentralorte der Familie.
Gottfrieds IV.
Kinder sind als Domherren in Bamberg (Hadebrand), Eichstätt
(Heinrich), Würzburg
(Marquard), als
Deutschordenskomture
(Wolfram, Otto) und als Äbtissin
von Kitzingen
(Anna) belegt. Erwähnter Heinrich von Heideck, Domherr zu Eichstätt
und Würzburger
Kantor († 1377), soll Stifter des
Weißenburger
Karmeliten-Klosters
gewesen sein.
Konrad I. († 1357), 1340 kaiserlicher Landrichter in
Nürnberg, sowie Friedrich
I. († 1374), der 1349 und 1354
als Hofrichter Kaiser KARLS
IV. (1346-1378) belegt ist, verdichteten durch Käufe
den
Besitz der Familie. Durch Nähe zu KARL IV., der 1353 wichtige
Herrschaftsträger Frankens und Bayerns - darunter auch die
HEIDECKER - unter einem
Landfrieden vereinte, konnte sich
das Geschlecht (finanzielle) Unterstützung, Jagd- und
Nutzungsrechte im Weißenburger Forst (1349) südlich von
Heideck zur Altmühl hinab, die Pfandschaften Dollnstein
(Landkreis Eichstätt) (Kirchenpatronat und Vogtei) und Monheim
(1350) (Landkreis Donau-Ries) sichern, wobei 1360 Friedrich erstere und Wellheim
(mit Patronatsrecht) durch Kauf von den verwandten Grafen von Oettingen
erwarb. Mit
dem Weißenburger Forst als Landbrücke wurde die Schutter-
und Altmühlgegend herrschaftlich durchdrungen. Das Gebiet starken
Heidecker Einflusses war
nun annähernd ein Geviert, im Westen von
der Fränkischen bzw. Schwäbischen Rezat, im Osten von der
Schwarzach und im Süden von der Fränkischen Alb gerahmt und
im Norden etwa auf Höhe von Allersberg
und Roth (beide Landkreis Roth) endend.
vor 13.9.1280
oo Kunigunde von
Dornberg, Tochter des Vogtes Wolfram
um 1265 †
18.11.1336
Kinder:
Konrad I. Herr von Heideck
1285 †
16.9.1357
Hadebrand Domkustos von Bamberg
† 25.10.1357
Marquard Domcantor zu Bamberg
† 8.5.1355
Friedrich I. Herr von Heideck
1300 †
3.8.1374
Wolfram Deutschordensritter zu Virneburg
† nach 1325
Heinrich Domcantor zu Eichstätt
† 1377 nach 15.2.
Elisabeth von Heideck
† 5.3. nach 1327
Otto Deutschordensritter zu Obermässing
† nach 1354
Anna Äbtissin von Kitzingen
† nach 1363
Literatur:
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Schwennicke,
Detlef:
Europäische
Stammtafeln.
Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge
Band
XVI, Bayern und Franken, Verlag von J.A. Stargardt Marburg 1984
Tafel 114 A,115 -