Begraben: Ravenna, S. Maria Rotonda, Grabmal Theoderichs
Jüngerer Sohn des Grafen
Hartwig
I. an der Isar († 1034) und der Beliza, Tochter oder Schwester
vom Eichstätter
Vogt Gotabold
Bruder von Graf
Hartwig II. von Berghofen (†
9.9.1068/69), Patriarch Gotapolt von Aquileja († 27.12.1063)
Neffe von Graf
Udalschalk II. an der Paar († um 1040), Graf Altmann II. an der Paar († um 1047), Graf Hartwic I. an der Paar (†
1024)
Groß-Neffe von Graf Udalschalk I. von Kühbach († 1008/09), Graf Adalbero von Kühbach († 9.10. nach 1011)
Verwandter von Bischof Gebhard III. von Regensburg († 2.12.1060),
dem Stief-Bruder vom Römischen Kaiser KONRAD
II. († 4.6. 1039)
Nach Hans-Walter Bergmann Sohn des Grafen Hartwig im Ufgau und der Bilizza vom Lobdengau, Tochter
von Graf Poppo
Bruder von Eberhard von
Ingersheim, Graf Adalbert
I. von Calw (†
1046/49)
Neffe von Graf Heinrich im Lobdengau, Gräfin Berta von der Glehuntare, Graf Poppo von Lauffen, Bischof Gebhard III. von Regensburg († 2.12.1060), Regilia von Weinsberg, vom Römischen Kaiser KONRAD II. (†
4.6.1039)
Enkel von Adelheid von Metz, Mutter von Kaiser KONRAD II. (†
19.5./7.9.1046)
eigentlich Gebhard, Graf von Hirschberg
Lexikon des Mittelalters: Band VIII
Spalte 1665
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1. Viktor II. (Gebhard), Papst seit 13. April
1055
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†
28. Juli 1057 Arezzo
Begraben: Ravenna, S. Maria
Rotonda, Grabmal Theoderichs
Aus edelfreiem schwäbischen
Geschlecht, wohl von Vorfahren der Grafen von Calw abstammend, dem salischen Kaiser-Haus
weitläufig
verwandt; offenbar in der Regensburger Domschule erzogen, hier
DOMKANONIKER unter seinem
Verwandten Bischof Gebhard III.,
auf dessen
Vorschlag König HEINRICH III.
ihn 'sehr jung'
1042 zum BISCHOF von EICHSTÄTT ernannte;
seit ca. 1050 maßgeblicher Berater Kaiser HEINRICHS III., Gegner der
Normannen-Politik Papst Leos IX.
Nach Leos Tod bestimmte
der Kaiser nach Verhandlungen mit einer römischen Gesandtschaft
unter Führung Hildebrands
(Gregor VII.) den heftig widerstrebenden Bischof Gebhard zum Nachfolger; erst
Anfang März 1055 (Reichstag zu Regensburg) willigte dieser ein,
als ihm Beibehaltung seines Bistums und Rückgabe von Gütern
an die römische Kirche zugesichert wurden.
Viktor II. wurde am 13.
April 1055 (Gründonnerstag) in St. Peter inthronisiert und
setzte die Kirchenreform in enger Verbindung mit dem Kaiser fort.
Zur Sicherung der Reichsinteressen übertrug ihm der Kaiser die
Verwaltung des Herzogtums Spoleto
und der Markgrafschaft Fermo.
Viktor II.
traf sich im September 1056 in Goslar mit dem Kaiser, um die
Bereinigung der süditalienischen Probleme vorzubereiten, stand
aber am 5. Oktober zu Bodfeld an HEINRICHS
Sterbelager, der seinen unmündigen Sohn HEINRICH IV. dem besonderen
Schutz des Papstes empfahl. Viktor II. setzte den Kaiser in Speyer bei, sicherte die
Regentschaft der Kaiserin Agnes,
krönte HEINRICH IV. in
Aachen,
veranlaßte den Treueid der Fürsten und vermittelte
(Kölner Hoftag, Dezember) den Frieden mit den bisherigen
Hauptgegnern, Balduin V. von
Flandern und Gottfried
III. von Ober-Lothringen. Im Februar 1057 kehrte er nach Italien
zurück, hielt Synoden im Lateran und in Arezzo, wo er starb.
G. Schwaiger
Quellen:
-----------
Anonymus Haserensis de episcopis Eichstetensibus (MGH SS VII), 263-266
Watterich I, 177-188
Mansi XIX, 833-862
LP III, 390
Jaffé2 I, 549-553; II, 710f., 750
Literatur:
-------------
LThK2 X, 769
Spindler I2, 318, 505
N. Gussone, Thron und Inthronisation des Papstes von den
Anfängen bis zum 12. Jh., 1978, 215f.
Frk. Lebensbilder, IX, 1980, 11-21
St. Weinfurter, Die Gesch. der Eichstätter Bf.e des Anonymus
Haserensis, 1987, bes. 177-182, 193-200
J.N.D. Kelly, Reclams Lex. der Päpste, 1988, 165f.
Ph. Levillain, Dict. hist. de la papauté, 1994, 1720f.
G. Martin, Die sal. Herrscher als 'Patricius Romanorum', FMASt 28,
1994, 257-295.
Gewählt auf Verlangen Kaiser
HEINRICHS III. und auf den Rat von Hildebrand,
regierte
der ehemalige kaiserliche Kanzler ganz
im Sinne der Reformen Leos
IX. Mit der Erhebung des Papstes zum Herzog erhoffte der Kaiser
sich
ein Gewicht gegen Herzog und Markgraf
Gottfried den
Bärtigen von
Lothringen
und Tuszien, den mächtigsten Teilfürsten Italiens.
Nach dem
Tode
des Kaisers und damit dem Ende des kaiserlichen Einflusses auf das
Papsttum,
mußte der Papst sich mit Gottfried
dem Bärtigen
verständigen.
Obwohl zum Reichsvikar in Italien erhoben, konnte er den
weiteren
Aufstieg des machtvollen Hauses
LOTHRINGEN-TUSZIEN nicht
verhindern.
BISCHOF
von EICHSTÄTT 1042-1057:
H. Regg. 182-218
(passim)
Papst Viktor II.
1055-1057 (†).
1053. Mai 17. Goslar. Kaiser
HEINRICH III. verleiht Bischof
Gebhard
wegen seines wertvollen Dienstes gewisse Gebiete: H. Reg. 196.
1053. Juni 6. Goslar Kaiser
HEINRICH III. schenkt wegen treuer Dienste des Bischofs
den
Markt in den Orten Beilngries und Waltkirchen im Nordgau in der
Grafschaft
Heinrichs: H. Reg. 197.
1053. Bischof Gebhard wurde
dem 3-jährigen Sohn König
HEINRICHS
III. (HEINRICH IV.) zur Führung der
Regierungsgeschäfte
zur Seite gegeben. H. Reg. 198.
1054. Bischof Gebhard
zwingt, während er in Bayern die Regierung führt, die Grafen
von Scheyern, welche sich als Anhänger Herzogs Konrad arge
Landfriedenstörungen
zu Schulden kommen lassen, von ihrem Unwesen abzustehen: M. G. SS. III.
S. 269, H. Reg. 199.
1057. Juli 28. Papst
Viktor II.
stirbt zu Arezzo: H. Reg. 217.
Note:
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Dass Gebhard,
ungefähr
im gleichen Alter als König HEINRICH
III.,
so jung die Bischofswürde erhielt, verdankte er nebst seinen
großen
geistigen Gaben der Tatsache, dass er ein Stiefverwandter des
Königs
und Neffe des Bischofs Gebhard von Regensburg G. 24.
war.
Aus den königlichen Gunstbeweisen erwuchs
in den
älteren, seinem Bruder Hartwig
entstammenden Linien eine stets
steigende
Machtstellung in der Diözese Eichstätt, wo seine Vorfahren
schon
früher als Grundbesitzer und Gaugrafen im Sualafeld eine Rolle
spielten.
Der Nachfolger Leos IX. war
wiederum ein Deutscher
und vom Kaiser designiert. Der Kandidat hieß bürgerlich Gebhard,
leitete sein Geschlecht von alemannischen
Vorfahren her und brachte
schon
in seiner Jugend einen besonderen Einsatz auf. Sein Vater hieß
Hartwich,
seine Mutter Beliza. Auch
Gebhard
war
ein Verwandter des Kaisers,
und zwar über dessen Stief-Onkel,
Bischof
Gebhard III. von Regensburg,
der dann auch den jüngeren Gebhard,
den der Kaiser bereits in den Kreis seiner Ratgeber geholt hatte, dem
Kaiser
zum Bischof von Eichstätt vorschlug.
Obwohl HEINRICH
den
Kandidaten noch für sehr jung hielt, ernannte er ihn zu
Weihnachten
1042 zum Bischof. Das Alter Gebhards zu
dieser Zeit kann auf 30 Jahre geschätzt werden. Er war
hochgebildet
und politisch versiert, kannte bestens die Rechtsansprüche des
Reiches
auf Güter der Kirche.
Ein Jahr lang blieb der Stuhl Petri vakant. Der
Kaiser
benötigte diesmal längere Bedenkzeit um einen würdigen
Nachfolger
für
Leo IX. zu finden. Unter Hildebrands
Einfluß,
der im November 1054 mit einer Gesandtschaft nach Mainz gekommen war,
fiel
die Wahl auf Bischof Gebhard von
Eichstätt,
als Kanzler des Kaisers der rechte Diener Gottes mit
außergewöhnlichem
Ansehen und besonderem Einfluß bei Hof, Reich an Kenntnis und
Erfahrung.
Es ist überliefert, dass der Kaiser von diesem Vorschlag des
Subdiakons
zuerst nicht besonders angetan war: Er wollte nicht auf einen seiner
besten
Männer verzichten. Es ist ferner überliefert, dass auch Gebhard
zuerst nicht viel an dieser Nominierung lag. Er soll Männer nach
Rom
gesandt haben, die dort die Umgebung des päpstlichen Stuhles
überzeugen
sollten, dass er nicht der richtige Mann für die Papsttiara sei.
Gleichzeitig
ließ er ein "kanonisches Bedenken" ausarbeiten, das den Beweis
erbringen
sollte, dass er gar nicht gewählt werden dürfe. Erst im
Frühjahr
1055 fügte er sich dem Willen des Kaisers, der inzwischen von der
Notwendigkeit Gebhards
als
Nachfolger
Leos
überzeugt war.
Am 16. April fand in Rom die Weihe statt. Viktor
II. nannte sich der neue
Papst,
damit deutete er an, dass er das Werk seiner Vorgänger fortsetzen
wollte. Als Bischof war er auf der Seite der päpstlichen
Opposition
gestanden, vor allem was den Feldzug in Unter-Italien gegen die
Normannen
anlangte; in dem Anliegen der Reformen stand er ganz auf der Seite
seines
großen Vorgängers. Er mischte sich noch mehr als dieser in
die
Bistümer ein. Er setzte schon bald den Erzbischof von Narbonne ab,
hob die Vermögensverwaltung in Ferrara auf, legte in der Provence
zwei Bistümer zusammen, bestimmte den Erzbischof von Embrun, zudem
beauftragte er mehrere Legaten, dass sie in seinem Namen Synoden
abhielten,
leiteten und gegen Simonie und für Ehelosigkeit der Priester
auftraten.
Der neue Papst erwies sich von Anfang an als
neuer Lichtblick
für die römische Kirche. Mit einem unaufschiebbaren
Arbeitseifer
ging er an die Probleme heran. Auf einer Synode in Florenz
bestätigte
er in Anwesenheit von 120 Bischöfen und des Kaisers alle Dekrete
Leos
gegen Simonie und verheiratete Priester.
Viktor verbot
bei
Strafe der Exkommunikation allen Bischöfen und Äbten, Adelige
oder Ritter, also weltliche Großen oder Fürsten, mit
Würden
und/oder mit kirchlichen Gütern zu belehnen, also
Kirchengüter
zu verkaufen. Dem spanischen
König, Ferdinand
von Leon und Kastilien, der den Titel eines Kaisers
gebrauchte
und HEINRICH III. die Anerkennung
versagte,
drohte der Papst mit dem Bann. Dies mag Viktor gerade recht
gekommen
sein, denn Ferdinand erstrebte
darüber
hinaus für die spanische Kirche eine weitgehende
Unabhängigkeit
von Rom.
Allgemein suchte der Papst für die Kirche
verlorengegangene
Besitzungen wiederzugewinnen. Vom Kaiser erhielt er das Herzogtum
Spoleto
und die Markgrafschaft Fermo, ebenso gewann er für die Kirche jene
Burgen wieder, die ihr entzogen worden waren.
Da sich Viktor
in
der Angelegenheit bei Gottfried
dem Bärtigen für Kaiser und
Reich
ausgesprochen hatte, erhielt er als Dank und Anerkennung Hilfe für
Unter-Italien in Aussicht gestellt. Zu einer systematischen Aktion kam
es
aber nicht mehr, denn auch dem Pontifikat Viktors
waren zeitlich enge Grenzen gesetzt.
Im Herbst 1056 weilte Viktor
in Deutschland, nicht zuletzt deshalb, um eine Lösung
der
Normannenfrage zu finden. Am 8. September traf er mit dem Kaiser in
Goslar
zusammen. Der schriftlichen Überlieferung zufolge wurde dem Papst
ein ungewöhnlich herzlicher Empfang bereitet, wobei "alle
Fürsten
des Reiches, geistliche wie weltliche", zugegen waren. Der Papst war
der
Einladung HEINRICHS gefolgt, der
ihn
als seinen politischen Ratgeber begehrte. Es lag dem Kaiser viel daran,
die Persönlichkeit Viktors
in Deutschland, in seiner Umgebung zu wissen; es sollte dem
Pontifex gelingen, die Eintracht zwischen den Fürsten und dem
Kaiser
wiederherzustellen.
Dem Reich stand keine rosige Zukunft bevor: im
Inneren
zerstritten, angefeindet von den Ungarn im Osten, mißgünstig
beneidet vom Widersacher Frankreich im Westen.
Von der Reichsversammlung in Goslar zogen Kaiser
und
Papst weiter nach Bodfeld. Hier traf die Nachricht von der Niederlage
des
sächsischen Heeres durch die slawischen Liutizen ein. Wie die
Chronik
berichtet, soll der ohnehin durch Krankheit geschwächte Kaiser,
der
zu dieser Zeit dem Jagdvergnügen nachging, einen gesundheitlichen
Rückschlag erlitten haben und von einem starken Fieber befallen
worden
sein, worauf er nach wenigen Tagen am 5. Oktober im Alter von 39 Jahren
starb. Durch den unerwarteten Tod war eine politisch ungünstige
Lücke
aufgerissen. Das zentrale Anliegen dieses Jahrhunderts, die Reform der
Kirche, war noch keineswegs abgeschlossen; im Gegenteil: Die kirchliche
Erneuerungsbewegung stand noch am Anfang ihrer folgenschweren Wirkung.
Politisch war es HEINRICH
gelungen,
das ottonische Werk zu vollenden.
Er
führte und lenkte das Reich auf einen Scheitelpunkt seiner
Bestimmung.
In Bodfeld fehlten die Erzbischöfe von
Mainz und
Köln. Dafür fand sich unter den Anwesenden der kaisertreue Viktor,
der stets gegenüber Kaiser und ein Reich ein ergebener Diener
gewesen
war, wenn er auch in der Vertretung kirchlicher Ansprüche durchaus
nicht nachgiebig auftrat. Es ist naheliegend, dass der Papst im
Einvernehmen
mit dem sterbenskrank darniederliegenden Kaiser bezüglich der
bevorstehenden
Wahl des Nachfolgers mit den anwesenden Fürsten verhandelte und
ihnen
den
Sohn des Kaisers, HEINRICH IV.,
empfahl
und nach Erhalt der Zustimmung die förmliche electio des knapp
6-jährigen
Kaiser-Sohnes vornahm.
So wurde der Knabe, der schon mit knapp drei
Jahren gewählt
und gekrönt worden war, mit knapp sechs Jahren Herr über drei
Königtümer: Deutschland, Burgund und Italien. Der sterbende
Vater
hatte den Sohn und die Mutter Agnes
unter den Schutz Papst
Viktors gestellt
und ihm den Jungen anvertraut, vor allem,
was
die Wahl betraf; ihre Wiederholung unterstreicht die Notwendigkeit
dieses
Aktes, an dem der Papst, sei es als Wähler, sei es als
Organisator,
entscheidend mitwirkte. Viktor zeigte
sich in der Folge erneut als ein feinfühliger Politiker, als ein
Mann,
dem das Reich ein echtes Anliegen bedeutete. Mit politischem
Gespür
sprach er dem unzufriedenen Gottfried
Nieder-Lothringen zu und
akzeptierte
seine Herrschaft in der Markgrafschaft Toskana. Diese Aussöhnung
zwischen
der kaiserlichen Familie und Gottfried
stellte einen sichtlichen Erfolg
für die Reichspolitik dar.
Im Februar kehrte Viktor
nach Italien zurück, reiste durch Piemont, durch die Toskana und
hielt
in Rom eine Synode ab. Freilich hätte es in Deutschland weiterhin
seiner Anwesenheit bedurft, denn hier brachen erneut ernste Unruhen
aus.
Von Italien aus verfolgte er die Entwicklung im Norden und wartete auf
den Tag, wieder über die Alpen zu reisen. All diese Aufgaben, die
den Papst belasteten, über den ein Biograph schrieb: Noch nie habe
ein Nachfolger Petri eine so außerordentliche Macht in sich
vereinigt
wie Viktor II.
bei dem Tod seines
kaiserlichen
Freundes, drückten zu schwer auf ihn. Es heißt, ein heftiges
Fieber habe ihn in Arezzo heimgesucht, dem er am 28. Juli 1057 in
der Blüte seiner Schaffenskraft erlag. Wieder kursierte das
Gerücht
der Vergiftung. Es ist überliefert, dass auch Viktor
Morddrohungen erhielt, dass ein Subdiakon Gift in seinen
Meßwein
mischte, der Papst sei aber der tödlichen Gefahr durch wunderbare
Rettung entgangen.
Gleich wie schon bei Clemens II. sollte
auch der
Leichnam Viktors
im Dom seines
Eichstätter
Bistums die letzte Ruhe finden. Seine deutschen Ratgeber
veranlaßten
den Transport über die Alpen. In Ravenna wurde der Körper
geraubt
und vor den Mauern der Stadt in der Kirche der heiligen Maria
beigesetzt.
Rückblickend sei nochmals hervorgehoben,
dass Viktor
II. der politischste deutsche Papst war. Schon als Bischof
von
Eichstätt trat er als Kenner der Realpolitik hervor. Unter anderem
leitete er eine Zeitlang anstelle des Sohnes Kaiser
HEINRICHS das Herzogtum
Bayern. Er blieb als Papst ein
Vermittler
zwischen der geistlichen und weltlichen Macht. Hierin erwies er sich
als
Friedenssucher. Als solcher unterbrach er nicht die eingeleitete Reform
Leos,
ließ dessen Mitarbeiter weiterhin in diesem Anliegen wirksam
sein,
wenn ihm selbst daran auch nicht vorrangig gelegen haben mag.
Literatur:
-----------
Cawthorne Nigel: Das Sexleben der
Päpste. Die Skandalchronik des Vatikans. Benedikt Taschen Verlag
1999 Seite 98 - Gewin
Dr. J.P.J.: HERKUNFT
UND GESCHICHTE
FÜHRENDER BAYERISCH-ÖSTERREICHISCHER
GESCHLECHTER IM HOCHMITTELALTER
Seite 159 - Goez Elke:
Beatrix von Canossa und Tuszien.
Eine Untersuchung zur Geschichte des 11. Jahrhunderts, Jan Thorbecke
Verlag Sigmaringen 1995 Seite 10,24-26,46,131,141,143,148-153,179,198
- Golinello, Paolo: Mathilde und der Gang nach Canossa, Artemis
und Winkler Düsseldorf 1998 Seite 121,123,162 - SCHWABEN
UND ITALIEN IM HOCHMITTELALTER. Vorträge und Forschungen Band LII
Jan Thorbecke Verlag Stuttgart 2001 Seite 145 - www.wikipedia.de -