Sohn des Grafen Ernst I. von
Tonna
Hans Patze/Walter Schlesinger: Seite 189
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"Geschichte Thüringens"
Ernst I. hat vermutlich
von Erzbischof Arnold von Mainz die Burg Gleichen zu Lehen erhalten,
denn 1162 bezeichnete sich Erwin II. nach
dieser Burg.
Ernsts II.
Bruder Erwin II. scheint zwischen
Erzbischof Konrad und dem Kaiser eine Mittelstellung bezogen zu haben.
Nach der Absetzung Konrads im Jahre 1165, erscheint er neben dem Bild des
Kaisers und der Kaiserin auf einer Münze, die wohl in Erfurt geprägt
worden ist. Erwin II. schloß
sich dem von BARBAROSSA eingesetzten
Erzbischof Christian an. 1170 erscheint er als Vogt des Klosters Hersfeld
in der Nähe von Ohrdruf. Der Abt von Hersfeld hatte in dem an die
Hersfelder Propstei Ohrdruf angrenzenden Forst - zweifellos unter Mitwirkung
Erwins II. - 4 Dörfer gegründet,
deren Bewohner dem Vogt Abgaben leisten mußten. Der Vogt besaß
die Blutgerichstbarkeit und empfing das Richterdrittel. Außerdem
wurde er mit 30 Hufen Wald belehnt. Um 1170 prägte Erwin
II. einen Reiterbrakteaten, welcher eine Münze Landgraf
Ludwigs III. nachahmt. Ob diese Münzprägung mit oder ohne Erlaubnis
des Landgrafen erfolgte, ist nicht zu entscheiden. Als Erzbischof Konrad
1183, nach dem Ende des Schismas auf Grund des Vertrages von Venedig, auf
den Stuhl von Mainz zurückkehrte, trat Erwin
II. zu ihm über. Er war an den Schlichtungsverhandlungen
beteiligt, die 1184 im erzbischöflichen Hof in Erfurt zwischen den
Parteigängern des Erzbischofs und dem Landgrafen stattfanden und mit
einem furchtbaren Unglück endeten. Erwin
II. verließ bis zu seinem Tode, der wahrscheinlich ins
Jahr 1193 fiel, die Partei des Erzbischofs nicht mehr.
Kinder:
Ernst III.
- nach 1246
Lambert II.
-
1227