Jüngerer Sohn des
Dux Ekbert und der Ida
Lexikon des Mittelalters: Band VIII Spalte 2049
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Warin von Corvey, Abt von Corvey
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+ 20. September 856
Durch seine Eltern, Graf Ekbert I. und die heilige Ida von Herzfeld, sächsisch-fränkischen Adel entstammend, verzichtete Warin auf eine ihm zugedachte Hofkarriere und wurde Mönch in Corbie. Die ihm gewidmeten Schriften "De corpore et sanguine Domini" und "de fide, spe et caritate" seines Lehrers Paschasius Radbertus bezeugen ihn zunächst als Lehrer, dann als Abt in Corvey. Aufgrund seiner loyalen Gesinnung gegenüber LUDWIG DEM FROMMEN erlangte Warin 833 die kaiserliche Anerkennung seiner nach 831 erfolgten Abtswahl und beförderte damit die Loslösung des Klosters von der Mutterabtei. 836 veranlaßte und begleitete Warin die Übertragung der Reliquien des Heiligen Vitus nach Corvey, die Hilduin von St. Denis, seit seinem Exil 830/31 mit Warin verbunden, für ihn erwirkt hatte.
Quellen:
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Translatio Sancti Viti Martyris, ed. I. Schmale-Ott, 1979 - Translatio
Sanctae Pusinnaae, MGH SS II, 681-683
Literatur:
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LThK X, 957 - K.-H. Krüger, Zur Nachfolgeregelung von 825 in den
Kl. Corbie und Corvey (Tradition als hist. Kraft, hg. N. Kamp-J. Wollasch,
1982), 181-196 - B. Kasten, Adalhard v. Corbie, 1986 - Der Liber Vitae
der Abtei Corvey, hg. K. Schmid-J. Wollasch, 2 Bde, 1991.
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Warin wurde am Hofe LUDWIGS
DES FROMMEN erzogen. Er könnte vor seinem Klostereintritt
verheiratet gewesen sein und der nepos Bovo
I. wäre dann sein Enkel. Er wurde Mönch im Kloster Corvey
und wurde schon 826 zum Abt gewählt.