Pietro Colonna                                Kardinal
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um 1260-7.1.1326
               Avignon
 

Sohn des Giovanni Colonna (+ 1292) aus der Linie der Colonna von Palestrina
 

Lexikon des Mittelalters: Band III Seite 57
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Colonna, Pietro, aus der Linie der Colonna von Palestrina
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     + 7. Januar 1326
      Avignon

Sohn des Giovanni (+ 1292)

Seit dem 16. Mai 1288 Kardinaldiakon von S. Eustachio, am 10. Mai 1297 der Kardinalswürde enthoben, am 14./15. Dezember 1305 ohne Titulus wieder eingesetzt, am 2. März 1317 zum Kardinaldiakon von S. Angelo in Pescheria ernannt. 1296 war Pietro Colonna Rektor und Podesta von Ninfa. Seine kirchenpolitische Aktivität ist eng mit derjenigen seines Onkels Giacomo (+ 1318) verbunden, dessen Geschick im Kampf mit Bonifatius VIII. er teilte, sowohl im Hinblick auf die Degradierung wie auch die spätere Wiedereinsetzung. In der Folgezeit erhielt er von Papst Clemens V., der ihm anscheinend große Macht in der Kurie übertragen hatte, zahlreiche Benefizien und vermochte sich auch die Gunst des französischen Herrscherhauses zu sichern. Im Unterschied zu seinem Onkel bemühte er sich mit großen Engagement, die COLONNA-Güter auf juridischem Wege zurückzugewinnen: der äußerst verwickelte Prozeß um die COLONNA-Güter wurde zur Zeit der letzten Sitzungen des Konzils von Vienne vor den Papst getragen. Pietro Colonna war Zeuige im Prozeß gegen Bonifatius und in dem Kanonisationsverfahren von Coelestin V. Beim Konzil von Vienne wirkte er für die Reform des Klerus. Zusammen mit seiner Familie wurde er auch von Johannes XXII. begünstigt, der seiner Kardinalswürde erneut einen Titulus verlieh.