Philipp V.                                                 Herr von Bolanden-Hohenfels (1220-1277)
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    - um 1277
 

Sohn des Herrn Philipp III. von Bolanden-Hohenfels
 

Bosl Karl: Seite 271
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"Die Reichsministerialität der Salier und Staufer"

Werner IV. steht mit seinem Sohn, dem Schenken Werner, seit 1249 auf der Seite des Gegenkönigs WILHELM von Holland, zu dem seit 1255 auch Philipp von Falkenstein und Philipp von Hohenfels (hoch über Imsbach und westlich von Donnersberg) stoßen. Letzterer, den wir schon von 1220-1277 nachweisen, der Sohn Philipps III. von Bolanden, gehört zu den starken Persönlichkeiten des Hauses, die lange eine angesehene Stellung im Reichslehen einnahmen. Vielleicht schon 1242 war er Prokurator am Mittelrhein. Sicher hat ihn König RICHARD dieses mit militärischen, administrativen und richterlichen Befugnissen ausgestattete Amt mit Wesel und Boppard 1258 übertragen, in dem er 1248 zuerst und 1249 nachweisbar ist, wobei er auch den Hofamtstitel des imperialis aulae camerarius trägt. 1242 bis 1244 spielte Philipp, der 1250 den Titel "officialis Boppardiensis" trägt, in den Kämpfen um Castel zwischen KONARD IV. und dem anti-staufischen Mainzer Metropolitan eine führende militärische Rolle, die bereits damals mit seinem Amt als Statthalter zusammenhängen kann. 1249 und 1250 verteidigte er für die STAUFER das als Reichsgutmittelpunkt wichtige Boppard gegen WILHELM von Holland, der ihm aus Rache dafür hohenfelsische Dörfer verwüstete. Philipp von Hohenfels war vor allem bemüht, wichtige Rheinzölle in seine Hand zu bringen, auch errichtete er selbst Raubzölle zu seinen Gunsten und nützte seine Stellung unter König RICHARD besonders zu großen Bedrückungen der Besitzungen der Mainzer Stifter und Abteien aus, von denen er Steuern erpreßte. 1254 hatte er sich mit seinem Vetter Philipp von Falkenstein, mit dem er manches gemeinsam hat, als Vermittler an den Vorbereitungen zur Gründung des rheinischen Städtebundes beteiligt und war ihm auch beigetreten.