Bitti com
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    -8.8.868 oder 874
 

Sohn des N.N.
 

Althoff Gerd: Seite 410
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"Adels- und Königsfamilien im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung"

                                              G 102

Lü.  8.8.  Bitti com

Wedekind, Noten 1, S. 187 identifiziert diesen Eintrag mit Buthue, der nach dem Bericht Helmholds (I, 26) um 1071 in Plön erschlagen wurde; vgl. dagegen schon Bork, Billunger Seite 176, Anm. 3.
Da im Codex Ambrosianus M 12 supp. zum 7.8. ebenfalls der gleiche Bitti erscheint, der damit dem 9. Jahrhundert zuzurechnen ist, geht der Vorschlag Wedekinds fehl.
Zu den necrologischen Notizen im Cod. Ambr. vgl. Prinz, Der Karolingische Kalender der Handschrift Ambros. M 12 sup, S. 297.
Bitti gehört zu den ältesten Personen, die ins Lüneburger Necrolog aufgenommen wurden.
Zu diesen Spuren von den Anfängen des billungischen Gebetsgedenkens siehe ausführlich oben Seite 71.



Bork Ruth: Seite 176
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"Die Billunger. Mit Beiträgen zur Geschichte des deutsch-wendischen Grenzraumes im 10. und 11. Jahrhundert."

Im Necrolog S. Mich. Lun. Wedekind Not. III, 57 findet sich unter dem 8. August der Vermerk "Bitti comes et Godeschalci 1 (sic.)", worin Wedekind und ihm folgend auch die spätere Forschung den Namen Buthues zu erkenenn meinte (Wedekind Not. I, 187 f.) eine Abwandlung, die uns aber sonst nirgends begegnet. Über die Wahrscheinlichkeit dieser Annahme mag man daher streiten können. Man wird deshalb von der Verwertung dieses Datums besser absehen.

Althoff, Gerd: Seite 67,71
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"Adels- und Königsfamilien im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung"

Von den Laien ließ sich nur eine Person sicher dem 9. Jahrhundert zuweisen. Der am 8. August im Necrolog genannte Bitti comes ist wohl mit dem am 7. August in ein Kalendar des Abtes Hartbert von Lobbes eingetragenen Bitti gleichzusetzen. Das Kalendar führte der Abt von Lobbes in seinem sächsischen Exil, er hielt sich unter anderem in Corvey auf. Da er den Todesnachrichten die Angaben des Wochentages, an dem die Personen verstarben, hinzufügte, läßt sich ermitteln, daß der Graf Bitti höchstwahrscheinlich 868 oder 874, in jedem Falle aber im 9. Jahrhundert verstarb [250 Vgl. Prinz, Der karolingische Kalender, Seite 297.]. Weitere Aussagen zu seiner Person sind nicht mglich, da er sonst bisher nicht nachgewiesen werden kann.
Die Verwandtengruppe übergab also ihre für den geistlichen Stand bestimmten Söhne zunächst dem Corveyer Konvent. Vor diesem Hintergrund ist der Eintrag Bitti comes ins Lüneburger Necrolog, dessen ja auch in Corvey gedacht wurde, von höchstem Interesse, zeigt er doch, daß Beziehungen zwischen dem Corveyer Konvent und den Vorfahren der BILLUNGER bereits im 9. Jahrhundert nicht unwahrscheinlich sind.
 
 
 
 

Literatur:
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Althoff, Gerd: Adels- und Königsfamilien im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung. Wilhelm Fink Verlag München 1984 Seite 67,71,410 - Bork Ruth: Die Billunger. Mit Beiträgen zur Geschichte des deutsch-wendischen Grenzraumes im 10. und 11. Jahrhundert. Dissertation Greifswald 1951 Seite 176, Anm. 3 -