Einziger Sohn des Herzogs
Ordulf von Sachsen aus seiner 2. Ehe mit der Gertrud
von Haldensleben, Tochter von Graf Konrad
Althoff Gerd: Seite 380
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"Adels- und Königsfamilien im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung"
H 23
Lü: 15.7. Bernhardus puer frater M. ducis Bruder Magnus Billung
Bernhard war der Sohn
Ordulfs
(H 7) aus dessen zweiter Ehe mit Gertrud, einer Tochter des
Grafen Konrad von Haldensleben.
Er starb jung nach einem Sturz vom Pferd.
Im Möllenbecker Necrolog findet sich zum 15.7.
der Eintrag: Bernhardus comes.
Bernhards Todesjahr
ist unbekannt; vgl. Bork, Billunger, S. 161 mit Anm. 6.
237.
We willet hir nu rekenen, we sine alderen weren. En edele vorste, de was geheten Ezerd, gewan enen Diteriken; Dideric gewan Bernarde, de was vader Bennen; Benne gewan Diderike, den hertogen unde marcgreven, de was vader Bernardes; de wan marcgreven Bernarde; dese gewan marcgreven Willehelme unde greven Conrade unde ene dochter Odam unde enen Otten, des muder was van *Ruzen. De marcgreve Willehelm ne hadde nene kindere, he ward geslagen van den Weneden, unde mit eme twe greven Dideric van Katelenburch unde Bernard van Domenesleve. Dese Bernard was aldervader twier brodere; de ene het Bernard, de was dyaken unde monic, unde enes Alverikes. Greve Conrad gewan ene Gertrude, de nam to wive Frideric van Beieren van Vorenbach unde gewan van ere Hadewige; diu nam greven Geveharde van Suplingeburch; de gewan greven Ludere ere Lotharium; darna ward he hertoge, to jungest ward he keisere. Darna worden se wrocht an deme senede to alverstat, dat se sibbe weren. Dat dede marcgreve Frideric, de was broder bischop Albrechtes van Bremen. Aldar versworen se sic beide. Darna nicht lange tit wolde siu riden mit erer muder; uppe deme wege so grep se greve Gevehard mit gewalt unde wan se aver to wive unde ne achtede nicht der ede noch des bannes, de ene ben de ander bischop Burchard van Halverstat. Also ward he vermensamet unde verlos darna sin lif jamerlike. He ward geslagen bi der Unstrote bi Hamburch. Na sime dode nam diu selve Hadewig hertogen Diderike van deme Westerlande; bi deme gewan siu hertogen Symonne unde twe dochtere; de andere nam greve Florencius van Hollant, de het Gerdrut; diu ander het Oda, diu nam greven Segeharde van Beieren. Willehelmis suster unde Conrades, Oda, nam greven Cristine; ere suster het Alverad van Badeslove. Gerdruth, Hadewige muder, na eres ersten mannes dode nam hertogen Ordolve van Luneburch; bi deme gewan siu Bernarde, de vel van enem perede unde starf untitlikes dodes. Greve Luder unde hertoge, greven Gevehardes sone, nam greven Heinrikes dochter des Vetten unde der grevinne Gerdrude, diu het Rikeza, unde gewan bi eme ene dochter Gerdrude, diu nam hertogen Heinrike *van Beieren, hertogen Welphes broder, unde gewan van ime hertogen Heinrike den Lewen.
Bork Ruth: Seite 161
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"Die Billunger. Mit Beiträgen zur Geschichte des
deutsch-wendischen Grenzraumes im 10. und 11. Jahrhundert."
Wulfhild
kann aber die 50 Jahresgrenze nicht erreicht haben, da Ordulf,
der im Jahre 1072 starb, noch eine zweite Ehe einging mit Gertrud,
einer Tochter des Grafen Konrad von Haldensleben [5 Konrad war
der Sohn des Markgrafen Bernhard II. von der Nordmark; eine ausführliche
Genealogie dieses Hauses gibt die Sächsische Weltchronik c. 237, MG.
Dt. Chron. II, 199; Stammtafeln bei G. W. von Raumer, Historische Charten
und Stammtafeln zu den Reg. hist. Brandenburg I, Nr. III., und Bernhardi,
Lothar von Supplinburg Seite 814.], die ihm einen Sohn namens Bernhard
schenkte, der aber durch einen Sturz vom Pferde vorzeitig ums
Leben kam [6 Sächsische Weltchronik c. 237, MG. Dt. Chron.
II, 199: Gerdruth, Hadewigs muder, na eres ersten mannes dode nam
hertogen Ordolve von Luniburch, bi deme gewan siu Bernharde,
de vel van enem perede unde starf untillikes dodes." Im Necrolog St. Michael
Lüneburg, Wedekind, Not. III, 52 ist der Tod Bernhards unter
dem 15. Juli angezeigt, und zwar heißt es "Bernhardus
puer frater M. ducis." Im Möllenbecker Totenbuch (Schannat, I,
140) steht nur "Bernhardus comes".].
Literatur:
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Althoff Gerd: Adels- und Königsfamilien im
Spiegel ihrer Memorialüberlieferung. Studien zum Totengedenken der
Billunger und Ottonen. Wilhelm Fink Verlag München 1984, Seite 380
H 23 -
Bork Ruth: Die Billunger. Mit Beiträgen zur
Geschichte des deutsch-wendischen Grenzraumes im 10. und 11. Jahrhundert.
Dissertation Greifswald 1951 Seite 161 - Sächsische Weltchronik
cap. 237 -
Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln
Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998
Tafel 11 -