Älteste Tochter und Miterbin des Herzogs Hermann
II. von Schwaben und der Gerberga von Burgund,
Tochter von König Konrad
Glocker Winfrid: VII, 37; VIII, 173; Seite 322,350
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"Die Verwandten der Ottonen und ihre Bedeutung in der
Politik"
VII, 37 Mathilde
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* c 988, + 1031/32 im VII
c 1002
1. oo Konrad I. Herzog von Kärnten
+ 1011 XII 12
c 1034
2. oo Friedrich II. seit 1019 Herzog von Ober-Lothringen
+ 1026/27 am V 13
c 1026/27
3. oo Eisiko, Graf von Ballenstedt, Graf im Schwabengau
und im Gau Serimunt
+ 1059/60
Älteste Tochter des Herzogs Hermann II. von Schwaben und der Gerberga von Burgund, Tochter von König Konrad
Mathilde ist als Tochter
der Gerberga
in Constantins Vita Adalberonis
c. 17, SS IV 664 - Bericht über die Diedenhofener Synode 1003, bei
der König HEINRICH II. Vorwürfe
gegen Herzog Konrad I. von Kärnten und Mathilde,
die in einer Verwandtenehe lebten, erhob -, sowie durch den Brief Abt Siegfrieds
von Gorze an Abt Poppo von Stablo betreffs der Heirat Kaiser
HEINRICHS III. mit Agnes von Poitou
(gedruckt bei Giesebrecht, Kaiserzeit Bd. 2, S. 714-718) und
in der Stammtafel des Codex Steinfeldensis (gedruckt: SS III 215) bezeugt.
Mathilde stammte,
wie aus der Nachricht Thietmars V c. 12, S. 234, hervorgeht, wo
Mathildes Ehemann Herzog Konrad
als Schwiegersohn Herzog Hermanns II. bezeichnet ist, aus der
Ehe Gerbergas mit dem schwäbischen
Herzog; dies ist auch in einem Widmungsbrief bezeugt, den
Mathilde
in den Anfangsjahren
der Regierungszeit König KONRADS II.
an den polnischen König Mieszko
richtete (gedruckt bei Giesebrecht, Kaiserzeit Bd. 2, S 699; vgl. dazu
Bresslau, Jbb. Konrad II. Bd. 1, S. 247 ff., und Leidinger, Untersuchungen
S. 59).
Die altersmäßige Einreihung Mathildes
als
älteste Tochter der Gerberga und Herzog Hermanns II. von
Schwaben ergibt sich mit Leidinger, Untersuchungen S. 51, Anm. 70,
aus ihrer Stellung in der Stammtafel des Codex Steinfeldensis. Die ungefähre
Geburtszeit ist aus derjenigen von Mathildes
ältestem Sohn Konrad dem Jüngeren (* c 1003) erschlossen. Die
ungefähre Todeszeit hat Leidinger, Untersuchungen S. 54, ermittelt.
Aus der Anklage König HEINRICHS
auf der Diedenhofener Synode wissen wir auch von der Existenz der 1. Ehe
Mathildes;
vgl. dazu Hirsch Bd. 1, S. 243-247. Über die 2. Vermählung unterrichtet
uns Wipo in den Gesta Chuonradi c. 19, S. 39; vgl. dazu Bresslau, Jbb.
Konrad II. Bd. 2, S. 72 f. (der freilich noch von einem irrigen Sterbezeitpunkt
für
Herzog
Friedrich II. von Ober-Lothringen ausgeht; vgl. VII, 55). Die 3.
Heirat mit Eisiko von Ballenstedt hat uns der Annalista Saxo a.
1026 und a. 1030, SS VI 676 und 678, überliefert; wie Leidinger, Untersuchungen
S. 55 ff., gezeigt hat, ist die beim Annalista als Gattin Eisikos genannte
Mathilde mit der Witwe Herzog
Friedrichs II. von Ober-Lothringen des gleichen Namens zu identifizieren.
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Ihre 1. Ehe wurde 1003 auf einer Versammlung in Diedenhofen
von König HEINRICH II. als unkanonische
Nahehe gebranntmarkt, obwohl die Ehegatten nur im 8. Verwandtschaftsgrad
(4:4) miteinander verwandt waren. Mathilde
verheiratete sich nach dem Tode ihres ersten Gemahls mit Herzog
Friedrich II. von Ober-Lothringen erneut und ist mit diesem in
einem großen Gedenkeintrag, dessen Zusage mit einer ansehnlichen
Besitzgabe verbunden gewesen sein könnte, im Reichenauer Liber memorialis
anzutreffen. Eventuell hatte sie bei dieser Gelegenheit ihren Erbanspruch
am Schluchseegebiet an die Reichenau vermacht.
Mathilde hatte 1025/26 König
Mieszko von Polen ein kostbares liturgisches Buch übersandt
mit einem wirklich bemerkenswerten Widmungsschreiben. Sie, die Schwester
der
Kaiserin Gisela, pries darin geradezu
überschwenglich die Würde des Polenkönigs, seine Verdienste,
seine Tugenden, seine Gerechtigkeit und Fürsorge für die Armen,
nannte ihn Kämpfer Christi auf Erden und "den unbesiegbaren König,
dem die Bestimmungen des allmächtigen Gottes das königliche Diadem
verliehen habe", und sie wünschte ihm "glücklichen Triumph über
alle Feinde". Dieser Brief an den Gegner KONRADS
II. und - vom salischen Herrscher
aus gesehen - an den Feind der "Reichsrechte" stellte gut vor Augen, dass
sich die Opposition im Innern des Reiches in einer ähnlichen Lage
befand wie der Polenkönig und dass man daher zusammenfand. Mieszko
erschien als der "gerechte König". Die Herrschaftsweise und den Autoritätsstil
KONRADS
II. empfand man demzufolge als "ungerecht". Mathildes
Äußerungen muß man hoch bewerten, denn sie war in diesen
Jahren als Mutter des jüngeren Konrad und als Gemahlin Herzog
Friedrichs II. von Ober-Lothringen das Verbindungsglied in der
Opposition und spielte zweifellos eine ganz zentrale Rolle, wie ein Gedenkbucheintrag
dieser Gruppe im Kloster Reichenau aus dieser Zeit erkennen läßt.
Mathilde selbst war
zum letzten Mal am 29. März 1030 (Osterhoftag) am Königshof in
Ingelheim bezeugt.
um 1002
1. oo Konrad I. Herzog von Kärnten
um 975-12.12.1011
um 1014
2. oo Friedrich II. Herzog von Ober-Lothringen
um 995 -13.5.1026/27
um 1026/27
3. oo Esiko Graf von Ballenstedt
- um 1059/60
Kinder:
1. Ehe
Konrad II. der Jüngere Herzog von Kärnten
um 1003-20.7.1039
Bruno Bischof von Würzburg (1034-1045)
um 1004-27.5.1045
Tochter
-
oo Hezelin Graf im Bonngau (Bruder Ezzos)
- nach 1033
Wolfram ?
-
2. Ehe
Friedrich III.
um 1012/15-18./20.5.1033
Sophia
ca 1020/25- 1092
vor 1034
oo Ludwig Graf von Mömpelgard
- nach 1070
Beatrix
ca 1020/25-18.4.1076
1036/40
1. oo Bonifaz Markgraf von Tuszien-Canossa
-6.5.1052
1054
2. oo 2. Gottfried II. der Bärtige Herzog
von Nieder-Lothringen
-21.12.1069
3. Ehe
Adalbert
ca 1030- um 1080
oo 1. Adelheid von Weimar-Orlamünde, Tochter
des Grafen Otto
-28.3.1100
Adelheid
ca 1030-
oo Thiemo Edler von Schraplau
-
Literatur:
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