Sohn des Grafen
Adalolf von Boulogne oder Sohn des Grafen
Wilhelm von Ponthieu
(*
903, + 965)
Frans van Droogenbroeck per E-Mail:
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ARNULFUS (oder "Erniculus" in dem Chronik von Malbrancq
de Morinis) ist sehr wahrscheinlich Sohn von ADOLF von Flandern, Graf von
Ternois und Boulogne (+ 13. Nov 933), und deswegen Enkelkind von
Baldwin II von Flandern (+ 918).
Quelle = Urkunde aus 972, wo Arnulf von Boulogne bezeichnet
wird wie "nepos" (Neffe) von Graf Arnold II von Flandern (964-988).
GUERARD, Cartulaire de Saint-Bertin, 154.
Chronik von Malbrancq de Morinis: herausg. BRASSART,
Souvenirs de la Flandre wallonne, 2.Serie, XV, S.11.
Brandenburg Erich: Tafel 5 Seite 10
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"Die Nachkommen Karls des Großen"
VIII. 39. ARDOLF, Graf von Guines
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* nachgeboren 966, + nach 996
Gemahlin:
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Mathilde, Tochter des Grafen Erniculus von Boulogne (?)
Anmerkungen: Seite 127
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VIII. 39. ARDOLF
Lambert von Ardres S. S. 24, 509.
Der Vater seiner Gemahlin Erniculus, Graf Boulogne,
war nach Lambert ein Sohn des Grafen Wilhelm von Ponthieu, was Vanderkindere
I, 83 bezweifelt. Er identifiziert ihm mit dem 972 31. I. urkundlich erscheinenden
Grafen
Arnulf von Boulogne, dem Neffen Arnulfs
I. von Flandern (siehe VII 47). In diesem Fall hätte aber
Ardolf unmöglich die ihm sehr nahe verwandte Tochter dieses Grafen
heiraten können. [VIII 59 ]
Der jüngere, Adalulf, erhielt, natürlich
der Markgrafschaft untergeordnet, jene Grafschaft, welche die Gebiete von
Boulogne, St. Pol, Guines, Therouenne und des Klosters des heiligen Bertin
umfaßte, oder den pagus Arkensis.
Doch wurde der Teil Flanderns, welchen vorher Adalulf
erhalten
hatte, und welcher nach dessen Tode wohl von Arnulf nicht wieder
verliehen worden war, mit Ausnahme der Grafschaft Guines, von dem
Könige
Lothar an einen französischen Grafen (comes Pontacensis)
Wilhelm
gegeben; auch machten bei dieser Gelegenheit die Mönche des heiligen
Bertins ihr Recht auf Calais geltend; doch blieb diese Seestadt wegen ihrer
militärischen Wichtigkeit in weltlichen Händen und wurde nebst
der Grafschaft Guines einem anderen Lehnsmanne von Frankreich,
Adolph,
Sigfrids
Sohne,
erteilt. Die Grafen von Boulogne und Guines blieben dabei wegen dieser
Besitzungen Vasallen von Flandern [3 Später erbte der ganze
pagus Arkensis, mit Ausnahme der an Kirchen gekommenen Territorien und
der Grafschaft St. Pol, wieder zusammen, indem die Familien Wilhelms
von Boulogne und Adolphs von Guines durch eine Heirat verbunden
wurde:
Wilhelm von Boulogne
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Graf von St. Pol
Ernikulus
Sigfrid
Vogt von Therouenne Graf von Boulogne
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Rosella
Mathilde oo Adolph von Guines
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Rudolph
Eustathius
Graf von Boulogne und Guines]
Der Pagus Arkensis hatte sich 964 getrennt in die eximierten
Landschaften des Stifts von Therouenne, des Klosters des heiligen Bertin,
die Besitzungen des Gaugrafen Wilhelm, der zugleich, wie es scheint,
Vogt der Stiftsande war, und in die eximierte adelige Herrschaft, welche
eben ihres Eximiertseins wegen ebenfalls Grafschaft genannt ward, und nach
dem Hauptort Guines. Nun teilte Wilhelm seinen Gau, den er als erbliche
Lehnsherrschaft betrachtete, unter seine beiden Söhne, gab jdem von
ihnen also ebenfalls eine Landschaft, die den Charakter eximierter Territorien
trugen, und nach dem Hauptorten Grafschaften
von Boulogne und Saint
Pol genannt wurden. Durch eine Erbtochter erbten die Grafschaften
Boulogne und Guines zusammen; Saint Pol blieb separiert, und erbte etwa
hundert Jahre später (1067) durch Clementia eine Erbtochter
des Grafen Hugo von Saint Pol, an Arnulph, Herrn von Selnesse, deren
Gemahl, welcher an der Stelle des Burgfleckens Selnesse die Stadt Ardres
gründete.
oo Adelina
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Kinder:
Eustach I. Graf von Boulogne
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1049
Mathilde
-
oo Ardolf Graf von Guines
- nach 996
Literatur:
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Alvermann,
Andrea: Geschichte der Grafschaften, Ländereien & der Stadt Saint
Pol. Übersetzung aus dem Mittelfranzösischen Kapitel 7 -
Brandenburg
Erich: Die Nachkommen Karls des Großen Verlag Degener & Co Neustadt
an der Aisch 1998 Tafel Seite 10 - Leo Heinrich Dr.: Zwölf
Bücher niederländischer Geschichten. Eduard Anton Verlag Halle
1832 Seite 14,34 - Werner Karl Ferdinand: Die Nachkommen Karls des
Großen bis um das Jahr 1000 (1.-8. Generation) Band IV in: Braunfels
Wolfgang: Karl der Große Lebenswerk und Nachleben. Verlag L. Schwann
Düsseldorf Seite 470 -