Friedrich I.                                   Burggraf von Regensburg (1174-1181)
--------------                                  Graf von Riedenburg (1171-1181)
um 1125 17.7.1181  

Ältester Sohn des Burggrafen Heinrich III. von Regensburg (27.11.1174) aus dem Hause der BABONEN aus seiner 1. Ehe mit der Bertha von Österreich, Tochter von Markgraf Leopold III. dem Heiligen (15.11.1136) und der Agnes von Waiblingen
Bruder von Burggraf Heinrich IV. von Regensburg ( 4.1.1185), Äbtissin Adelheid zu Regensburg ( um 1180), Stief-Bruder von Graf Otto IV. von Riedenburg ( nach 1185), Gräfin Adelheid von Hohenburg (um 1180), Gräfin N.N. von Wertheim ( um 1190),
Neffe
vom Deutschen König KONRAD III. ( 15.2.1152)
Cousin vom Römischen Kaiser FRIEDRICH I. BARBAROSSA (
10.9.1190 ertrunken)
Enkel von
Burggraf Otto I. von Regensburg (21.10.1143) und der Adelheid von Plötzkau
Ur-Enkel vom Römischen Kaiser HEINRICH IV. (
7.8.1106)

Brandenburg Erich: Tafel 11 Seite 23
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"Die Nachkommen Karls des Großen"

XIV. 180. FRIEDRICH
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* ca. 1148,
nach 1181 1.III.

BURGGRAF von REGENSBURG ca. 1181


Schwennicke Detlev: Tafel 79
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"Europäische Stammtafeln. Neue Folge Band XVI"

FRIEDRICH I.
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17.VII.1181

1154 BURGGRAF von REGENSBURG
1171 GRAF von RIEDENBURG
1149/1181


GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE
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Wegener Dr. Wilhelm: Seite 168
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14. FRIEDRICH I.
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F. siehe 12 unter Gemahlinnen; eV.
(1149) Fridericus filius comitis Ratisponensis Fra II 11, 6 n 4
1154 (Regensburg) Fridericus comes de civitate Württ. UB 2, 78 f n 374
1159 Passau Fridericus Rat. pref. MB 28 b, 235 n 21; 1160
1160 22/9 Schwester-Sohn des Bischofs Konrad von Passau Ried 1, 232 f n 252
1171 29/1 Moosburg Landtag: comes Fridericus de Ritenburch siehe 12
1171 (Regensburg) Fridericus filius prefecti, Heinricus, Otto fratres eius nQ 8, 443 f n 903
1174 30/5 Regensburg Fridericus et Heinricus castellani Stumpf 3, 208;
c 1180 Fridericus pref. de Ritenburch RB 1, 244; IV.
1181 1/3 Nürnberg Fridericus burgrav. Rat. et frater eius OÖ UB 2, 373 n 256;
(1181) 17/7
Weltenburg: Fridericus burgravio Necr. 3, 377

Prüfening (10/7): Fridericus comes Necr. 3, 407.


Mayer Manfred: Seite 36
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"Die Burggrafen von Regensburg"

Friedrich, der älteste von den Söhnen, folgte seinem Vater in der Burggrafschaft; doch führte er schon lange vorher den Titel Burggraf und scheint auch mit Geschäften der Burggrafschaft somit bei Lebzeiten des Vaters betraut gewesen zu sein. Besonders werden ihm die österreichischen Besitzungen des Hauses zugewiesen worden sein; denn er hielt sich vom Jahre 1150-1160 vielfach in Österreich auf. In mehreren Urkunden der BABENBERGER erscheint er als Zeuge. Zu Nochlingk (Nöchling an der Isper) baute er eine Kirche, welche er reich ausstattete und die sein Oheim, der Bischof Konrad von Passau im Jahre 1160 zur Pfarre erhob; dem Kloster Prüfening schenkte er Güter in der Umgebung von Persenbeug. Im Jahre 1171 treffen wir Burggraf Friedrich in Bayern auf dem Landtag, welchen Herzog Heinrich der Löwe zu Moosburg hielt, und 1176 bei der Zusammenkunft der Herzöge von Bayern und Österreich an der Enns. Im Jahre 1178 war er wieder bei seinem Vetter, Herzog Leopold, in Wien. Öfters besuchte Burggraf Friedrich auch die Hoftage und Reichstage Kaiser FRIEDRICHS I. So war er auf dem Hoftag zu Eger im Juni 1179, wo der Grenzstreit der Herzöge von Österreich und Bayern vom Kaiser geschlichtet wurde. So auf dem Hoftag zu Augsburg im September 1179, auf dem Reichstag im Juli 1180 und auf dem Hoftag zu Nürnberg am 1. März 1181. Da Burggraf Friedrich später nicht mehr erscheint, wird er wohl bald danach, 1181 oder 1182 gestorben sein.
 
Weller Tobias: Seite 677-678
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"Die Heiratspolitik des deutschen Hochadels im 12. Jahrhundert"

Daraufhin ging Sophia eine zweite Verbindung ein. Ihr Ehepartner ist allerdings nicht zweifelsfrei zu identifizieren, denn die 'Genealogia Wettinensis' weist ihn lediglich als Angehörigen des Regensburger Burggrafen-Geschlechtes der PABONEN aus, ohne seinen Namen zu nennen. Möglicherweise handelt es sich hier um Burggraf Friedrich, den ältesten Sohn Burggraf Heinrichs III. und der babenbergischen Markgrafen-Tochter Bertha [301 So POSSE, Wettiner, Tafel 4, der allerdings Vorbehalte gegenüber dieser Identifizierung äußerte. Zu der Verbindung Burggraf Heinrichs III. mit Bertha von Österreich siehe oben Seite 363f. Vgl. ferner die in einer genealogischen Notiz aus dem Kloster Ranshofen überlieferte Nachricht (Notae gen. Bav. I, MGH SS 24, 76): Purcravius duxit uxorem e Austria, sororem ducis Heinrici; de qua genuit Fridricum et Heinricum et abbatissam Superioris Monasterii. Die Europäischen Stammtafeln NF I/1, Tafel 151, verzeichnen nur Udalrich von Böhmen als Gemahl der Sophia; ihre zweite Ehe bleibt hier unerwähnt.]. Friedrich taucht schon zu Lebzeiten seines Vaters urkundlich auf [302 Vgl. zum Beispiel die Nennung des Fridericus filius comitis Ratisponensis als Zeuge einer zwischen 1149 ud 1156 erfolgten Schenkung Heinrichs II. Jasomirgott zugunsten des Klosters Heiligenkreuz (vgl. BUB 1, No. 17,23ff.). Auch in einer auf 1171 datierten Traditionsnotiz des Klosters St. Emmeram tauchen Fridericus filius prefecti, Heinricus, Otto fratres eius als Zeugen auf (Trad. Regensburg, No. 903, 443f.).] und folgte diesem Mitte der 1170-er Jahre in der Burggrafenwürde nach. Von 1174 bis zum Frühjahr 1181 ist Burggraf Friedrich mehrfach am Kaiserhof nachweisbar [303 Vgl. DD F. I. 622 (Juni 1174, Regensb.); 782 (Juli 1179, Magdeb.); 788 (Sept. 1179, Augsb.); 798 (Juli 1180, Regensb.); 803 (März 1181, Nürnb.). Ferner begegnet Frideric purgrauio Ratisponensis in einer Urkundes des Abtes von St. Emmeram vom November 1180 (vgl. Trad. Regensburg, No. 945, 475).]. Bald danach scheint er gestorben zu sein, laut dem Weltenburger Nekrolog an einem 17. Juli [304 Necr. Weltenburg., MGH Necr. 3, 377.], jedenfalls verschwindet er aus den Quellen [305 Zur Person Burggraf Friedrichs siehe auch MAYER, Burggrafen 36f.; DERS., Regesten, No. 139-154; TYROLLER, Genealogie, Tafel 11, No. 14, 168.]. Ebenso plausibel ist allerdings die Annahme, Friedrichs Bruder Heinrich IV. sei der Gemahl der WETTINERIN gewesen [306 Für diese Identifizierung entscheidet sich Ernst EHRENFEUCHTER als Hrsg. der Gen. Wettin., MGH SS 23, 229, Anm. 48. Vgl. zur Person Burggraf Heinrichs IV. MAYER, Burggrafen 42f.; TYROLLER, Genealogie, Tafel 11, No. 15, 168f.]. Wie Friedrich, neben dem er als Urkundenzeuge in den Kaiser-Diplomen auftaucht, führt er seit 1174 den Titel eines Burggrafen von Regensburg [307 Auffälligerweise werden sie in den Herrscher-Urkunden nebeneinander als Inhaber der Burggrafenwürde genannt; vgl. DD F. I. 622.].
Offenbar haben sich beide Brüder die burggräflichen Rechte geteilt bzw. sie gemeinsam ausgeübt. Ferner begegnet Heinrich IV. in den Urkunden Heinrichs des Löwen, Herzog Leopolds V. von Österreich und des Bischofs von Regensburg. 1184 begleitete er Kaiser FRIEDRICH auf dessen sechsten Zug nach Italien, von dem er augenscheinlich nicht zurückgekehrt ist, denn nach dem November desselben Jahres verliert sich seine Spur. Die Nekrolge von Weltenburg und Klosterneuburg melden seinen Tod zum 4. Januar.
Wann Sophia starb, ist gänzlich unbekannt. Sie wird in den Quellen nie an der Seite ihres Regensburger Gemahls erwähnt und hinterließ aus ihrer zweiten Ehe auch keine Kinder, so daß die burggräfliche Linie der PABONEN mit der Generation Friedrichs und Heinrichs IV. in männlicher Linie erlosch.



  oo 2. Sophia von Meißen, Tochter des Markgarfen Otto des Reichen

  x        um 1150/55 nach1180

 

 

Literatur:
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Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen Tafel 11 Seite 23 - Mayer Manfred: Die Burggrafen von Regensburg Seite 36 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln. Neue Folge Band XVI, Bayern und Franken Tafel 79 - Wegener Dr. Wilhelm: GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE Seite 168 - Weller Tobias: Die Heiratspolitik des deutschen Hochadels im 12. Jahrhundert. Seite 677-678,696 -