Sohn des Grafen
Elli von Reinhausen
Konrad gehörte vermutlich zu den Sachsen, die im Sommer 1073 in Wormsleben beschlossen, gegen die Willkür des Königs HEINRICH IV. die Waffen zu erheben. Am 21. Januar 1085 wurde er zusammen mit seinem Bruder, dem Bischof Udo von Hildesheim, von den Sachsen angeklagt, mit dem Kaiser unterhandelt zu haben, nachdem am Tage zuvor zu Berlstädt (Percstad) in Thüringen ein vergeblicher Versuch zur Beendigung des Krieges gemacht worden war. Man warf ihnen Landesverrat vor und bei dem ausbrechenden Tumult wurden Dietrich II. von Katlenburg und sein Vetter, die die Brüder verteidigen wollten, erschlagen. Udo und Konrad flüchteten zum Kaiser nach Fritzlar und in den darauffolgenden Kämpfen fiel Konrad, tapfer an der Seite HEINRICHS IV. kämpfend.
Fenske Lutz: Seite 109,173 A. 391
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"Adelsopposition und kirchliche Reformbewegung"
Bischof
Udo von Hildesheim, dessen Bruder Graf
Konrad von Reinhausen und Graf Dietrich II. von Katlenburg wurden
bezichtigt, geheime Verhandlungen mit HEINRICH
IV. aufgenommen zu haben. Die Beschuldigten bestätigten
zwar ihre Kontakte zum Kaiser, bestritten aber, einen Parteiwechsel zu
beabsichtigen und lehnten es ab, ihren erregten Landsleuten durch die Stellung
von Geiseln Sicherheit für ihr künftiges Verhalten zu gewährleisten.
Darüber entstand ein Tumult, bei dem Dietrich von Katlenburg und ein
gleichnamiger Verwandter den Tod fanden.
Während Graf Dietrich von Anhängern der eigenen
Partei getötet wurde, flüchtete Udo
von Hildesheim gemeinsam mit seinem Bruder Konrad
an
den Hof des Kaisers, dem sie sich in Fritzlar freiwillig unterwarfen.
Vor 1079 hatten die drei Brüder Bischof
Udos von Hildesheim, Konrad,
Heinrich,
Hermann,
und ihre Schwester Mathilde
in Reinhausen südsüdöstlich von Göttingen ein kleines
Chorherrenstift gegründet. Als der Ort später im Erbgang an den
Grafen
Hermann fiel, wandelte er dieses in ein Kloster um. Frühestens
kann dies, da Bischof Reinhard von Halberstadt die Weihe vollzog, 1107
erfolgt sein.
oo N.N.
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Kinder:
Beatrix
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oo Ulrich I. Graf von Warpke
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Ulrich
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