Gertrud von Comburg                   Römisch-Deutsche Königin
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um 1095um 1130/1131

Begraben: Kloster Lorch  

Einzige Tochter und Erbin des Grafen Heinrich von Comburg (20.1.1116) aus dem Hause COMBURG-ROTHENBURG und der Geba/Gertrud von Mergentheim, Tochter von Graf Ebo
Nichte von
Bischof Emehart von Würzburg (27.2.1105), Graf Rugger von Rothenburg (nach 1098), Graf Burchard von Comburg ( 2.12.1098) und Pfalzgräfin Meregard von Schwaben (nach 1112)
Enkelin von Graf Emehart von Comburg ( nach 1054) und der Guta
 
Nach Dr. Thomas Weller gab es eine Königin Gertrud von Comburg nicht.

Lexikon des Mittelalters: Band VII Spalte 1052
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Rothenburg, Grafen von
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Andere Benennung für die Grafen von Komburg.
Nach ihrem Aussterben verlieh Kaiser HEINRICH V. 1116 ihre Besitzrechte an seinen Neffen Konrad zugleich mit der dem Bischof von Würzburg entzogenen herzoglichen Gewalt in Franken. Dabei vermutet man einen Erbgang der Komburg-rothenburgischen Güter über eine Erb-Tochter (Gertrud) an den späteren König KONRAD III., dem sie in erster Ehe vermählt gewesen sei.
H. Schwarzmaier


Schwennecke Detlev: Tafel 55

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"Europäische Stammtafeln. Neue Folge Band XII"

GERTRUD
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1130/31

 um 1115
  oo KONRAD III. VON HOHENSTAUFEN 1138 Römischer König
           
13.II.1152


Decker-Hauff Hansmartin: Band III Seite 350
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"Die Zeit der Staufer"

VII. GENERATION

37 (21) KÖNIG KONRAD III.
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* 1093, 18.2.1152

  wohl Ende 1114-Anfang 1115
  I. oo GERTRUD VON COMBURG (gekrönt 1128?)
         * um 1095, um 1130/31

Begraben: Kloster Lorch

Erb-Tochter des Grafen Heinrich von Comburg und Rothenburg  (um 1062/65 1116) und der Gräfin Geba/Gertrud von Mergentheim, nach 1116 Nonne (in Klein-Comburg), Tochter von Graf Ebo von Mergentheim

Die Zugehörigkeit der ersten Ehefrau König KONRADS III. zum Hause COMBURG hat als erster Wolfgang Seiffer erkannt.

Kinder erster Ehe:
55 (N/Agnes)
56 (Bertha)
57 (Gertrud)
und wohl weitere Kinder


Schwennicke Detlev: Tafel 14
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

KONRAD III.
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* 1093, Bamberg 15. II 1052

Begraben: Bamberg Dom

1116/20 HERZOG VON FRANKEN
1127/35 GEGEN-KÖNIG
Koblenz 7. III 1138 gewählt
Aachen 13. III 1138 gekrönt KÖNIG

   um 1115
  I. oo GERTRUD VON KOMBURG
               1130/31

Begraben: Kloster Lorsch

Tochter von Heinrich Graf von Rothenburg


Höflinger Klaus: Seite 262
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"König Konrad III. (1138-1152)", in: Mittelalterliche Herrscher in Lebensbildern

KÖNIG KONRAD III.
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* 1093
15.2.1152 in Bamberg

Grabstätte: Dom zu Bamberg (Ostkrypta)

Vater: Friedrich (I.) von Staufen, Herzog von Schwaben (seit 1079), Sohn Friedrichs von Büren ( nach 1053) und der Hildegard von Bar-Mousson ( 1094), deren Großmutter Hildegard Gräfin von Egisheim, Schwester Papst Leos IX. war.
* um 1047/48
1105 (vor 21.7.)

Grabstätte: Benediktinerabtei Lorch

Mutter: Agnes, Tochter Kaiser HEINRICHS IV. ( 1106) und Berthas von Savoyen ( 1087)
* Sommer 1072/Anfang 1073
24.9.1143 in Österreich

Grabstätte: Augustinerchorherrenstift Klosterneuburg (bei Wien)
Sie war in zweiter Ehe (1106) mit Markgraf Leopold III. (dem Heiligen) von Österreich verheiratet. Ihre staufischen Kinder aus erster und ihre babenbergischen aus zweiter Ehe waren demnach Halb-Geschwister - die Voraussetzung für die enge Zusammenarbeit der STAUFER und BABENBERGER, die sich anfangs geradezu als Mitglieder eines einzigen Hauses empfanden.

  o um 1109/10 Konkubinat mit
     GERBERGA, vornehme Dame (verwandt mit PREMYSLIDEN und BABENBERGERN?)
     * um 1092, nach 1120, vor 1144 (1166)

   wohl Ende 1114/Anfang 1115
  1. oo GERTRUD VON COMBURG
           * um 1095, um 1130/31

Grabstätte: Benediktinerabtei Lorch

Eltern: Heinrich, Graf von Comburg und Rothenburg ( 1116), und Geba/Gertrud, Tochter des Grafen Ebo von Mergentheim


Schnith Karl Rudolf: Seite 265
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"Mittelalterliche Herrscher in Lebensbildern. Von den Karolingern zu den Staufern."

Neben diesen Amtsbefugnissen verfügte KONRAD nach seiner Heirat mit Gertrud von Rothenburg-Comburg über Grafschaftsrechte um Rothenburg und Schwäbisch Hall, die Vogtei über Kloster Comburg und das Stift St. Gumbert in Ansbach sowie Allodialgüter in Ost-Franken. 

Weller Tobias: Seite 212-214,224,226
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"Die Heiratspolitik des deutschen Hochadels im 12. Jahrhundert."

Eine Lösung dieser Merkwürdigkeiten ergebe sich daraus, daß KONRAD vor der Vermählung mit Gertrud von Sulzbach schon einmal verheiratet gewesen sei, und zwar mit einer Komburger Grafen-Tochter, die ebenfalls Gertrud geheißen habe. Als Indiz für diese These dient DECKER-HAUFF der Umstand, daß der STAUFER-König wenige Monate nach seiner Wahl im August 1138 einen Schutzbrief für das Kloster Komburg ausstellte, indem er erklärte, die Grafschaft im Kochergau schon vor seiner Königserhebung besessen zu haben [89 Siehe unten Anm. 107.] Da es sich bei diesem Besitz um Allodialgut handele, müsse man davon ausgehen, daß KONRAD mit einer Tochter des letzten Grafen von Komburg verheiratet gewesen sei und die Komburger Güter samt der Vogtei des Klosters über den Erbgang an ihn gekommen seien. Die Eheschließung habe wohl noch um 1114/15, vor dem Tod des Brautvaters, stattgefunden; der Tod Gertruds von Komburg müsse vor der Heirat KONRADS mit Gertrud von Sulzbach, mithin um 1130/31, angesetzt werden [90 Vgl. DECKER-HAUFF, Haus, No. 37, 350; DERS., Konrad III. 7f.; siehe auch schon SEIFFER, Jakob Spindler 140 Anm. 3.].
Diese Thesen DECKER-HAUFFS sind in der Forschung häufig bedenkenlos rezipiert worden [91 Vgl. zum Beispiel SCHMIDT, Königswahl 41f.; HÖFLINGER, Konrad III. 40; STÖRMER, Strukturelemente 283; MAURER, Komburg 257f.; STANGL, Klosterstiftung 10, Friedrich HAUSMANN: Konrad III., in: NDB 12 (1980) 496-499 (hier 486f.).]. Dennoch können diese Argumente einer eingehenden Kritik nicht standhalten. Zunächst einmal fällt stark ins Gewicht, daß keine auch nur einigermaßen zeitnahe Quelle einen Hinwies auf eine eheliche Verbindung KONRADS III. vor seiner Heirat mit der Sulzbacher Grafen-Tochter gibt [92 Vgl. insbesondere SEIFFER, Jakob Spindler 140, Anm. 3, der seine Überlegungen mit der Bemerkung relativiert: "Freilich wäre es verwunderlich, daß sich in zeitgenössischen und späteren Quellen nirgends ein Hinweis erhalten haben sollte."]. Zumindest bei Otto von Freising sollte man erwarten, daß er dies wenigstens am Rande erwähnt hätte. Demgegenüber will es eigentlich nichts bedeuten, wenn Jakob Spindler behauptete, das Grab der Gemahlin KONRADS befinde sich in Lorch. Er verlegt auch die Grabstätte von KONRADS Mutter Agnes nach Lorch [93 Vgl. SEIFFER, Jakob Spindler 103.], obgleich sie unzweifelhaft in Klosterneuburg beigesetzt wurde. Offensichtlich saß er hier Fehlinformationen der Lorcher Klostertradition auf. Sowohl die lateinische, in leonischen Hexametern abgefaßte Stiftertafel, die über dem Stiftergrab abgebracht war, als auch ein Verzeichnis der in der Klosterkirche bestatteten Angehörigen der Stifter-Familie (beide Quellen stammen aus dem 15. Jh. überliefern die falsche Angabe, daß Agnes neben Herzog Friedrich I. beigesetzt worden sei und daß auch Gertrud, die Gemahlin König KONRADS, in Lorch begraben liege. Die Tafelinschrift spricht wörtlich von der Gerdrut regina, Conradi regis amicia, / Illic cum nato Heinrico iacet cinerato. Ohne Zweifel ist hier Gertrud von Sulzbach gemeint, denn nur auf sie - und nicht auf die postulierte Gertrud von Komburg - kann sich der natus Heinricus, nämlich HEINRICH (VI.), beziehen. Ihr Grab befand sich eben nicht in Lorch, sondern in Ebrach.
Wie die vorangegangenen Ausführungen zeigen, können die von Hansmartin DECKER-HAUFF erschlossenen Verbindungen KONRADS III. und Pfalzgraf Konrad mit einer Komburger bzw. Sponheimer Grafen-Tochter ebensowenig einer Prüfung standhalten wie die Zugehörigkeit der acht von ihm ermittelten Kinder Herzog Friedrichs I. zur STAUFER-Familie.

   

 


1114/15
  oo 1. KONRAD III. König des Deutschen Reiches
          109315.2.1152
 
 
 
 

Kinder:

  Agnes
       1151

1129/30
  oo Isjaslaw II. Großfürst von Kiew
      1101/02 13.11.1154

  Bertha
       1148/53

 1131/34
  oo Hermann III. Markgraf von Baden
           16.1.1160

  Gertrud
      
 
 
 
 

Literatur:
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Bernhardi, Wilhelm: Jahrbücher der Deutschen Geschichte Konrad III., Verlag von Duncker & Humbolt Leipzig 1883 - Decker-Hauf Hansmartin: Die Zeit der Staufer. Geschichte - Kunst - Kultur. Katalog der Ausstellung Stuttgart 1977 Band III Seite 350 - Schnith Karl Rudolf: Mittelalterliche Herrscher in Lebensbildern. Von den Karolingern zu den Staufern. Verlag Styria Graz Wien Köln 1990 Seite 262, 265,272 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 14 - Schwennicke, Detlef: Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge Band XII, Schwaben, Verlag von J.A. Stargardt Marburg 1984 Tafel 56 A - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 - Weller Tobias: Die Heiratspolitik des deutschen Hochadels im 12. Jahrhundert. Rheinisches Archiv. Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 2004 Seite 212-213,220,224,226 - www.wikipedia.de -