Robert III.                                                Graf im Oberrhein und Wormsgau
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    - vor 834
 

Sohn des Grafen Robert II. im Oberrheingau
 

Robert III. war Graf im Oberrheingau und Wormsgau und nach Quellenlage von größtem Einfluß auf Kaiser LUDWIG DEN FROMMEN. Er wurde 825 kaiserlicher Missus im Erzbistum Mainz und war Vogt von Kloster Hornbach.

Mitterauer Michael: Seite 208
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„Karolingische Markgrafen“

Der Sohn Rutperts II., Rutpert III., verwaltete zusätzlich auch den Wormsgau. Er wird 812 zuerst genannt und muß vor 834 gestorben sein. In diesem Jahr geben seine Witwe Wialdrudt und ein Guntram für das Seelenheil des Grafen Besitz an Lorsch. In Guntram darf man wohl den Sohn Rutperts III. sehen.

Glöckner K: Seite 302-306
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"Lorsch und Lothringen, Robertiner und Capetinger"

Ob die Fuldaer mit dem 817 aufgeführten Grafen Rutpert (Dronke Nr. 387) noch denselben meinen, ist fraglich. Auf jeden Fall beginnt um diese Zeit die bedeutende Wirksamkeit eines Rutpert im Wormsgau und greift darüber hinaus, so daß wir ihn als Rupert III. vom vorigen unterscheiden dürfen. Wir finden ihn 812 im Pfalzgericht zu Aachen; nach 816 erwirkt Erzbischof Ebo von Reims ein Schreiben des Kaisers an Graf Robert pro ecclesiasticarum rerum defensione, quas quidam pervertere moliebantur - wir werden bald sehen, wie die Bischöfe von Reims auch später mit Unterstützung der Grafen im Worms- und Nahegau ihre Güter im "Remigiusland" an der Nahe zu halten suchten.
819 stattete Kaiser LUDWIG dem Kloster Hornabch Güter zurück, die ihm früher unter Rupert als Verwalter des Königs entzogen worden waren; 823 veranlaßte Graf Rutbert als Zeuge den Kaiser zur Rückgabe von Gütern desselben Klosters in der Hardt; 825 ist er Königsbote im Mainzer Sprengel, zusammen mit Erzbischof Haistulf. Nicht genau datiert ist seine Tätgkeit in der Verwaltung des Reichsgutes am Landstuhl und ebenso der Brief, den Einhart inlustri viro Hruotberto glorioso comiti schreibt, der die Aufhellung eines Rechtshandels von Einharts Hintersassen Alahfrit säumig betrieben hatte. Er war 834 tot, als Wialdruth und Guntram mit gemeinsamer Hand eine Stiftung machen zu Bönsheim westlich Darmstadt pro remedio anime ... quondam viri mei Rutperti comitis. Doch dürfte er es sein, als dessen Sohn 836 sich ein jüngerer, also der vierte Robert ohne Grafentitel ausweist bei seiner Schenkung in Mettenheim. Die lange Reihe bricht ab mit dem signum Rutperti comitis unter einem Vermächtnis des Badagis in Pfungstadt westlich Darmstadt von 837 für sein und Graf Guntrams Seelenheil.
 
 
 
 

 um 808
  oo Wiltrud von Orleans, Erb-Tochter des Grafen Hadrian und der WIDONIN Waldrat
            -
 
 
 
 

Kinder:

  Oda
       -

  oo Werner (Walaho) Graf im Wormsgau
              -

  wohl Stammeltern der SALIER

  Guntram Graf im Wormsgau 815-837
         -   837

  Tochter
         -

  oo Megingoz I. Graf im Wormsgau
              -

  Robert IV. der Tapfere
         -   866
 
 
 
 

Literatur:
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Glöckner K: Lorsch und Lothringen, Robertiner und Capetinger. in: Zeitschrift für Geschichte des Oberrheins Band 50 Heft 1, 1936, Seite 300-354 -
 
 
 
 
 
 
 
 


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