Sohn des Grafen Thüringbert
Robert II. folgte seinem Cousin Heimrich als Graf im Oberrheingau und im Wormsgau und als Herr zu Dienheim. Er tauchte häufig in Urkunden als Zeuge auf, stand in hoher Gunst bei KARL DEM GROSSEN, dessen wichtige Stütze er war.
Friese Alfred: Seite 98-103
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"Studien zur Herrschaftsgeschichte des fränkischen
Adels"
Wir konnten schon die genealogischen Verbindungen aufzeigen, die zwischen den Stiftersippen der HATTONEN/MATTONEN und ROBERTINER in dieser Zeit geknüpft wurden. Sie sind ebenso aus den Schenkungen der räumlich zusammenhängenden Marken Ras- und Soisdorf abzulesen, die Ruadpraht/Rotpert, pater Cancures, im Jahre 780/81 mit drei HATTONEN signierte. Beide im Saalegau und Grabfeld bis 817 auftretenden ROBERTINER [Stengel 145a und b mit den in der Vorbemerkung nachgewiesenen Belegen. - Da der 780/81 genannte pater Cancurses, Ruadpraht, 805 gestorben ist und 817 ein comes Ruadperath im Saalegau auftritt (Dronke: Codex 387), ist dieser wohl ein weiterer Sohn. Cancor erscheint 812 als Zeuge im Grabfeld (ebd. nr. 275; vgl. TAF c. 42 nrr. 209 und 284). Nachfolger im Saalegau war sein Vetter Graf Poppo I., der schon seit 819 im Grabfeld amtiert. - Belege für robertinischen Besitz und Grafenrechte in der Wetterau, Nidda- und Lahngau mit weiteren Hinweisen auf Verwandtschaft mit den HATTONEN hat zuletzt Kropat: Reich Seite 35ff zusammengestellt. - Die Verwandtschaft mit Trägern des Namens Guntram in Worms- und Nahegau, die auch die Familie des Abtes Hrabanus Maurus von Fulda einbeziehen, hat M. Mitterauer: Markgrafen Seite 208 f. nachgewiesen.] sind hier Besitz- und Rechtsvorgänger ihrer rechten Vettern mit den Leitnamen Poppo und Heinrich.
Glöckner K: Seite 302-306
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"Lorsch und Lothringen, Robertiner und Capetinger"
Der Name Rutpert lebt weiter in Turincberts
Söhnen und Enkeln. Ein wohl noch junger Sohn Turincberts
tritt ohne Titel neben dem Vater in dessen Schenkung von 770 auf und wahrscheinlich
dem Grafen gleichzusetzen, der 795-807 als Zeuge in Orten des Oberrheingaues
auftritt; er schenkt nur in Oppenheim im Auftrag eines anderen im Jahre
795. Die Fuldaer Urkunden erwähnen diesen Rutpert
II. als Zeugen im Oberrheingau zum Jahre 796 und 801; 804 -
also nach dem bekannten Grafen Hatto - auch als Zeugen und Besitzer im
wormsgauischen Dienheim. Ob die Fuldaer mit dem 817 aufgeführten Grafen
Rutpert (Dronke Nr. 387) noch denselben meinen, ist fraglich.
Auf jeden Fall beginnt um diese Zeit die bedeutende Wirksamkeit eines Rutpert
im
Wormsgau und greift darüber hinaus, so daß wir ihn als
Rupert
III. vom vorigen unterscheiden dürfen.
oo N.N.
-
Kinder:
Robert III.
- vor
834
Literatur:
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Borgolte Michael: Die Grafen Alemanniens in merowingischer
und karolingischer Zeit. Eine Prosopographie. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen
1986 - Friese Alfred: Studien zur Herrschaftsgeschichte des fränkischen
Adels. Der mainländisch-thüringische Raum vom 7. bis 11. Jahrhundert.
Klett-Cotta Stuttgart 1979 Seite 98-103 - Glöckner K: Lorsch
und Lothringen, Robertiner und Capetinger. in: Zeitschrift für Geschichte
des Oberrheins Band 50 Heft 1, 1936, Seite 300-354 -