Lothar                                                     Abt von St. Germain d' Auxerre (22.2.863-865)
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um 850-14.12.865
 

Jüngerer Sohn des Kaisers KARL II. DER KAHLE aus seiner 1. Ehe mit der Irmintrud von Orleans, Tochter von Graf Odo
 

Werner Karl Ferdinand: Seite 453
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"Die Nachkommen Karls des Großen bis um das Jahr 1000 (1.-8. Generation)"

IV. Generation
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Brandenburg nennt Lothar nur "Abt in St. Germain", weil die Ann. Bertin. 865 nur vom monasterium S. Germani sprechen. Es handelt sich nicht etwa um S.-Germain-des-Pres, sondern um Saint-Germain-d'Auxerre, vgl. Tessier nr. 288.


Lothar galt wegen angeborener Gebrechen von vornherein für herrschaftsunfähig und wurde in jungen Jahren ins Kloster gegeben. Nach den über ihn erhaltenen Zeugnissen machte er verständlicherweise nicht den Eindruck eines tatkräftigen Abtes. Nach den Mitteilungen des Hericus war Lothar als Kind in S. Germain in die Schule gegeben worden. 861 ließ KARL den Sohn in Reome zum Kleriker machen. 863 erscheint Lotharals Abt und Tauschpartner der Germanusmönche. Ein Jahr später erwirkte Lothar mit seiner Mutter die große Besitzbestätigung KARLS für S. Germain in Pitres. Noch vor seinem Tod erbat Lothar von seinem Vater eine Schenkung für die Abtei und sorgte dabei für sein Totengedächtnis vor. Die geistigen Interessen und Fähigkeiten des jungen Abtes Lothar sind jedoch von zuständiger Seite ins hellste Licht gestellt worden. Lothar sei "an Jahren ein Kind gewesen, dem Geist nach ein Liebender der Weisheit, durch seine eingeborene Veranlagung und das Schaffen seines Fleißes vor allen Sterblichen seines Alters kostbar.

Riche Pierre: Seite 230,237
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"Die Karolinger. Eine Familie formt Europa."

Der vierte, Lothar, lahmte von Geburt an und war deswegen zum Eintritt in ein Kloster bestimmt.
Als kurz nach einander seine beiden Söhne Lothar (+ 865) und Karl das Kind (+ 866) starben, war er tief betroffen.
 
 
 
 

Literatur:
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Dümmler Ernst: Geschichte des Ostfränkischen Reiches. Verlag von Duncker und Humblot Berlin 1865 Band I Seite 465 Anm. 72,590 Anm. 80,758,885 - Riche Pierre: Die Karolinger. Eine Familie formt Europa. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München 1991, Seite 230,237 - Schieffer Rudolf: Die Karolinger. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln 1992, Seite 145,152,159 -
 
 
 
 
 


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