Theodo III.                                               Mitregent und Herzog von Bayern
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um 770- nach 793
 

Ältester Sohn des Herzogs Tassilo III. von Bayern und der Liutberga, Tochter von Langobarden-König Desiderius
 

Theodo wurde 788 auf Befehl KARLS DES GROSSEN Mönch im Kloster St. Maximin in Trier.

Störmer Wilhelm: Seite 28
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"Adelsgruppen"

Wie erwähnt, hatte auch Tassilo III. einen Sohn Theodo. Er wollte vermutlich mit der Namengebung seines Sohnes Theodo an die alten AGILOLFINGER-Tradition anknüpfen. Dieser Theodo fungiert nur in einer einzigen Urkunde. Auch sie betrifft den Raum um München und das Kloster Schäftlarn. Die Urkunde, die eine Schenkung Alpolts und dessen Sohn Huasuni in Schwabing und Sendling an Schäftlaarn 784 behandelt, im Herzogshof Neuching ausgestellt und von dem späteren Erzbischof Leidrat von Lyon geschrieben wurde, besagt: Hoc autem decrevit fieri princeps clarissimus Tassilo in anno, quo regnum obtinuit, XXXV. seu filius ipsius nobilissimus Theoto, hanc traditionem probavit perenniter..." Es ist das Jahr, in dem auch jener Hildebrand, Verwandter Tassilos, im Zusammenhang mit dem gestürzten Cotefrid in Kirchtrudering/München auftritt.

Kalckhoff Andreas: Seite 50-51
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"Karl der Große. Profile eines Herrschers."

Wie ein König erhon 776 seinen Sohn Theodo zum Mitregenten.
Tassilo unterwarf sich, da kaum jemand in Bayern zum Widerstand bereit war. KARL ließ ihm das Herzogtum, doch Tassilo blieb widerspenstig, obwohl er diesmal seinen Sohn und Mitregenten Theodo als Geisel geben mußte.
KARL milderte das Urteil auf Klosterhaft, ließ jedoch auch Tassilos Söhne und Töchter sowie seine Frau ins Kloster stecken.
 
 
 
 

Literatur:
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Bauer Dieter R./Histand Rudolf/Kasten Brigitte/Lorenz Sönke: Mönchtum - Kirche - Herrschaft 750-1000 Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1998 Seite 53,56 - Kalckhoff Andreas: Karl der Große. Profile eines Herrschers. R. Piper GmbH & Co. KG, München 1987 Seite 50-51 - Schieffer Rudolf: Die Karolinger. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln 1992 Seite 84 - Wies Ernst W.: Karl der Große. Kaiser und Heiliger. Bechtle Verlag Esslingen 1986 Seite 140 -
 
 
 
 
 
 
 


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