Hukbert                                           Herzog von Bayern (719-736)
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um 690725 oder 736
 

Sohn des Herzogs Theudebert von Bayern aus dem Hause der AGILOLFINGER und der Regintrud
 

Bosl’s Bayerische Biographie: Seite 378
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Hugbert (Hucperth), bayer. Herzog
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* um 690,736

Vater:
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Herzog Theudebert

Mutter:
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Regintrud

  oo um 715 Rattrud

Vereinigte Bayern wieder.
Holte den Freisinger Bischof Korbinian zurück.
Der heilige Bonifatius machte in seiner Regierungszeit erste Reisen in sein Land.
Sein Schwiegervater Ratchis, König der Langobarden, ließ den nach ihm benannten Altar im Dom von Cividade erbauen.

Literatur:
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R. Reiser, Agilolf od. d. Herkunft d. Bayern, 1977.


Als der karolingische Hausmeier Karl Martell 725 in Bayern einbrach, wurde die Familie des Teil-Herzogs Hukbert ausgerottet.

Menghin Wilfried: Seite 196
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"Die Langobarden. Archäologie und Geschichte"

Anlaß zu einer engeren Bindung zwischen Franken und Langobarden gaben dynastische Streitigkeiten nach der Erbteilung im bajuwarischen Stammesherzogtum. Grimoald, der Bruder des verstorbenen Theudebert und Sohn Herzog Theodos, machte seine Neffen Hucbert, dem Schwager Liutprands, das Teil-Herzogtum Regensburg streitig. Der Langobarden-König griff zugunsten seines Schwagers ein und schob die Grenzen seines Reiches bis nach Meran in Süd-Tirol vor, was wohl hauptsächlich auf Kosten des Freisinger Herzogs Grimoald geschah.
Dieselben Spannungen in Baiern nutzte auch Karl Martell, um das Herzogtum wieder fester an das Franken-Reich zu binden. Er nahm sich ebenfalls der Sache Hucberts an, verzeichnete Gebietsgewinne im bairischen Nordgau und führte schließlich die AGILOLFINGER-Prinzessin Swanahild als Gemahlin ins Franken-Reich heim, wodurch er sich mit Liutprand verschwägerte.

Spindler Max: Seite 161,163
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"Handbuch der bayerischen Geschichte"

Nur Theodebert hatte einen Sohn Hucbert, der dem Vater in der Herrschaft nachfolgte. Neben ihm dürfte weiterhin Grimoald regiert haben, so dass wir mit einer Zweiteilung des bayerischen Herzogtums  rechnen müssen; allerdings ist damit nicht die Angabe der Vita Corbiniani Arbeos zu vereinen, der von Grimoald als dem "princeps totius gentis" spricht.
Die Dynastie Grimoalds scheidet damit 728 völlig aus der Herrschaft über Bayern aus, und Hucbert scheint von diesem Zeitpunkt an über ganz Bayern geherrscht zu haben; jedenfalls rief er sogleich Corbinian ins Land zurück. Man nimmt allgemein an, dass Hucbert unter fränkischer Oberhoheit regiert habe, doch ein wirklicher Beweis dafür fehlt. Man darf auch nicht übersehen, dass Hucbert mit dem mächtigen Langobarden-König Liutprand verschwägert war, bei dem er gegen allzu starken fränkischen Druck wohl Unterstützung gefunden hätte. Der Nachfolger des um 736 gestorbenen Hucbert war Odilo, dessen Verwandtschaftsverhältnisse zu seinem Vorgänger ungeklärt ist.

Störmer Wilhelm: Seite 22
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"Adelsgruppen im Früh- und hochmittelalterlichen Bayern. Studien zur bayerischen Verfassungs- und Sozialgeschichte Band IV."

Wir wissen, dass nach dem Tode Hucberts, eines Enkels des Herzogs Theodo, die agnatische Linie des AGILOLFINGERS Theodo nicht mehr den bayerischen Dukat übernahm. Das geht aus den Salzburger Quellen deutlich hervor.
 
 
 
 

  oo Rattrud, Tochter des Langobarden-Königs Ratchis
             
 
 
 
 

Literatur:
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Bosl, Karl: Bosls Bayerische Biographie, Verlag Friedrich Pustet Regensburg 1983 Seite 378 - Menghin Wilfried: Die Langobarden. Archäologie und Geschichte Konrad Theiß Verlag Stuttgart Seite 196 - Spindler Max: Handbuch der bayerischen Geschichte Erster Band Das alte Bayern das Stammesherzogtum bis zum Ausgang des 12. Jahrhunderts. C. H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung München Seittw 160-164 - Störmer Wilhelm: Adelsgruppen im Früh- und hochmittelalterlichen Bayern. Studien zur bayerischen Verfassungs- und Sozialgeschichte Band IV. Kommission für bayerische Landesgeschichte München 1972 Seite 22 -