Gesalech                                         König der Westgoten (507-511)
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   511 hingerichtet
 

Illegitimer Sohn des Westgoten-Königs Alarich II.
 

Thiele, Andreas: Tafel 217
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

GESALICH
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    511 gefallen

Gesalech wurde 507 König zu Narbonne und wurde als Gegner Theoderichs des Großen 509 zu den Vandalen verjagt, die ihm halfen. Er fiel gegen Amalrich.



Während Amalarich von seinen Getreuen und vor seinem Stiefbruder über die Pyrenäen geflüchtet war, ließ sich Gesalech in Narbonne von seinen Anhängern zum König ausrufen. Der reiche Königsschatz wurde aus der Hauptstadt Toulouse zum großen Teil in das feste Carcassone geschafft. Da nun Gesalech nichts gegen die Franken ausrichtete, vielmehr nach starken Verlusten nach Spanien floh und sich in Barcelona einschloß, gewannen die Franken nach Toulouse auch Narbonne und belagerten Arles, das das langersehnte Ostgoten-Heer unter dem katholischen Herzog Ibba entsetzte. Im Jahre 510 wurde er vor Barcelona von Herzog Ibba, dem Feldherrn Theoderichs des Großen, vernichtend geschlagen und floh nach Karthago. Mit Hilfsgeldern von dort zurückgekehrt, wurde er gefangengenommen und auf Befehl des Ostgoten-Königs Theoderichs hingerichtet.
 
 
 

Literatur:
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Jarnut Jörg: Agilolfingerstudien. Anton Hiersemann Stuttgart 1986 Seite 35,38 - Offergeld Thilo: Reges pueri. Das Königtum Minderjähriger im frühen Mittelalter. Hahnsche Buchhandlung Hannover 2001 Seite 95 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 217 -