Ältester Sohn des Kaiser
Johannes
II. Komnenos von Byzanz und der Irene
von Ungarn, Tochter von König
Ladislaus
I.
Thiele, Andreas: Tafel 202
*************
"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser
Ergänzungsband"
ALEXIOS
--------------
* 1106, † 1142
Alexios Komnenos war seit 1119 Mit-Kaiser und Thronerbe und starb an der Schwindsucht.
1) oo Irene von Kiew, Tochter des Großfürsten
Mstislaws I.
† vor 1136
2) oo Kata von Georgien, Tochter des Königs
David I.
†
Johannes ließ die nötigen Vorbereitungen treffen, und im Frühjahr 1142 brach er einmal mehr mit seinen vier Söhnen auf, diesmal zur letzten Reise gen Osten. Im Hochsommer trafen sie dann in Attaleia ein - und dort nahm das Trauerspiel seinem Lauf. Johannes' ältester Sohn Alexios, rechtmäßiger Thronfolger des Reiches, erkrankte und starb innerhalb weniger Tage. Johannes, der ihm sehr zugetan war, wies seinen zweiten Sohn Andronikos und seinen dritten Sohn Isaak an, den Leichnam ihres Bruders auf dem Seeweg nach Konstantinopel zu begleiten; auf dieser Fahrt starb auch Andronikos; vermutlich erlag er derselben Krankheit.
Runciman, Steven: Seite 526
***************
"Geschichte der Kreuzzüge"
Im Frühjahr 1142 führte Johannes mit seinen Söhnen das Heer durch Anatolien hinab nach Attalia. Während er in Attalia wartete, erlitt der Kaiser einen schweren Verlust. Sein ältester Sohn Alexios, den er zu seinem Erben bestimmt hatte, erkrankte und starb. Sein zweiter und dritter Sohn, Andronikos und Isaak, wurden beauftragt, den Leichnam auf dem Seeweg nach Konstantinopel zu bringen; und auf der Reise starb auch Andronikos.
Heilig, Konrad Josef: Seite 157,240-244,255,257,268
*****************
"Ostrom und das Deutsche Reich um die Mitte des 12. Jahrhunderts.
Die Erhebung Österreichs zum Herzogtum 1156 und das Bündnis zwischen
Byzanz und dem Westreich."
Im Jahre 1142 waren rasch hintereinander die zwei
ältesten Söhne des Kaisers
Johannes Alexios und Andronikos gestorben;
ihnen folgte am 8. April 1143 Johannes
selbst.
Irenes Geburtsjahr
ist nicht genau bekannt; aber um 1105 muß sie bereits im gebährfähigen
Alter gewesen sein; denn im Zusammenhang mit einem zum 5. April 1106/07
zu datierenden Ereignis wird sie als Mutter eines Zwillingspaares genannt,
Alexios
und
Maria
[2
Alexias 12, 4 Seite 155. Die Geburt erfolgte in Balabista
in Mazedonien; der Ort wird auch von Georgios Akropolites genannt - Kap.
44 Seite 77 Zeile 20 und Seite 78 Zeile 9.].
Johannes hat den
ältesten
Sohn Alexios zum Mit-Basileus bestimmt,
und zwar schon bad nach dem eigenen Regierungsantritt; seinen drei weiteren
Söhnen Andronikos,
Isaak
und
Manuel
verlieh er den Titel von Sebastokratoren; einiges spricht dafür,
daß dies bald nach der Geburt des letzten Sohnes Manuel
geschah [2. August 1122]. Im Frühjahr 1142 zog der Kaiser mit seinen
vier Söhnen erneut in den Osten; er wollte dem tapferen Manuel
dort ein neues Reich schaffen, da er nun einmal den ältesten Sohn
zum Nachfolger bestimmt hatte. Von diesem Feldzug kehrten indes der Vater
und seine zwei ältesten Söhne nicht mehr lebend zurück.
Zuerst starb Alexios an einem raschen
Fieber [6
Chalandon 2 Seite 183. - Über das Datum oben
Seite 239 Anm. Ende. Man könnte das Todesdatum wohl noch auf einem
anderenn Wege finden, wenn es sicher wäre, daß die Urkunde der
Maria,
der Schwester Manuels
und des
Alexios,
die aus dem Jahre 1142 stammen soll und von L. Petit in Vizant. Vremennik
10 (Petersburg 1903) Prilozenie Seite 12ff. veröffentlicht wurde,
echt ist. Ich habe dagegen einige Zweifel.]; sein nächster BruderAndronikos
war bestimmt worden, die Leiche des Bruders in die Hauptstadt zu überführen;
aber auch er starb unerwartet an einer akuten Krankheit, fern vom Vater,
den Brüdern und seinen Kindern in Attalia, ehe er den Auftrag ausführen
konnte [7 Chalandon 2 Seite 183 kompliziert wieder unnötig,
wenn er sagt, Andronikos sei nicht
in Attalia gestorben, sondern auf der Reise nach Konstantinopel. Wilhelm
von Tyrus 15, 19 berichtet den Tod von beiden Brüdern in Attalia,
und daran ist nicht zu rütteln; denn auch in der Totenklage des Prodomos
wird Attalia häufig erwähnt.].
Einer von ManuelsBrüdern
Alexios, Andronikos
und Isaak muß demnach TheodorasVater
gewesen sein. Dann kommen als Väter aber nur noch die
BrüderAlexios
und Andronikos in Frage. Da aber Alexios
als Ehemann Basileus war, hätte man doch wohl auch in den österreichischen
Quellen von Theodora als der Tochter
des Mit-Kaisers gesprochen.
Auch unter Kaiser
Johannes (1118-1143) blieb
Isaak
zunächst in seiner Stellung als Sebastokrator; da er aber um 1122
zu den Türken überlief, verlor er diese Würde, die Kaiser
Johannes
nun auf seine drei jüngeren Söhne Andronikos,
Isaak
und Manuel übertrug, während
der älteste Sohn Alexios (II.)
bereits zum Mit-Basileus ernannt war. Während der kurzen Spanne
nach dem Tode Alexios' (II.)
vom 2. August 1142 bis zu seinem eigenen Tode im Herbst 1142 war
also Andronikos, eben der Vater der
späteren österreichischen Herzogin, der zweite Mann im Reiche
und nach allem der designierte Nachfolger.
1. oo Irene von Kiew, Tochter des Großfürsten
Mstislaw I.
† vor 1136
2. oo Kata von Georgien, Tochter des Königs
David II.
†
Kinder:
1. Ehe
Maria
†
1167
oo Alexios Axuch Herzog von Kilikien
† als Mönch
Tochter
†
oo Theodoros Maurozomes
†
Literatur:
-----------
Heilig, Konrad Josef: Ostrom und das Deutsche
Reich um die Mitte des 12. Jahrhunderts. Die Erhebung Österreichs
zum Herzogtum 1156 und das Bündnis zwischen Byzanz und dem Westreich,
in Kaisertum und Herzogsgewalt im Zeitalter Friedrichs I. Studien zur politischen
und Verfassungsgeschichte des hohen Mittelalters, Anton Hiersemann Stuttgart
1944 Seite 157,240-244, 255,257,258,259,268 - Norwich John Julius:
Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches. Econ Verlag GmbH, Düsseldorf
und München 1993 Band III Seite 102 - Oldenburg Zoe: Die Kreuzzüge.
Traum und Wirklichkeit eines Jahrhunderts. S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt
am Main Seite 304 - Runciman, Steven: Geschichte der Kreuzzüge,
Sonderausgabe in 1 Band Verlag H.C. Beck München 1978 Seite 526 -
Thiele,
Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser
Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 202 - Weller
Tobias: Die Heiratspolitik des deutschen Hochadels im 12. Jahrhundert.
Rheinisches Archiv. Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 2004 Seite
60-61 -