Otto Heinrich                                        Kurfürst von der Pfalz (1556-1559)
------------------                                      Pfalzgraf von Pfalz-Neuburg (1505-1559)
10.4.1502-12.2.1559
Neuburg   Heidelberg

Begraben: Heiliggeistkirche Heidelberg
 

Älterer Sohn des Pfalzgrafen Ruprecht der Tugendhafte von der Pfalz und der Elisabeth von Bayern-Landshut, Tochter von Herzog Georg; Enkel des Pfalzgrafen Philipp des Edelmütigen von der Pfalz
 

Rall, Hans und Marga: Seite 237
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"Die Wittelsbacher. Von Otto I. bis Elisabeth I."

Kurfürst Ottheinrich von der Pfalz
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* 10.4.1502, + 12.2.1559
Neuburg an der Donau Heidelberg

Grabstätte: Heiliggeistkirche in Heidelberg

  oo 16.10.1529 in Neuburg an der Donau
      SUSANNA
     *2.4.1502, + 23.4.1543
                       Neuburg an der Donau

Grabstätte: Dom in München

Eltern: Albrecht IV. der Weise, Herzog von Bayern-München, und Kunigunde, Tochter Kaiser FRIEDRICHS III.

Ottheinrich regiert in der Kurpfalz von 1556 bis 1559. Er regiert in Pfalz-Neuburg zusammen mit seinem Bruder Philipp unter der Vormundschaft seines Onkels Friedrich (des späteren Pfälzer Kurfürsten Friedrich II.) von 1505 bis 1523, von 1523 bis 1535 gemeinsam mit seinem Bruder Philipp, mit dem er es 1535 teilt. Von 1541 bis 1559 regiert er in Pfalz-Neuburg allein, wo durch seine Schenkung an Herzog Wolfgang von Zweibrücken dieser 1559 sein Nachfolger wird.

Die Ehe blieb kinderlos. Mit Ottheinrich erlischt die von Ludwig III. begründete alte Kurlinie.
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Otto Heinrich erbte die "Junge Pfalz", den Anteil von Bayern-Landshut, regierte bis 1548 gemeinsam mit seinem Bruder Philipp in Pfalz-Neuburg und stand von 1505 bis 1523 unter der Vormundschaft seines Onkels Friedrich. Er weilte 1522 in Palästina, unterstützte 1523 den Onkel, führte 1542 mit Melanchthon als Berater entschlossen die Reformation ein und war Mitglied des Schmalkaldischen Bundes. Er wurde 1547-1552 verjagt und geächtet. In der Kurpfalz führte er 1556 die lutherische Reformation ein, gründete die Heidelberger Bibliothek (Palatina) und ließ 1556 das Heidelberger Schloß durch den Ottheinrichsbau erweitern. Er arbeitete eng mit Württemberg und Baden zusammen und genoß höchstes Ansehen im Reich.
 
 
 
 

 16.10.1529
   oo 2. Susanna von Bayern, Tochter des Herzogs Albrecht IV.
   x      2.4.1502-23.4.1543
                        Neuburg
 
 
 
 

Litteratur:
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Rall, Hans und Marga: Die Wittelsbacher. Von Otto I. bis Elisabeth I., Verlag Styria Graz/Wien/Köln 1986 Seite 237-239 -