Sigiboto II.                                                Graf von Weyarn-Neuenburg und Hartmannsberg (1067/68-1136)
-------------                                              Vogt von Tegernsee, Seeon und Baumburg
    -10.2.1136
 

Sohn des Grafen Sigiboto I. von Weyarn und der Luitgard
 

GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE
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Dr. Wilhelm Wegener: Seite 216
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3. Sigiboto II.

F. u. eV.
(1067/68) siehe 2
Graf an der Mangfall nach seinem Vater seit c 1070 nQ 9, 86 n 108, 87 f n 111, 95 n 122
von Weyarn seit 1080/85 nQ 5, 474 ff n 1648, von Neuenburg seit 1102, ebenso Vogt von Tegernsee MB 6, 163 f; seit Beginn des Investiturstreites auch Graf an der oberen Isar zu Haching nQ 9, 89 f n 114
verliert (1121) wegen unbotmäßigen Verhaltens Vogtei und Isargrafschaft Oefele, Andechser Reg. 67
c 1120 Graf von Hartmannsberg MB 2, 325 n 139, Vogt von Baumburg MB 3, 10 f, von Herrenchiemsee MB 2, 284 n 5
c 1130 tritt (altershalber) von der Grafschaft zurück MB 2, 280 n 1
1133 9/7 Sigeboto dei gratia aliquando comes bewidmet das von ihm gestiftete Augustinerkloster Weyarn Salzb. UB 2, 234 ff n 158
c 1135 Sigeboto conversus de Wuare QE 1, 257 n 33
+ 10/2 1136
Das von dem Catalogus religiosotum Weyarensium (1797) überlieferte Todesjahr passt zu den urkundlichen Daten und dürfte auf guter Überlieferung beruhen. Der Todestag stammt aus dem Seeoner: Sigbot advocatus Necr. 2, 220; dieser Entrag ist deswegen hierher zu beziehen, weil dieses Nekrolog zum 25/12 auch Gertrudis advocata hat Necr. 2, 235, worunter nur Sigibotos II. Tochter gemeint sein kann als Gattin des Rudolf von Falkenstein, der die Seeoner Vogtei von seinem Schwiegervater übernommen haben muss. Gemahlin 1. N.N., Schwester des Lurngaugrafen (+ c 1115), wie aus einer bedeutenden Stiftung des Bischofs Altmann von Trient, des Sohnes von U., hervorgeht, bei der 1126 Sigiboto Hauptzeuge war Salzb. UB 1, 334 f 161. Ein anderer Sohn des Lurngaugrafen war der Abt Udalschalk von Tegernsee (1092-1107/08), den sein Vater c 1060 dem Kloster übergeben hatte nQ 9, 46 f n 59. Graf Udalschalk stand in naher Beziehung zu den WELFEN MB 8, 13 n 5, darauf wird der falkensteinischen Besitz am Peißenberg (DBT f fol 5a) und zu Uffing (Salzb. UB 2, 234 ff) zurückgehen, der durch Udalschalks Tochter an das Haus kam; kinderlos. 2. Adelheid c 1125 MB 2, 365 n 142, c 1130 MB 2, 370 n 254, 287 n 15, + vor 1133 9/7 Salzb UB 2, 234 ff. Sie kann nur eine Schwester des Grafen Berengar II. von Sulzbach gewesen sein. Ihr Name ist typische sulzbachisch, auch der ihrer Tochter Gertrud kommt bei den SULZBACHERN vor. Auf diese Ehe geht Sigibotos Besitz Hartmannsberg zurück, das Berengar durch seine Ehe mit Adelheid, der Witwe Markwarts von Marquartstein und Ulrichs von Passau, erworben haben muss, ferner die Vogtei über Baumberg, die eigentlich Berengar als Gründer zustand, die bambergische Vogtei Aibling, die sulzbachisches Lehen war, endlich die Grafschaft im Leukental, einem Teil der unteren Gebirgsgrafschaft am Inn, die herzogliches Lehen war und in die sich Berengar und Sigiboto teilten; beweisend ist auch das wiederholte enge Beisammensein der beiden in den Urkunden (MB 3, 4, 13 f, LL 2, 66, Ried 1, 176 n 187).
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GENEALOGISCHES HANDBUCH ZUR BAIRISCH-ÖSTERREICHISCHEN GESCHICHTE
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Prof. Dr. Otto Dungern: Seite 75
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3. Sigiboto II.

Vogt von Tegernsee 1092/1102 (Mb. VI. 54, 55, 60), 1102/34 (Mb. VI. 63, 64, 68, 69 bis 73), 5.IX.1114 (Mb. VI. 166); comes de Neuenburg (Burghügel ö. Vagen
Neuenburg im Gegensatz zur Altenburg von Weyarn), 17.X.1102 (Mb VI. 163/4)
praeses de Wiare (Mb. VI. 77) 1102/34;
comes de Wiare 1125/30 (Salzb. UB. II. Nr. 210)
9. VII.1133 Sigiboto dei gratia aliquando comes (Salzb. UB. II. 190, Nr. 158) stiftet mit seiner Frau Adelheid und seinen Kindern Gertrud und Siboto das Augustinerchorherrenkloster Weyarn a. Mangfall. Vogt von Herrenchiemsee um 1130 (Mb. II. 284. 5).
Gattin:
Adelheid,
Tochter wahrscheinlich des Rudolf von Margarethebried, aus dessen Ehe mit Adelheid, Schwester eines Rudolfs und vielleicht nahe Verwandte des Engilpero Chreinensis, Stammvater der 1. Hochfreien von Auersperg in Krain (nQ. V. 1648 a-d, aus d. zu schließen). Aus dieser Ehe dürfte das Handgemal in O.N. Geislbach stammen. 2. Gattin vermutlich: N.N. unebenbürtig.
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Sigiboto II. war Graf von Neuenburg, Graf an der Mangfall und an der oberen Isar, Graf zu Hartmannsberg (durch die Frau) und seit 1102 Vogt von Tegernsee. Außerdem war er Vogt von Baumburg und Hohenchiemsee. Er wurde 1121 als Tegernseer Vogt durch König HEINRICH V. abgesetzt. Den Anlass für seine Absetzung gab sein rechtswidriges Verhalten, da er Kaiser HEINRICH V. eine dem Kloster Tegernsee aufgetragene Lebensmittelzufuhr zurückhielt. Außerdem verlor er seine Grafschaft an der oberen Isar, die an den Grafen Otto IV. von Wolfratshausen fiel. Dieser "ANDECHSER" wurde auch Tegernseer Klostervogt. Er wurde als habsüchtig beschrieben und hatte als mächtiger Graf in Bayern viel Streit mit den WELFEN-Herzögen in Bayern und hielt sich später zurück. Er stiftete zusammen mit seiner Frau Adelheid und seinen Kindern Gertrud und Sigiboto III. das Augustinerchorherrenstift Weyarn am Mangfall.
 
 
 
 

  1. oo Adelheid von Sulzbach, Tochter des Grafen Gebhard II.
                  -9.7. vor 1133
 
  2. oo N.N.
                  -
 
 
 
 

Kinder:

  Gertrud
         -25.12. um 1132
 
  oo Rudolf I. Graf von Falkenstein
              -   1134/54
 
  Sigiboto III.
       - vor 9.7.1033

2. Ehe

  Bertold Graf von Mörmoosen
        - um 1147
 
  Gerolt
        -