Reginar V.                                       Graf von Hennegau (1013-1039)
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    - um 1039
 

Ältester Sohn des Grafen Reginar IV. von Hennegau und der Hadwig von Frankreich, Tochter von König Hugo Capet
 

Brandenburg Erich: Tafel 33 Seite 67
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"Die Nachkommen Karls des Großen."

IX. 97. REGINAR V., Graf im Hennegau 1013
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* ..., + nach 1039

Gemahlin:
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ca. 1015
Mathilde, Tochter des Grafen Hermann von Verdun (siehe X. 119.)
        + nach 1039



Glocker Winfrid: Seite 329
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"Die Verwandten der Ottonen und ihre Bedeutung in der Politik."

VII. 66. REGINAR V.
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* 995, + n 1039

1013 Graf im Hennegau

c 1015
oo Mathilde, Tochter Graf Hermanns von Verdun

Den Filiationsbeleg für Graf Reginar V. geben die Gesta episcoporum Cameracensium II c. 9 f., SS VII 469, die Miracula S. Veroni des Olbert von Gemblaux c. 21, SS XV/2 752, und als später zusammenfassende Quelle Olberich von Trois-Fontains in seiner Chronica a. 1013, SS XXIII 780; die erstgenannte Quelle bezeugt auch die Ehe Reginars mit Mathilde, der Tochter Graf Hermanns von Verdun. Die ungefähre Geburtszeit ist ermittelt aus der Heiratszeit von Reginars Eltern und der Zeit seiner Eheschließung. Das ungefähre Todesjahr für Reginar V. und seine Gemahlin hat Knetsch, Brabant S. 15, Nr IV 15 unter Anm. 5, ermittelt.



Thiele, Andreas: Tafel 18
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa"

REGINAR V.
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    + um 1039

Reginar folgte 1013 unter seinem Onkel Graf Lambert I. von Löwen-Brabant als Graf von Hennegau. Der Onkel fiel 1015 bei Fleurus, Reginar behielt trotzdem den hennegau, mußte sich aber dem deutschen Kaiser HEINRICH II. unterwerfen. Er führte wie der Vater viele Fehden, besonders mit Flandern, Holland und em Bischof von Lüttich und war zeitweise in Holland gefangen.

  oo wohl 1015
       MATHILDE VON VERDUN-LOTHRINGEN
                 +

Tochter des Grafen Hermann von Eenham im Eifelgau, ichte des Herzogs Gottfried I. von Nieder-Lothringen



Thietmar von Merseburg: Seite 404
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Chronik Wissenschaftliche Buchgemeinschaft Darmstadt 1992 -

Buch VII Kapitel 32

1016
Bei einer Insel Namens Augia [Reichenau] gingen am 16. Octbr. neun Schiffe voll Menschen beiderlei Geschlechts in den Fluthen unter.

Im Westen wurde Lambert, Reinheri's Sohn [158 Graf Lambert von Löwen suchte den Herzog von Nieder-Lothringen zu verdrängen.], mit den Seinigen von dem ihm feindlichen Godefrid, [dem Herzoge von Lothringen][159 Herzog von Nieder-Lothringen 1012-1023.], besiegt und getödtet [160
12. September 1015 Schlacht bei Fleures (nordöstlich Charleroi) oder Florennes (westlich Dinant), vgl. VII, 24.]. Diesem Lambert waren gar viele feind, denn es gab keinen schlechteren Menschen auf Erden, als er war: er knüpfte viele Menschen in den Kirchen am Glockenstrange auf. Wie viele durch ihn Vermögen und Leben verloren haben, vermag kein Mensch aufzuzählen. Und nie dachte er daran, für seine verübten Missethaten Buße zu thun. Er hatte auch mit seinem Bruder Reinger [161 Graf Reginar IV. von Hennegau 977-1013/15.] zusammen den Grafen Wirinhari und  zugleich dessen Bruder Reinzo erschlagen [162 958 hat Otto der Große nach der Verbannung Reginars III. dessen Güter und Grafschaften den Brüdern Werner und Reginald verliehen, die 974 fielen. - 977 erhielten Reginar IV. und Lambert das väterliche Erbe zurück.]. Sein Vater starb in Böhmen in der Verbannung, wohin ihn Kaiser Otto geschickt hatte. Ob dieser Menschen trauerte das Vaterland selbst, so lange sie lebten, und es freut sich, sie verloren zu haben. Das nur müssen wir beklagen, daß an jenem Tage um des einen Schuldigen willen auf beiden Seiten der Kämpfenden so viele Unschuldige gefallen sind.

In der Schlacht bei Florennes (12.9.1015) wurde Reginar V. zusammen mit seinem Onkel Lambert von Löwen von Gottfried II. von Nieder-Lothringen vernichtend geschlagen. Er schloss 1018 Frieden mit Herzog Gottfried und seinen Verwandten und erbte durch seine zweite Ehe mit der Tochter des Grafen Hermann von Eename dessen Markgrafschaft. Er führte wie der Vater viele Fehden, besonders mit Flandern, Holland und dem Bischof von Lüttich und war zeitweise in Holland gefangen.
 
 
 
 

 1015
  oo Mathilde von Verdun, Tochter des Grafen Hermann Eenham
              - nach 1039

Mathilde starb als Nonne zu St. Vanne bei Verdun.
 
 
 
 

Kinder:

  Hermann
          - um 1051
 
 
 
 

Literatur:
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Boshof Egon: Die Salier, Verlag W. Kohlhammer Suttgart Berlin Köln 1987 Seite 105 - Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen. Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 33 Seite 67 - Bresslau, Harry: Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Konrad II. 2 Bände Verlag von Duncker & Humblot Leipzig 1879 - Die Salier und das Reich, hg. Stefan Weinfurter, Jan Thorbecke Verlag 1991, Band I Seite 387,391,420,446,459 - Glocker Winfrid: Die Verwandten der Ottonen und ihre Bedeutung in der Politik. Böhlau Verlag Köln Wien 1989 Seite 329 - Hirsch, Siegfried: Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Heinrich II. 1. bis 3. Band, Verlag von Duncker & Humblot Berlin 1864 - Leo Heinrich Dr.: Zwölf Bücher niederländischer Geschichten. Eduard Anton Verlag Halle 1832 Seite 128-129 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa, R.G. Fischer Verlag 1993 Tafel 18 - Thietmar von Merseburg: Chronik Wissenschaftliche Buchgemeinschaft Darmstadt 1992 Seite 404 -