Begraben: Grobe
Sohn des N.N.
Lexikon des Mittelalters: Band VII Seite 458
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Ratibor I., Fürst der Pomoranen
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+ 7. Mai 1156 (1155?)
Begraben: Grobe
oo Pribislaw
Bruder des ersten sicher bezeugten Vertreter des Herzogsgeschlechtes der GREIFEN, Wartislaw I. (+ um 1135, erschlagen). 1135 unternahm Ratibor einen Kriegszug nach Norwegen und plünderte hier die Stadt Konghelle. Als im Wendenkreuzzug 1147 Stettin belagert wurde, traten Ratibor I. und der Pommern-Bischof Adalbert den Anführern entgegen. 1148 bekannte Ratibor vor sächsischen Fürsten zu Havelberg seinen christliche Glauben und gelobte, für Ausbreitung und Verteidigung des Christentums tätig zu sein. Pommern gelangte in den Einflußbereich der Magdeburger Kirche, die von nun an "Aufbauhilfen" leistete: Das in Stolpe an der Peene gegründete Kloster wurde mit Benediktinern aus der Abtei Berge bei Magdeburg besetzt und mit Unterstützung von Ratibor dotiert. Das von ihm und seiner Gemahlin gegründete Prämonstratenserstift Grobe, nahe der Herzogsresidenz Usedom, wurde als Hauskloster der GREIFEN reich ausgestattet. Als Nachkommen Ratibors gelten die Herren von Schlawe (12./13. Jh.). Möglicherweise gehen die Schenkungen für die Johnanniter-Komturei in Schlawe schon auf Ratibor zurück.
Quellen:
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Pomm. UB I, bearb. K. Conrad, 1970
Literatur:
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M. Weihmann, Gesch. v. Pommern, I, 1919 [Nachdr. 1982] - Ders., Genealogie
des pomm. Hzg.shauses, 1938 - J. Petersohn, Der s. Ostseeraum im kirchl.-polit.
Kräftespiel des Reiches, Polen und Dänemark vom 10. bis 13. Jh.,
1979 - PSB XXIX, 1986, 580ff. [J. Powiersky]
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Ratibor I. wurde 1153 Vormund seiner
Neffen, anerkannte die Hoheit Heinrichs des Löwen und betrieb Küstenkaperei
gegen Schweden und Dänemark.
oo Pribislawa von Wladimir, Tochter des Fürsten Jaroslaw
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Kinder:
Margarete
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oo Bernhard I. Graf von Lauenburg-Ratzeburg
- 1194/95
Swantepolk Herzog von Pommern-Schlawe
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Swantepolk wurde um 1175 genannt und hatte eventuell einen Bruder
Ratibor II.