Cölestin IV.                                     Papst (25.X.-10.XI.1241)
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    -10.XI.1241
 

Begraben: Rom, S. Pietro in Vitacano

Sohn des N.N.

eigentlich Goffredo Castiglioni
 

Lexikon des Mittelalters: Band III Spalte 7
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Coelestin IV., Papst seit 25. Oktober 1241 (Wahl)
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     + 10. November 1241

eigentlich Goffredo Castiglioni

Begraben: Rom, S. Pietro in Vitacano

Von seinem früheren Leben ist vor dem 18. Juli 1223, an dem er als Kanzler von Mailand belegt ist, nichts bekannt. Er ist 1226 bei der öffentlichen Lesung der "Rhetorica antiqua" des Boncompagnus in Padua anwesend. Alte Nachrichten über ein vorgebliches Verwandtschaftsverhältnis mit Urban III. entbehren jeder Grundlage. Am 18. September 1227 von Gregor IX. zum Kardinal erhoben, wurde er 1228 als Legat in die Toskana und Lombardei gesandt, um die Städte, die Kaiser FRIEDRICH II. treu geblieben waren, zu einem Umschwenken auf die Politik der Kurie zu bewegen. Trotz energischen Bemühens, blieb er dabei erfolglos. Bei der Bekämpfung der Häretiker erwies er sich jedoch als geschickter Taktiker und konnte die Einsetzung der Inquisition in Mailand (1228) erreichen. 1238 erhielt er die Diözese Sabina. Nach dem Tod Gregors IX. (22. August 1241) schloß der Senator Matteo Rosso Orsini Ende August die an der Papstwahl teilnehmenden Kardinäle (zwei Mitglieder des Kardinalkollegiums befanden sich als Gefangene FRIEDRICHS II. in Tivoli) im Septizonium ein (das "erste Konklave der Geschichte") und zwang sie, einen Papst aus ihrer Mitte zu wählen. Nach etwa 60 Tagen erzwungener Klausur wurde endlich Goffredo Castiglioni am 25. Oktober gewählt, erkrankte aber zwei Tage später und starb 10. November. Nach einigen Chronisten wurde er am 28. Oktober gekrönt, nach anderen erhielt er weder das Pallium noch die Krönung.

Literatur:
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DBI XXIII, 398-402 - DHGE XII, 77-79 - G.P. Bognetti, Santa Maria di Castelseprio, 1949, 321-363 -


Kühne Hans: Seite 190
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"Lexikon der Päpste"

Der Papst wurde im "Konklave" gewählt, deutlicher in der brutalen Einkerkerung der Kardinäle durch Matteo Orsini, den Senator von Rom. Nach dem baldigen Tode des Papstes flohen mehrere Kardinäle nach Anagni, während der Rest in Rom blieb, so dass es über anderthalb Jahre zu keiner Einigung unter den Wählern kam.
 
 
 
 

Literatur:
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Cawthorne Nigel: Das Sexleben der Päpste. Die Skandalchronik des Vatikans. Benedikt Taschen Verlag 1999 Seite 113 -