Wartislaw                                       Fürst von Mecklenburg (1160-1164)
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    - 5./6.1164 hingerichtet
     bei Malchow

Sohn des Abodriten-Fürsten Niklot
 

Wartislaw war Gegner Heinrichs des Löwen, erzwang 1160 mit die Freilassung des Vaters, wurde 1160 Fürst von Mecklenburg, rebellierte und wurde hingerichtet.

Jordan Karl: Seite 85-86,92-96
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"Heinrich der Löwe"

Im Kampf gegen das sächsisch-dänische Heer erlitten Pribislaw und sein Bruder Wratislaw in der Nähe von Mecklenburg eine Schlappe. Nach dem Tode ihres Vaters brach der Widerstand im Lande schnell zusammen. Seine beiden Söhne gaben auch Werle preis, steckten die Burg in Brand und zogen sich in das unwegsame Landesinnere zurück. Noch im gleichen Jahr schlossen sie mit dem Herzog Frieden, traten das ganze von ihm eroberte Land an ihn ab und behielten nur die Gebiete von Kessin und Zirzipanien mit der Burg Werle, die sie von Heinrich zu Lehen nahmen.
Der Friede im Obodritenland war durch den siegreichen Feldzug des Jahres 1160 keineswegs gesichert. Niklots Söhne Pribislaw und Wratislaw gaben den Kampf um ihr väterliches Erbe noch nicht auf. Einem Angriff, den sie im Frühjahr 1163 vorbereiteten, kam der Herzog, der von ihren Plänen erfahren hatte, durch einen Vorstoß gegen die stark befestigte Burg Werle zuvor. Mit Hilfe von Belagerungsmaschinen, wie er sie in Italien bei den Kämpfen vor Crema und Mailand kennengelernt hatte, einem Rammbock und einem großen hölzernen Turm, eroberte er Werle und nahm Wratislaw und eine größere Zahl slawischer Herren gefangen. Wratislaw wurde nach Braunschweig abgeführt. Pribislaw gab den Widerstand zunächst auf und schloß Frieden. Der Friedensschluß des Jahres 1163 war nicht von langer Dauer. Auf Veranlassung seines gefangenen Bruders Wratislaw begann Pribislaw mit Hilfe der Pommern-Fürsten bereits im Februar 1164 erneut den Kampf. Er überrumpelte die Feste Mecklenburg, deren Befehlshaber Heinrich von Schooten gerade abwesend war, und richtete unter den flämischen Bewohnern des Ortes ein schreckliches Blutbad an, Frauen und Kinder wurden in die Gefangenschaft abgeführt. Auch die Burgwarde von Quetzin und Malchow konnte Pribislaw kampflos in seine Hand bringen, nachdem er den Besatzungen freies Geleit zugesichert hatte. Nur die beiden von Gunzelin von Hagen und seinen Mannen verteidigten Burgen Ilow und Schwerin leisteten erfolgreichen Widerstand. Im Sommer des Jahres ging Herzog Heinrich, unterstützt von Dänemerk und zahlreichen sächsischen Großen, zum Gegenangriff über. Bei Malchow ließ er den gefangenen Wratislaw, in dem er den Anstifter für diese Erhebung sah, öffentlich hängen.
 
 
 

  oo N.N.
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Kinder:

  Nikolaus I.
        -25.5.1200