Tochter des N.N. aus der Widukind-Sippe;
Urenkelin des Grafen
Waltbert und der Aldburg;
Großnichte des Bischofs
Wikbert von Verden
Althoff, Gerd: Seite 401
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"Adels- und Königsfamilien im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung."
G 61
Lü: 4.6. Alburg com
Personen dieses Namens sind im Kreise der 'Nachfahren
Widukinds' bezeugt; dazu ausführlich oben Seite 72.
Quellen zur Genealogie der WIDUKINDE
Als Kinder einer Mathilde und Nachkommen Widukinds bezeugt:
l) Vermutlich ihre Schwester: Altburg, Gemahlin
des Grafen Liudolf im Hasegau (die
Stiftungsurkunde für Essen ist
mir nicht erreichbar, siehe das Zitat bei Uslar-Gleichen, Wittekind, p.
61)
Die curtis Herford spricht Egggers als widukindisch
an
[3 Eggers, a.a.O.]. Das Gleiche gilt für die Güter der
Altburg,
die wir wohl für eine Vatersschwester der Mathilde
halten dürfen. Sie gründet das Kloster
Essen im Hasegau, wo ihr Gemahl, der LIUDOLFINGER
Liudolf, einen comitatus hatte, und überträgt ihren
Besitz in Hünenkamp, Lage, Herbergen, Suhle, Garthe, Addrup unnd Carum
[4 von Uslar-Gleichen a.a.O. p. 60.].
Überschaut man diesen widukindisch-immedingischen
Besitz als Ganzes, so gliedert er sich um vier Mittelpunkte:
1. als Kernpunkt der von Altburg tradierten
Güter in Suhle, Essen, Addrup usw. ist wohl die
Rundburg bei Elster anzusehen [2
Schuchhardt, Atlas, p. 17 (2).]. Es wäre interessant, zu erfahren,
ob sie auch diesen ihrem Gemahl zugebracht
und ihm so erst einen comitatus in dieser Gegend
ermöglicht hat, denn von liudolfingischen
Gütern
an der Hase hören wir erst in sehr viel späterer
Zeit.
Durch Hinweise auf Namen, die in dem Reichenauer Eintrag
der 'Nachfahren Widukinds' begegnen, und die im Lüneburger
Necrolg Entsprechungen bei den Personen haben, die bisher nicht identifiziert
werden konnten, seien die Beobachtungen abgerundet. Dem billungischen
'Leitnamen' Bernhard im Reichenauer Eintrag stehen im Lüneburger Necrolog
bisher unidentifizierte Grafen gleichen Namens gegenüber, die am 15.
Janaur bzw. 12. September verstarben. Der Name Aldburg erscheint
ebenfalls im Eintrag der 'Nachfahren Widukinds' und ist auch sonst
in diesem Zusammenhang bezeugt [272
Vgl. Schmid, Die Nachfahren Widukinds, Seite 8.]. Im
Necrolog begegnet zum 4. Juni eine Gräfin dieses Namens,
die bisher nicht identifiziert werden konnte. Schließlich sind ins
Lüneburger Necrolog zwei bisher unbekannte Gräfinnen namens Thiadburg
und ein Graf namens Theodericus zum 11. August, 20. September und 2. Juni
eingetragen. Auch diese Namen sind im Reichenauuer Eintrag vertreten.
Schmid Karl: Seite 66
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"Gebetsgedenken und adliges Selbstverständnis im
Mittelalter. Ausgewählte Beiträge."
Denn an Liudolfs Abkunft von Waltbert
kann
nicht gezweifelt werden. Seine Mutter trug nämlich den Namen der Gemahlin
Waltberts
und Mitstifterin von Wildeshausen: Aldburg [33 F. Philippi,
Osnabrücker UB. 1. (1892) 84f. Nr. 106: Aldburgis ... cum
consensu heredum meorum Liudolfi episcopi et Godescalci prefecti
scilicet filiorum meorum ...]. Und überdies erweist sich
Liudolf als Geistlicher als ein rector monasterii gemäß
der Verfügung Waltberts. Wenn Wikberts, des Stiftherren
von Wildeshausen, Brudersohn, den wir als dessen präsumtiven Nachfolger
ermitteln konnten, Wildeshausen nach
Bischof
Wikbert von Verden tatsächlich innehatte, muß Liudolf
von Osnabrück ihm verwandtschaftlich sehr nahe gestanden haben,
da laut Urkunde Waltberts
quicunque ei proximior als Stiftsherr
nachfolgen sollte. Liudolfs Mutter
Aldburg müßte
dann wohl eine Schwester oder Schwestertochter dieses Enkels
Waltberts gewesen sein. Die Vermutung eines derartigen Verwandtschaftszusammenhanges
wird von der Papsturkunde Stephans VI. von 891 gestützt. Aus
ihr kann geschlossen werden, dass Wikberts Bruder nur einen Sohn
gehabt hat, der tatsächlich Kleriker geworden ist.
Sie hat sich nämlich längst als unhaltbar erwiesen,
seitdem die Mutter des Bischofs Liudolf von Osnabrück mit dem
Namen Aldburg in einer Urkunde entdeckt werden konnte [50 Wie
Anm. 33.]. Daraufhin half sich von Uslar-Gleichen einfach damit, dass er
Aldburg
zur Schwester der Königin Mathilde machte
und über Aldburgs Sohn, den Osnabrücker Bischof Liudolf,
die später von den OLDENBURGERN ausgeübte Vogei über Wildeshausen
erklärte [51 E. Frh. v. Uslar-Glleichen, Das Geschlecht Wittekinds
des Großen und die Immedinger (1902) Seite 60f.; über die OLDENBURGER:
Seite 97; zu Immed und Dietrich: Seite 45ff.; zu Erzbischof
Hoger: Seite 26.]. Darüber hinaus wollte von Uslar-Gleichen in
Immed den Bruder Bischof Wikberts von Verden und zugleich den
Vater Dietrichs, Widukinds,
Immeds
und
Reginberns
erblicken. Ja, er glaubte zu wissen, das Rektorat über Wildeshausen
sei, nachdem es der Erzbischof Hoger von Hamburg-Bremen innegehabt habe,
auf den Vater der Königin Mathilde
übergegangen, als dieser 908/09 Bischof von Paderborn geworden sei
(!).
S. Krüger indessen hält neuerdings an der Filiation
der Brüder
Dietrich,
Widukind,
Immed
und Reginbern vom Bruder des Bischofs Wikbert von Verden fest,
ohne sich jedoch auf dessen Namen festzulegen. Aldburg aber, die
Mutter Bischof Liudolfs von Osnabrück, hält sie für
eine Schwester Dietrichs und dessen Brüder, für eine Tante
der Königin Mathilde also [52
Krüger (wie Anm. 3) Seite 90ff.].
oo Liudolf Graf im Hassegau
-
Kinder:
Gottschalk
-
Liudolf Bischof von Osnabrück
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Literatur:
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Althoff, Gerd: Adels- und Königsfamilien
im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung. Wilhelm Fink Verlag München
1984 Seite 72,401 - Krüger, Sabine: Studien zur Sächsischen
Grafschaftsverfassung im 9. Jahrhundert, Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen
1950 Veröffentlichung der Historischen Kommission für Hannover
Seite 90-95 - Schmid Karl: Gebetsgedenken und adliges Selbstverständnis
im Mittelalter. Ausgewählte Beiträge. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen
1983 Seite 66 -