Hermann I.                                   Graf von Henneberg-Coburg (1245-1290)
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1224
18.12.1290
         Aschach

Begraben: Kloster Frauenrod  

Ältester Sohn des Grafen Poppo VII. von Henneberg (21.3./21.8.1245) aus seiner 2. Ehe mit der Jutta von Thüringen, Tochter von Landgraf Hermann I. (25.4.1217) und der Sophie von Sommerschenburg
Bruder von Bischof
Berthold IV. von Würzburg (3.10. nach 1313), Gräfin Margarete von Wildburg
Stief-Bruder von
Graf Heinrich II. von Henneberg-Schleusingen (9.4.1262), Gräfin Anna von Helfenstein, Fürstin Liutgard von Mecklenburg-Güstrow ( 14.6.1267), Gräfin Bertha von Castell ( nach 1254), Gräfin Kunigunde von Hohenlohe-Uffenheim ( 1258), Gräfin Adelheid von Rhienck
Neffe vom Deutschordensritter
Heinrich von Henneberg ( 1208), Graf Berthold II. von Henneberg ( 1212), Graf Otto I. von Botenlauben ( 1244/7.2.1245), Domthesaurarius Konrad zu Würzburg, Herzogin Adelheid von Limburg, Gräfin Elisabeth von Beichlingen, Gräfin Hedwig von Weimar-Orlamünde ( 1247), Landgraf Ludwig IV. von Thüringen (11.9.1227), Gegen-König HEINRICH RASPE VON THÜRINGEN ( 16.2.1247), vom Hochmeister des Deutschen Ritterordens Konrad von Thüringen ( 24.7. 1240), Hermann von Thüringen (31.12.1216), Gräfin Irmgard von Anhalt ( um 1244), Markgräfin Agnes von Österreich ( vor 1247)
Groß-Neffe von Graf
Berthold VI. von Andechs-Meran (12.8.1204), Gräfin Kunigunde von Eberstein ( 10.2. nach 1207), Obergespanin N.N. von Szolnok, Gräfin Mechthild von Hohenburg, Bischof Poppo II. von Bamberg ( 11.12.1245), Äbtissin Bertha von Gerbstadt ( nach 1190), Gräfin Mathilde von Görz ( 17.1.1245), Landgraf Ludwig III. dem Milden von Thüringen (16.10. 1190), Graf Heinrich Raspe III. zu Gudensberg (18.7.1180), Graf Friedrich von Ziegenhain ( 1229), Gräfin Jutta von Ravensberg, Pfalzgraf Adalbert von Sachsen ( 15.1./17.3.1179), Äbtissin Adelheid III. von Quedlinburg und Gandersheim (1.5.1184), Dietrich von Sommerschenburg
Enkel von
Graf Poppo VI. von Hennberg (14.6.1190) und der Sophia von Andechs-Meran

Schwennicke Detlev: Tafel 146
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"Europäische Stammtafeln. Neue Folge Band XVI"

HERMANN I.
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* 1224
Aschach 18.XII.1290

Begraben: Kloster Frauenrod

1245 zu STRAUF
in COBURG SCHMALKAKLDEN EISFELD und HILDBURGHAUSEN
1273 HERR zu WALDBERG
1287 DER ÄLTERE

 Mainz 23.V.1249
  oo MARGARETA VON HOLLAND
            
22.III.1277

Begraben: Kloster Losduinen

Tochter von Graf Florenz IV.


Thiele Andreas: Tafel 174
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte" Band I, Teilband 1 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser I

HERMANN I.
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    1312

Hermann I. wurde 1245 GRAF zu HELDBURG, KALENBERG, STEINACH, IRMELSHAUSEN, KISSINGEN, 1/2 SCHWEINFURT, 1/2 MÜNSTERSTADT und 1248 zu COBURG-HILDBURGHAUSEN und RODACH aus der Erbmasse Andechs, das er gegen andere Prätendenten sicherte. Er beteiligte sich 1247 auch am Erbkrieg in Thüringen gegen den wettinischen Halb-Bruder Heinrich von Meißen, der siegte und bekam 1260 als Ausgleich die HERRSCHAFT SCHMALKALDEN mit Brotterode und Steinach-Hallenberg. Er wurde 1262 Vormund für seinen Neffen in Schleusingen, war wie der Vater sehr angesehen und galt 1257 für manche sogar als DEUTSCHER THRONKANDIDAT. Er unterstützte vorher die Gegen-Könige HEINRICH RASPE VON THÜRINGEN und WILHELM VON HOLLAND. Er wurde 1273 Stütze des Königs RUDOLF I. VON HABSBURG, der ihm die Formalanwartschaft auf HOLLAND und SEELAND bestätigte. Er trat diese Ansprüche seinem Schwieger-Sohn Otto von Brandenburg ab, war besonders für den König im Raum Franken tätig, bekämpfte energisch das Raubritterunwesen, hielt glänzend Hof und führte die traditionellen Fehden mit Vasallen, Lehnsherren und Vettern.

  oo  MARGARETE VON HOLLAND-SEELAND
            
1277

Tochter des Grafen Florenz IV.
Schwester König WILHELMS II.


Thiele, Andreas: Tafel 9
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa"

MARGARETE
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    1277

 1249
  oo HERMANN I. GRAF von HENNEBERG
           1290


Patze Hans/Schlesinger Walter: Seite 203
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"Geschichte Thüringens"

Durch eine nach 1246 vorgenommene Landesteilung spaltete sich unter Poppos jüngerem Sohn Hermann I. die Linie Coburg ab. Im Erbfolgestreit um die Landgrafschaft Thüringen verzichtete Hermann I. von Henneberg 1249 gegenüber seinem Stief-Bruder Heinrich dem Erlauchten auf Ansprüche an das Reichsfürstentum und ließ sich mit Schmalkalden abfinden. Schmalkalden und Coburg sollten künftig als die sogenannte "Neue Herrschaft" für die hennebergische Politik Bedeutung erlangen.
Die HENNEBERGER waren als Kaisertreue in die Geschichte eingetreten und hatten diesen Standpunkt bis zum Tode Poppos VII. (1245) gewahrt. Den Wechsel auf die päpstliche Seite nach der Absetzung Kaiser FRIEDRICHS II. signalisierte die Anwesenheit Hermanns I. bei der Wahl Heinrichs Raspes in Veichtshöchheim. Nach dessen Tod galt der HENNEBERGER sogar als Thronanwärter. Vielleicht aus taktischen Gründen hat König WILHELM ihm 1249 auf Rat der Fürsten seine Schwester Margarete zur Gemahlin gegeben und ihm 1252 die Reichslehen des verstorbenen Ulrich von Münzenberg verliehen. Nach dem Tode WILHELMS VON HOLLAND (1256) stand Hermann I. wahrscheinlich zum zweiten Male als Thronkandidat im Gespräch. Als Hermann I. 1290 starb, folgte die kurze Herrschaft seines Sohnes Poppo VIII., mit dem diese Linie bereits 1291 erlosch.
 
 
 
 

23.5.1249
  oo Margarete von Holland, Tochter des Grafen Wilhelm IV.
      
um 1230/3526.3.1277        Schwester König WILHELMS
 
 
 
 

Kinder:

  Poppo VIII. Graf von Henneberg-Coburg (1290-1291)
  um 1250/55
4.2.1291         

  Jutta Erbin von Coburg und Schmalkalden
     
1327 (13.5.1295 Isenburg)

22.10.1268
  oo Otto V. Markgraf von Brandenburg
       um 1246
23./24.7.1298
 
 
 
 

Literatur:
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ADB -
Lechner Karl: Die Babenberger. Markgrafen und Herzoge von Österreich 976-1246, Böhlau Verlag Wien-Köln-Weimar 1992, Seite 300,411 A 3 -
Patze Hans/Schlesinger Walter: Geschichte Thüringens Seite 203 - Schwennicke, Detlef: Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge Band XVI, Bayern und Franken Tafel 144 - Thiele Andreas: Erzählende genealogische STAMMTAFELN zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1 Tafel 174 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa, R.G. Fischer Verlag 1993 Tafel 9 - www.wikipedia.de -