Giso V.                                            Graf von Gudensberg und Hessen
----------                                           Vogt des Klosters Hasungen
um 1110-   1137
              Palestrina

Begraben: Palestrina
 

Einziger Sohn des Grafen Giso IV. von Gudensberg und der Kunigunde von Bilstein, Tochter von Graf Rugger II.
 

Geschichtsverein Wetter e.V.
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Giso V.

Umstritten ist, ob es sich bei dem in der Literatur erwähnten Giso um einen unmündigen Sohn Gisos IV. handelt. Der Name könnte auch zu einem Vizegrafen Giso gehören, der seit 1109 als Vogt über das Kloster Hasungen auftrat. [Diefenbach 155 ff ; Brunner 116; dagegen: Demandt 170]
Es handelt sich bei ihnen, so führt Landau [Ritterburgen, Band IV, 191 ff ] aus, um Stellvertreter der Grafen, die ebenfalls ihren Sitz in Gudensberg hatten. Merkwürdig ist nur, daß sie beinahe 200 Jahre hindurch den Namen Giso führen.
Der erste bekannte Untergraf starb im Jahre 1137 auf dem Italienfeldzug Kaiser Lothars gegen die Normannen in der Nähe der Stadt Palestrina, unweit von Rom. Im Text des Chronisten Saxo lautet die Passage:

aput Preneste defunctus ac sepultus est Giso comes Hassiae." [Schenk zu Schweinsberg 49]
dt.: „Der Graf Giso des Hessenlandes ist in der Nähe von Palestrina gestorben und auch beerdigt worden."
 
 
 
 
 

Literatur:
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Annalista Saxo: Reichschronik ad a. 1137 - Eckhardt Karl August: Eschwege als Brennpunkt thüringisch-hessicher Geschichte. Verlag Trautvetter & Fischer Nachfolger. Marburg/Lahn 1964 -