Sohn des Grafen
Giso II. von Hessen oder dessen Bruder
Geschichtsverein Wetter e.V.
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Giso III.
Mit Giso III. folgte wohl sein Bruder dem Ermordeten in der Ahnenreihe, doch ist dies umstritten. Den einzigen Anhaltspunkt für diese Vermutung liefert ein Abschnitt der Annales Rodenses [Monum. Germ. Hist. XVI. 696 ], einer rheinischen Chronik, die über die Witwe des Grafen Adalbert von Saffenberg an der Ahr, der am 16. Dez. 1109 verstarb, ausführt:
„Mathildis vero conjunx illius obiit II nonas Decembris
aput Hollendin ultra Rhenum, ubi propria eius sedes erat priore videlicet
marito, et sepulta est ibi juxta aput Wettreh in monasterio sanctimonialum
( ) ."
dt. : „ Mathildis aber, seine Gattin, starb am 4. Dezember
(1110) zu Hollendin, jenseits des Rheins, wo sie ihren ersten eigenen Wohnsitz
von ihrem ersten Gatten her besaß. Sie wurde dort in Wettreh (= Wetter)
im Kloster der Sanctimonialen (= der geistlichen Frauen) beigesetzt." [Wenckebach
8 f ]
War nun aber Mathilde die Gattin des 1073 erschlagenen
Giso II. oder die Witwe Gisos III.? Diese Frage läßt
sich nicht eindeutig beantworten. Der Hinweis, Mathilde sei in Jahre
1104, als sie mit ihrem zweiten Ehemann das Kloster Rath bei Herzogenrath
stiftete, schon bejahrt gewesen, sagt dazu wenig Greifbares aus.
Die Nutzung der Hollende als Witwensitz, als Wittum,
läßt nun die Vermutung zu, die Burg wäre ein Allod gewesen,
doch ist es nicht auszuschließen, daß auch Reichslehen in dieser
Weise genutzt werden konnten. Ebenfalls kommt eine Übersiedlung Mathildes
in das Dorf Hollende in Betracht, bietet doch die Burg kaum ausreichend
Platz. [Reuling 419 f ]
oo 1. Mathilde
- 1100
Kinder:
Giso IV.
um 1170-12.3.1122