Erenfried II.                                              Graf im Zülpichgau, Keldachgau und Bonngau
----------------                                            Graf im Ruhrgau seit 950
    - um 969
 

Sohn des Grafen Eberhard I. von Keldachgau
 

Barth Rüdiger E.: Seite 188
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"Der Herzog in Lotharingien im 10. Jahrhundert"

Ermenfridus (Erenfridus: Kurz- oder Kosename: Ezzo)
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R. Gerstner, Geschichte der lothringischen Pfalzgrafschaft, Seite 14f.; Nonn, Pagus, Anm. 290; H. R. I, Nr. 76, S. 174 v. 15.4.958/59: Erenfridus comes in comitatu Hoyensi (Huy); ebd. Nr. 77, S. 175, v. 8.5.959; D O I 89 v. 4.5.947: in pago Hatteri (Hatuarien, Gebiet zwischen Rhein und Maas) in comitatu Erenfridi; s. a. D O I 316 v. 17.1.966; Lac. IV., Nr. 604 a 945: in Pago bunnensi in comitatu Erenfridi comitis; VK II, S. 248: in Pago Tulpiacense in comitatu Erenfridi comitis; belegt 941-966 mit größerer Zahl von Grafschaften wie Zülpichgau, Bonngau, Hattuariengau, Eifelgau, Ruhrgau, Keldachgau. Erenfridus erhielt Teil derselben Grafschaften wegen seiner Tapferkeit in der Schlacht auf dem Lechfeld 955; war auch Vogt von Stablo, vgl. Nonn, Pagus, S. 109; siehe dagegen ebd., S. 161; Vater des EZZONEN Hermann, der ab 985/89 lothringischer Pfalzgraf; s. a. S. Corsten, Rheinische Adelshefte im erstem Jahrtausend, in: RhVjbl. Jg. 28 (1963), S. 113,117f: H. Witte, Genealogische Untersuchungen, S. 334, 474, in: MIÖG, Ergänzungsband 5,1 1896-1903).



Schaab Meinrad: Seite 18,21
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"Geschichte der Kurpfalz."

Hermanns Nachfolger und Erbe war wieder ein Ehrenfried, der Vater des Pfalzgrafen Hermann von 985/89. Dieser zweite Ehrenfried war auch Graf im Zülpichgau und im Mühlgau am Nordwestrand der Eifel, im Bonngau und wohl auch im weiter rheinabwärts gelegenen Tubalgau, im Hattuariergau sowie in der Grafschaft Huy an der mittleren Maas. Der nicht eigens genannte Auelgau darf ebenfalls zu seinem Machtbereich gezählt werden. Eine solche Fülle von Grafschaften in einer Hand bedeutete eine gewaltige Machtstellung und gleichsam Konkurrenz zum niederlothringischen Herzog, der in diesem rheinischen Kernraum ohnehin keine unmittelbare Präsenz zeigt. Die Grafschaften dürfte zuvor das KONRADINER-Haus innegehabt haben, vermutlich wurden sie dem mit Bischof Ulrich von Augsburg verschwägerten, im Ungarnkampf bewährten Geschlecht der EHRENFRIEDE durch den König übertragen.
Stablo stand nachweisbar unter der Vogtei Ehrenfrieds II. (943-956).
 
 
 
 

  oo Richwara
              -
 
 
 
 

Kinder:

  Richwara
         -10.7.994

  oo Leopold I. Markgraf von Österreich
               -10.7.994

  Erenfried Abt von Gorze
         - um 999

  Hermann I. Pfalzgraf von Lothringen
          -16.7.996
 
 
 

Literatur:
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Barth Rüdiger E.: Der Herzog in Lotharingien im 10. Jahrhundert. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1990 Seite 188 - Schaab Meinrad: Geschichte der Kurpfalz. Verlag W. Kohlhammer 1988 Seite 18,21,220 -
 
 
 
 
 
 


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