Tochter des N.N.
Bresslau Harry: Band I Seite 415-430
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"Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Konrad II."
Adela, die Gemahlin Albert Azzos I., kommt noch in einer Urkunde von 1011 vor, durch welche sie von jenem Diakonus Domninus die Güter erkaufte, die sie, wie wir sahen, ein Jahr später an Conmona verschenkte. Außer Albert Azzo und Hugo muß nun aber Otbert II. noch einen dritten Sohn Adalbert (III.) gehabt haben, wie schon Muratori, Gfrörer und andere angenommen haben. Der Nachweis dafür läßt sich durch eine Urkunde von 1033 erbringen, der zufolge Adelbertus marchio filius b. m. Otberti itemque marchionis et Adeleyda jugalibus filia quondam Bosoni comitis ein Marienkloster zu Castiglione gründen. Man könnte versucht sein, diesen Adalbert für Albert Azzo I., seine Gemahlin Adelheid für die 1011 und 1012 erwähnte Gemahlin Azzos I. zu halten; doch ist das unmöglich; jene Adela bekennt sich 1011 zu salischem Recht, diese Adeleyda ist lege Alamannorum geboren, damit steht ihre Verschiedenheit fest.
Brunhofer, Ursula: Seite 212
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"Arduin von Ivrea. Untersuchungen zum letzten italienischen
Königtum des Mittelalters."
Auf eine fortdauernde Nähe zu Arduin
könnten einige um 1012 getätigte Maßnahmen zur Besitzsicherung
schließen lassen: Bei sonderbaren Transaktionen um Güter in
der Grafschaft Brescia waren zwei Söhne Otberts II., Markgraf
Adalbert-Azzo und Markgraf Hugo, Adalbert-Azzos Frau
Adela,
ein Diakon Donninus, Graf Lanfrank von Piacenza und interessanterweise
auch der von HEINRICH
eingesetzte Bischof Landulf von Cremona beteiligt.
Die in den folgenden Jahren um diese Güter entfalteten
oberitalienischen Aktivitäten lassen es durchaus denkbar erscheinen,
daß Berlinda bereits als Mittlerin für die OTBERTINER
aufgetreten war: 1011 verkaufte Diakon Donninus die Hälfte des Kastells
von Vidiceto und des restlichen Güterkomplexes an Gräfin Adela,
die Gemahlin des Markgrafen Adalbert Azzo, nachdem er bereits die
andere Hälfte seinem Lehensherrn, dem Markgrafen Hugo, geschenkt
hatte. Im Februar 1012 wiederum kauften die beiden Söhne Otberts
II. von Donnonius diesen Güterkomplex nochmals, insgesamt 499,5
Joch. Wenige Tage später vermachten die Brüder die Güter
mit Zustimmung ihres Vaters Otbert dem Bischof Landulf von Cremona.
Im Mai 1012 kaufte dann Gräfin Adela von Donninus abermals
knapp 250 Joch Land in den erwähnten Orten. Am 6. September des gleichen
Jahres schließlich übergab Adela über 290 Joch des
Güterkomplexes mit Zustimmung Azzos und Otberts und
cum
noticia Lanfranci comiti huius conmitatu Auciense der Kirche von Cremona.
Manaresi schloß aus diese noticia, Adela müsse
eine Verwandte Lanfranks gewesen sein. Dieser Vermutung widerspricht auf
den ersten Blick die in ddiesen Urkunden mehrmals erwähnte salfränkische
Herkunft Adelas. Da aber Adelas gleichnamige Tochter später
gemeinsam mit ihrem Mann, dem ALEDRAMIDENAnselm
II., Ansprüche auf Besitzungen in Rastellino hatte, an denen
auch die Grafen Lanfrank und Adalbert, die Söhne Hugos von Piacenza,
Anteile besaßen, verdient die Vermutung Manaresis doch einige Überlegungen.
Daneben besteht natürlich auch die Möglichkeit, daß die
Rechte in Rastellino von Adelas
aledramidischen Gatten stammten. In diesem Fall könnten neben
aledramidischen
auch ältere otbertinische Rechte im Spiel sein, da Anselms
Mutter eine Tochter des OTBERTINERS Adalbert
I. gewesen ist.
oo Adalbert Azzo I. Markgraf von Mailand
um 970- vor 1018
Kinder:
Adele
-
oo Aledram II. Markgraf von Saluzzo
- vor 1055
Adalbert Azzo II.
997- 1096
Literatur:
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Bresslau Harry: Jahrbücher des Deutschen
Reiches unter Konrad II. Verlag von Duncker&Humblot Leipzig 1879 Band
I Seite 415-430 - Brunhofer, Ursula: Arduin von Ivrea. Untersuchungen
zum letzten italienischen Königtum des Mittelalters. Arethousa Verlag
Augsburg 1999 Seite 212,299 -