Robert I.                                                  Graf von Bar (1352-1355)
------------                                                Herzog von Bar (1355-1411)
27.8.1344-12.4.1411
 

Begraben: Bar-le-Duc
 

Jüngerer Sohn des Grafen Heinrich IV. von Bar und der Jolanthe von Flandern-Cassel, Tochter von Graf Robert
 

Lexikon des Mittelalters: Band VII Seite 892
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Robert I., Herzog  von Bar und Markgraf von Pont-a-Mousson
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* 1345, + 12. April 1411

Begraben: Bar-le-Duc

Sohn von Heinrich IV., des Grafen von Bar, und Yolande von Flandern

  oo Maria von Frankreich, Schwester König Karls V.
      1344-   1404

die ihm 10 Kinder gebar, darunter den Nachfolger Eduard III., Herzog von Bar.

Als zweiter Sohn Graf Heinrichs folgte Robert seinem Bruder Eduard II. (+ 1352) nach. Seine Vormundschaft war zwischen seiner Mutter und seiner Großtante (Jeanne de Warren) umstritten (1352-1359). Die Grenzlage seiner Territorien, die teils Frankreich ('Barrios mouvant' links der Maas), teils dem Imperium unterstanden, erklärt, dass ihm zunächst Kaiser KARL IV. zum Markgrafen von Pont - und damit zum Reichsfürsten - erhob (März 1354), bald darauf aber ihm König Johann II. von Frankreich den Herzogstitel - und damit die Würde eines Pair de France - zugestand. Mit 12 Jahren zum Ritter geschlagen, wurde er an seinem 14. Geburtstag für volljährig erklärt. Durch die Konflikte, die seine Mutter in Frankreich entfesselt hatte, zum Lavieren genötigt, war Robert durchgängig ein treuer Gefolgsmann des Königs von Frankreich, dem er den Lehnseid leistete, für den er im Hundertjährigen Krieg kämpfte und zu dessen engeren Hofkreis er gehörte (Heirat mit Maria von Frankreich, Teilnahme an der Pariser Klerus- und Adelsversammlungen). Andererseits war seine Regierung durch zum Teil heftige Spannungen mit dem Bischof von Metz und dem Herzog von Lothringen überschattet. Mehrere seiner Söhne fielen in Schlachten (Nikepolis 1396, Agincourt 1415: Tod Eduards III.); schließlich war es Kardinal Ludwig von Bar, der als einziger überlebender Erbe die Vereinigung der Herzogtümer Bar und Lothringen in Angriff nehmen sollte.
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Thiele Andreas:
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"Erzählende genealogische Stammtafeln"

Robert I. folgte seinem Bruder Eduard II. unter Vormundschaft der Mutter. Er wurde 1354 durch den französischen König zum Herzog und 1355 von Kaiser KARL IV. zum Markgrafen von Pont-a-Mousson erhoben. Er kaufte 1384 Pierrefort zurück und bewegte sich politisch ganz im französischen Fahrwasser, auch durch seine Frau bedingt. Er setzte die Streitigkeiten mit Lothringen und den Bischöfen von Metz erbittert fort und war zeitweise in Metz in Haft. Er verschuldete stark.
 
 
 
 

5.10.1364
   oo Marie von Frankreich, Tochter des Königs Johann II.
       18.9.1344- 10.1404
 
 
 
 

Kinder:

  Bona
         -   1400

 1393
  oo Walram III. Graf von St. Pol
              -25.10.1415

  Philipp
       -28.9.1396 gefallen
        Nikopolis

  oo Jolanthe von Enghien, Tochter des Grafen Ludwig
            -

  Jolanthe die Jüngere
        -10.1.1421

  oo Adolf X. Herzog von Berg
             -14.7.1437

  Johanna
        -15.1.1402

 1393
  oo Theodor II. Markgraf von Montferrat
       um 1364-2.12.1418

  Marie
        -

1384
  oo 1. Wilhelm II. Graf von Namur
          22.1.1355-10.1.1418

  Johann Herr zu Puisaye
        -25.10.1415 gefallen
         Azincourt

  Eduard III. Herzog von Bar (1411-1415)
        -25.10.1415 gefallen

  Karl Herr zu Nogent-le-Rotrou
        -

  Ludwig I.
         -23.6.1430

  Jolanthe die Ältere
  ca. 1370-13.7.1431

 1384
  oo Johann I. König von Aragon
       1350-19.5.1395

  Heinrich Erb-Prinz
  ca. 1365-28.9.1396 gefallen