Jüngster Sohn des Herzogs
Robert I. von Bar und der Marie von Frankreich, Tochter
von König Johann II.
Lexikon des Mittelalters:
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Ludwig
wurde 1395 Bischof von Langres, 1397 Kardinal, 1412 Bischof
von Porto, 1413 Bischof von Chalons und 1419 Bischof von Verdun. Er war
der einzige Erbe des Herzogtums Bar beim Tode seines Neffen Eduard
III.
(1415), verpflichtete den Adel des Barrios auf sich (Rittergesellschaft
vom Weißen Windhund), doch sah er sich in der Folgezeit unter dem
Druck seiner Nichte Yolande (Violante) von Aragon,
Schwiegermutter König Karls VII. von Frankreich
genötigt, seinen Großneffen Rene von Anjou zu adoptieren, den
er mit der Erbin von Lothringen vermählte (1420) und dem er Bar 1424
überließ. Durch seine politische Tätigkeit, bei der er
enge Beziehungen zum König von Frankreich unterhielt, sehr in Anspruch
genommen, residierte er wenig in seinem Bistum, für das er Synodalstatuten
erließ.
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Thiele Andreas:
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"Erzählende genealogische Stammtafeln"
Ludwig verzichtete
1419 zugunsten seines Großneffen Rene von Anjou, Enkel seiner Schwester
Jolanthe
der Älteren, blieb aber bis 1431 Regent und Nutznießer
in Bar. Er wurde 1397 Kardinal und Bischof von Langres, 1411 Bischof von
Chalon-sur-Marne und 1419 Bischof von Verdun. Zeitweise war er Administrator
des Bistums von Poitiers und ging bis zuletzt ganz eng mit der französischen
Krone zusammen gegen England.