Begraben: St. Blasien
Jüngerer Sohn des Grafen
Friedrich I. von Andechs und der Hemma, Enkelin von Herzog
Konrad I. von Schwaben
GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE
-----------------------------------------------------------------------------------------------------
Wegener Dr. Wilhelm: Seite 149
*******************
9. Friedrich II.
-------------------
F. u. keV.
c 1030 siehe 2;
c 1035 Domvogt von Regensburg HStAM Weltenburg Lit. 1
fo. 11', nQ 8, 281 n 4811; Graf (an der Sempt) 1055 DD 5, 456 f n 334,
4898 ff n 360; IV.
1073 13/10 Fridericus comes
unter den nichtgräflichen Zeugen SS 15, 1026
+ c 1075 24/1 als Laienmönch in St. Blasien:
Dießen 24/1 Fridericus
comes sepultus ad s. Blasien in
Nigra Silva (Zusatz des 13. Jah. patruus Bertholdi fundatoris nostri) Necr.
1,10;
Einsiedeln zum Januar comes
Fridericus de Bavaria Necr. 1, 361
St. Lambrecht (geschrieben c 1170) Fridericus
comes 22/1 Necr. 2, 312
Notae Necrologicae von Niedermünster 23/1 Fridericus
comes (11. Jh.) Necr. 3, 290
St. Emmeram 25/1 Fridericus
comes ex comite monachus Hirsaugensis
(geschrieben vor 1300) Necr. 3, 305;
vgl. dazu den aus dem 15. Jh. stammenden Eintrag im Seeoner
Nekrolog
30/6 1075 Fridericus comes de
Andex, hic iacet Necr. 2, 227.
Gemahlinnen:
-----------------
1. Hadamut, Schwester des Grafen Friedrich von
Eppenstein
2. Irmingard, Tochter des Grafen Arnulf (von Gilching)
3. N. N., Tochter des Domvogtes Hartwig von Regensburg
(vgl. Tyroller, Andechser Seite 10, 7 f, 15).
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
HERKUNFT UND GESCHICHTE FÜHRENDER BAYERISCH-ÖSTERREICHISCHER
GESCHLECHTER IM HOCHMITTELALTER
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Gewin Dr. J.P.J.: Seite 107
***************
15. Friedrich
-----------------
C. 1030-c. 1047, Graf, Vogt von Regensburg.
C. 1030. Graf
Friedrich gibt durch die Hand des
Stiftvogtes Hartwig und des Propstes Wezili an Obermünster eine in
Langenpreising gelegne Mühle (B. A. Erding). Zeugen der Salmann (Hartwig),
Graf Friedrich und sein Sohn Friedrich:
Quellen und Erörterungen I. 170, nr. 25.
Nicht nach 1035. Friedrich,
Vogt des Bistums Regensburg zur Zeit des Abtes Walchuni von Weltenburg
und von dessen Vogt Ruodperht: Weltenburg, Lit. 1. fol. 1.
1044/47. Gütertausch zwischen Bischof Gerhard von
Regensburg und Abt Berengar von St. Emmeram mit der Hand ihrer Vögte
Friedrich
und Ymmo: R. H. nr. 481.
Gewin Dr. J.P.J.: Seite 137
**************
10. Friedrich
----------------
Sohn des Grafen Arnold im Ober-IsartelL
Graf von Dießen 1050, 1065.
1050. November 10. Teilnehmer an dem Reichstag
Königs HEINRICH III. in Nürnberg unter anderem "Damasiae
princeps": Aventin, Annales lib. 5. cap. 8. (nach verlorener Urkunde).
1065. "Fridericus
Damasiae dynastie" nimmt an der großen Wallfahrt nach Jerusalem teil:
Aventin, Annales lib. 5. cap. (nach verlorener Urkunde).
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Hlawitschka Eduard: Seite 121-123
*****************
"Untersuchungen zu den Thronwechseln"
Friedrich III. Graf von Dießen
--------------------------------------
-23./24.1.
Sohn des Grafen Otto I. von Dießen und der NN von Kärnten, Tochter von Herzog Adalbero
Friedrich III. trat
gemeinsam mit seinem Vater als Erbeigner für die schon verstorbene
Mutter als Schenker in St. Blasien ein, starb hier am Ausgang des 11. Jahrhunderts
und wurde in St. Blasien begraben. Er war der Onkel oder Großonkel
(patruus) des Grafen
Berthold IV., der das Kloster Dießen gründete.
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Friedrich II. beeinflusste
als Domvogt jahrelang entscheidend die Geschicke des Bistums Regensburg;
es war eine Zeit vieler Fehden und Auseinandersetzungen mit den Nachbarn.
Er dankte 1070 ab, wurde Mönch in St. Blasien und im Kloster Seeon
bestattet.
Ausstellungskatalog Kloster Andechs:
******************************
Herzöge und Heilige
Ein Verwandter Rassos,
vielleicht etwas jünger als dieser, war Graf
Friedrich II. Auch über ihn ist nur wenig Sicheres bekannt.
Wenn die Erwähnung eines gleichnamigen Grafen in 2 Urkunden Kaiser
HEINRICHS III. vom Jahr 1055 auf ihn zu beziehen ist, besaß
er Grafschaftsrechte im Ebersberger Raum. 1073 scheint er an der Einweihung
des Klosters Habach teilgenommen zu haben. Auch dürfte er zu einer
Gruppe von Adeligen gehört haben, die in den 70-er Jahren des 11.
Jahrhunderts ein Gut am Schluchsee an das Schwarzwaldkloster St. Blasien
schenkte. Erst später, in einer um 1200 gefälschten Urkunde des
Klosters Attel, erhielt er den Beinamen "Rocho", worauf man ihm
in Dießen wenige Jahrzehnte später eine Gräfin Kunizza
als Frau beiordnete. Graf Friedrich II. starb
nach dem Dießener Nekrolog zufolge an einem 24. Januar und
wurde im Kloster St. Blasien bestattet. Wie er mit den ANDECHSERN
verwandt
war, ist eine Frage, die bis heute nicht zufriedenstellend geklärt
ist. Ob er Kinder hinterließ ist nicht bekannt. Dass er Angehörige
hatte, die zum schwäbischen Hochadel zählten, ist anzunehmen.
1. oo Hadamut von Eppenstein, Tochter des Grafen
Eberhard
-17.10.
2. oo Irmgard von Gilching, Tochter und Erbin des
Grafen Arnold an der Mangfall
-
3. oo Tuta von Regensburg, Erb-Tochter des Domvogts
Hartwich I.
-
Kinder:
1. Ehe
Hadegunde (Haziga)
um 1040-1.8.1103
1. oo Hermann I. Graf von Kastl
-27.1.1056
2. oo Otto I. Graf von Scheyern
-4.12.1078
2. Ehe
Arnulf Graf von Diessen und Reichenhall
-8.2. wohl 1095
Uta
-9.2.
oo Kuno I. Graf von Rott
- 1086
Friedrich II. (III.) Domvogt von Regensburg
- um 1100
Meginhard IV. Graf von Gilching
- nach
1070
Hemma
-
oo Walter I. Graf um Ebersberg
-10.1.
Liutgard
-25.9.1110
oo Adalbert II. Graf von Windberg und Bogen, Graf
von Pernegg
- 1100
Berthold I. Graf von Schwarzenburg
-
Literatur:
-----------
Hlawitschka Eduard: Untersuchungen zu den Thronwechseln
der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts und zur Adelsgeschichte Süddeutschlands.
Zugleich klärende Forschungen um „Kuno von Öhningen“, Jan Thorbecke
Verlag Sigmaringen 1987, Seite 121-123, 125 - Schmid Karl: Gebetsgedenken
und adliges Selbstverständnis im Mittelalter. Ausgewählte Beiträge,
Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1983, Seite 129,137,149,159,174,210 -