Friedrich II.                                              Graf von Diessen-Andechs
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    -30.6.1075                                           Graf an der Sempt c 1055
     St. Blasien

Begraben: St. Blasien

Jüngerer Sohn des Grafen Friedrich I. von Andechs und der Hemma, Enkelin von Herzog Konrad I. von Schwaben
 

GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE
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Wegener Dr. Wilhelm: Seite 149
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9. Friedrich II.
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F. u. keV.
c 1030 siehe 2;
c 1035 Domvogt von Regensburg HStAM Weltenburg Lit. 1 fo. 11', nQ 8, 281 n 4811; Graf (an der Sempt) 1055 DD 5, 456 f n 334, 4898 ff n 360; IV.
1073 13/10 Fridericus comes unter den nichtgräflichen Zeugen SS 15, 1026
+ c 1075 24/1 als Laienmönch in St. Blasien:
Dießen 24/1 Fridericus comes sepultus ad s. Blasien in Nigra Silva (Zusatz des 13. Jah. patruus Bertholdi fundatoris nostri) Necr. 1,10;
Einsiedeln zum Januar comes Fridericus de Bavaria Necr. 1, 361
St. Lambrecht (geschrieben c 1170) Fridericus comes 22/1 Necr. 2, 312
Notae Necrologicae von Niedermünster 23/1 Fridericus comes (11. Jh.) Necr. 3, 290
St. Emmeram 25/1 Fridericus comes ex comite monachus Hirsaugensis (geschrieben vor 1300) Necr. 3, 305;
vgl. dazu den aus dem 15. Jh. stammenden Eintrag im Seeoner Nekrolog 30/6 1075 Fridericus comes de Andex, hic iacet Necr. 2, 227.

Gemahlinnen:
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1. Hadamut, Schwester des Grafen Friedrich von Eppenstein
2. Irmingard, Tochter des Grafen Arnulf (von Gilching)
3. N. N., Tochter des Domvogtes Hartwig von Regensburg (vgl. Tyroller, Andechser Seite 10, 7 f, 15).
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HERKUNFT UND GESCHICHTE FÜHRENDER BAYERISCH-ÖSTERREICHISCHER GESCHLECHTER IM HOCHMITTELALTER
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Gewin Dr. J.P.J.: Seite 107
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15.  Friedrich
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C. 1030-c. 1047, Graf, Vogt von Regensburg.
C. 1030. Graf Friedrich gibt durch die Hand des Stiftvogtes Hartwig und des Propstes Wezili an Obermünster eine in Langenpreising gelegne Mühle (B. A. Erding). Zeugen der Salmann (Hartwig), Graf Friedrich und sein Sohn Friedrich: Quellen und Erörterungen I. 170, nr. 25.
Nicht nach 1035. Friedrich, Vogt des Bistums Regensburg zur Zeit des Abtes Walchuni von Weltenburg und von dessen Vogt Ruodperht: Weltenburg, Lit. 1. fol. 1.
1044/47. Gütertausch zwischen Bischof Gerhard von Regensburg und Abt Berengar von St. Emmeram mit der Hand ihrer Vögte Friedrich und Ymmo: R. H. nr. 481.

Gewin Dr. J.P.J.: Seite 137
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10. Friedrich
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Sohn des Grafen Arnold im Ober-IsartelL

Graf von Dießen 1050, 1065.
1050. November 10. Teilnehmer an dem Reichstag Königs HEINRICH III. in Nürnberg unter anderem "Damasiae princeps": Aventin, Annales lib. 5. cap. 8. (nach verlorener Urkunde).
1065. "Fridericus Damasiae dynastie" nimmt an der großen Wallfahrt nach Jerusalem teil: Aventin, Annales lib. 5. cap. (nach verlorener Urkunde).
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Hlawitschka Eduard: Seite 121-123
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"Untersuchungen zu den Thronwechseln"

Friedrich III. Graf von Dießen
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    -23./24.1.

Sohn des Grafen Otto I. von Dießen und der NN von Kärnten, Tochter von Herzog Adalbero

Friedrich III. trat gemeinsam mit seinem Vater als Erbeigner für die schon verstorbene Mutter als Schenker in St. Blasien ein, starb hier am Ausgang des 11. Jahrhunderts und wurde in St. Blasien begraben. Er war der Onkel oder Großonkel (patruus) des Grafen Berthold IV., der das Kloster Dießen gründete.
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Friedrich II. beeinflusste als Domvogt jahrelang entscheidend die Geschicke des Bistums Regensburg; es war eine Zeit vieler Fehden und Auseinandersetzungen mit den Nachbarn. Er dankte 1070 ab, wurde Mönch in St. Blasien und im Kloster Seeon bestattet.

Ausstellungskatalog Kloster Andechs:
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Herzöge und Heilige

Ein Verwandter Rassos, vielleicht etwas jünger als dieser, war Graf Friedrich II. Auch über ihn ist nur wenig Sicheres bekannt. Wenn die Erwähnung eines gleichnamigen Grafen in 2 Urkunden Kaiser HEINRICHS III. vom Jahr 1055 auf ihn zu beziehen ist, besaß er Grafschaftsrechte im Ebersberger Raum. 1073 scheint er an der Einweihung des Klosters Habach teilgenommen zu haben. Auch dürfte er zu einer Gruppe von Adeligen gehört haben, die in den 70-er Jahren des 11. Jahrhunderts ein Gut am Schluchsee an das Schwarzwaldkloster St. Blasien schenkte. Erst später, in einer um 1200 gefälschten Urkunde des Klosters Attel, erhielt er den Beinamen "Rocho", worauf man ihm in Dießen wenige Jahrzehnte später eine Gräfin Kunizza als Frau beiordnete. Graf Friedrich II. starb nach dem Dießener Nekrolog zufolge an einem 24. Januar und wurde im Kloster St. Blasien bestattet. Wie er mit den ANDECHSERN verwandt war, ist eine Frage, die bis heute nicht zufriedenstellend geklärt ist. Ob er Kinder hinterließ ist nicht bekannt. Dass er Angehörige hatte, die zum schwäbischen Hochadel zählten, ist anzunehmen.
 
 
 
 

  1. oo Hadamut von Eppenstein, Tochter des Grafen Eberhard
                  -17.10.

  2. oo Irmgard von Gilching, Tochter und Erbin des Grafen Arnold an der Mangfall
                 -

  3. oo Tuta von Regensburg, Erb-Tochter des Domvogts Hartwich I.
                 -
 
 
 
 

Kinder:
1. Ehe

  Hadegunde (Haziga)
  um 1040-1.8.1103

  1. oo Hermann I. Graf von Kastl
                 -27.1.1056

  2. oo Otto I. Graf von Scheyern
                -4.12.1078

2. Ehe

  Arnulf Graf von Diessen und Reichenhall
       -8.2. wohl 1095

  Uta
        -9.2.

 oo Kuno I. Graf von Rott
              -   1086

  Friedrich II. (III.) Domvogt von Regensburg
        - um 1100

  Meginhard IV. Graf von Gilching
         - nach 1070

  Hemma
       -

  oo Walter I. Graf um Ebersberg
              -10.1.

  Liutgard
      -25.9.1110

  oo Adalbert II. Graf von Windberg und Bogen, Graf von Pernegg
              -   1100

  Berthold I. Graf von Schwarzenburg
         -
 
 
 
 

Literatur:
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Hlawitschka Eduard: Untersuchungen zu den Thronwechseln der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts und zur Adelsgeschichte Süddeutschlands. Zugleich klärende Forschungen um „Kuno von Öhningen“, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1987, Seite 121-123, 125 - Schmid Karl: Gebetsgedenken und adliges Selbstverständnis im Mittelalter. Ausgewählte Beiträge, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1983, Seite 129,137,149,159,174,210 -