Tochter des Herzog Philipp II. Ohnland von Savoyen
und
der Claudine de Brosse von Penthievre, Tochter von Vicomte Johann
II.
Bedürftig Friedemann: Seite 128
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"Taschenlexikon Karl V."
LOUISE VON SAVOYEN
* 11.9.1476, + 22.9.1531
Pont-d'Ain Grezsuir-Loing (bei
Fontainebleau)
Mit elf Jahren wurde die Tochter Herzog Philipps II.
von Savoyen verheiratet, mit 18 war sie schon Witwe. Sie hatte zwei
Kinder, die Tochter Marguerite
und den Sohn Francois,
der als Franz I. 1515 den französischen
Thron bestieg. Durch ihn ins Zentrum der Macht gerückt, konnte die
für ihre Schönheit berühmte und vielumworbene Königin-Mutter
ihre Macht- und Geldgier ausleben, führte bei Abwesenheit des Sohnes
zuweilen die Regentschaft, ließ sich mit reichen Ländereien
ausstatten und bediente sich bedenkenlos aus der Staatskasse: Als Kritik
daran laut wurde, beschuldigte sie einen hohen Beamten, die Unterschlagung
begangen zu haben, und sorgte für seine Hinrichtung. 1523 erlebte
Louise eine herbe Enttäuschung, als der eben verwitwete Karl
von Bourbon nicht auf eindeutige Angebote ihrerseits einging
und schließlich sogar ihre Hand ausschlug. Das war die herrische
Herrscherin nicht gewohnt und verfolgte den Feldherrn fortan mit unnachsichtigem
Haß, ließ die Güter seiner verstorbenen Frau einziehen
und trieb ihn in die Arme des Kaisers. Mit den Jahren wurde Louise
ruhiger, und als ihr während der Gefangenschaft des Königs nach
der Schlacht von Pavia 1525 wieder einmal die Führung der Staatsgeschäfte
zufiel, entwickelte sie hohes politisches Geschick. Sie förderte die
Freilassung ihres Sohnes durch die Zusage einer namhaften Summe an den
spanischen Hof, die sie dann freilich zu bezahlen "vergaß". Mit dem
König gehörte sie dann zu den Architekten der Liga von Cognac
und hatte die Größe, nach deren Scheitern den Friedensweg zu
bahnen: Mit Margaret von Österreich handelte sie den Damenfrieden
von Cambrai aus, der die ewige Fehde zwischen
KARL
V. und Franz I. für
einige Jahre unterbrach und Frankreich die dringend nötige Atempause
verschaffte. Trotz ihrer Affären war Louise nicht unbeliebt
und wurde von Künstlern und Intellektuellen gepriesen, die sie großzügig
unterstützte.
16.2.1487
oo Karl von Orleans, Graf von Angouleme
1464-1.1.1496
Kinder:
Margarete
11.4.1492-21.12.1549
Angouleme Odos/Pyrenäen
2.12.1509
1. oo Karl IV. Herzog von Alencon
x 2.9.1489-11.4.1525
24.1.1527
2. oo Heinrich II. d'Albret König von Navarra
1503-25.5.1555
Franz I. König von Frankreich
12.9.1494-31.3.1547
Literatur:
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Hartmann Peter Claus: Französische Könige
und Kaiser der Neuzeit. Von Ludwig XII. bis Napoleon III. 1498-1870. Verlag
C. H. Beck München 1994 Seite 52,57,71 - Fraser Antonia: Die
sechs Frauen Heinrichs VIII. Claasen Verlag GmbH Hildesheim 1995 Seite
100,118, 119,136,147 - Jurewitz-Freischmidt Sylvia: Die Herrinnen
der Loire-Schlösser. Königinnen und Mätressen um den Lilienthron.
Casimir Katz Verlag, Gernsbach 1996 Seite 138-143,146-150,152,156-159,161,164,173,175,178-180,184,188,190,204,207,229,254
- Tamussino Ursula: Margarete von Österreich. Diplomatin der
Renaissance Verlag Styria Graz Wien Köln 1995 Seite 31,83,90,105,164,200,217,220,
242,254-258,265 - Tamussino Ursula: Maria von Ungarn. Ein Leben
im Dienst der Casa de Austria Verlag Styria Graz Wien Köln 1998 Seite
146,156,199,201 - Treffer Gerd: Franz I. von Frankreich Herrscher
und Mäzen Verlag Friedrich Pustet Regensburg 1993 Seite 13-292 -