Tochter des N.N.
Die schöne Gattin eines Eisenhändlers oder Advokaten Ferron, wurde mit dessen Einwilligung die Mätresse Franz' I. von Frankreich (1538), dann aber von ihrem eifersüchtig gewordenen Mann absichtlich mit syphilitischer Krankheit angesteckt und so wieder die Ursache eines unheilbaren 8-jährigen Leidens des Königs. Nach dieser Frau soll ein metallenes Stirnband als Damenschmuck Ferroniere genannt worden sein.
Jurewitz-Freischmidt Sylvia: Seite 228
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"Die Herrinnen der Loire-Schlösser. Königinnen
und Mätressen um den Lilienthron."
Ist es wirklich der unerträgliche Gestank der Syphilis
gewesen, in dem der französische König starb. Außer Frage
steht wohl, daß er infiziert war. Die Geschichte mit dem Advokaten
und der doppelten Ansteckung ist wohl etwas fabulös, denn sie wird
erstmals 1601 kolportiert. Demnach habe der junge Francois
ein Techtelmechtel mit einer hübschen Advokaten-Gattin gehabt. Erzürnt
ob der Tatsache, daqß man ihm Hörner aufsetzt, sei der betrogene
Ehegatte in ein Hurenhaus geeilt und habe sich dort emsig mit einer der
Damen vergnügt, die mit dem "italienischen" Übel behaftet war.
Sodann habe er ausgiebig seine Frau beglückt, die sich weiter mit
ihrem Liebhaber traf, bis der gehörnte Gatte ihr seinen perfiden Rachefeldzug
genüßlich schilderte. Etwas sehr umständlich und selbstzerstörerisch
die ganze Geschichte.