Francois de Foix                                     Dame de Chateaubriant
---------------------                                    Mätresse König Franz' I. von Frankreich
um 1490/95-16.10.1537
 

Tochter des Jean de Foix, Vicomte de Lautrec und der Jeanne d'Aydie-Comminges, Erbtochter von Graf Odet
 

Treffer Gerd: Seite 91
***********
"Franz I. von Frankreich. Herrscher und Mäzen."

Eine Dame, die er zunächst von weiten erobert hat, ist Francois de Foix, die Schwester seines Freundes Lautrec. Groß, brünett, mit regelmäßigen Zügen, hochmütig, aber nicht ohne Anmut, vor allem mit rätselhaften Augen. Doch Francois ist mit Jean Laval, Graf Chateaubriant verheiratet, lebt auf dessen bretonischen Gütern. Francoise de Foix kommt an den Hof und erliegt dem Charme des Königs. Sie wird sieben Jahre lang seine - erste offizielle - Geliebte, Rivalin der Königin und verliert die Gunst des Königs erst kurz nach deren Tod an eine zweite "Maitresse en titre", an Anne de Pisselieu.

Jurewitz-Freischmidt Sylvia: Seite 170-172
***********************
"Die Herrinnen der Loire-Schlösser. Königinnen und Mätressen um den Lilienthron."

Der König erlebt seine erste große Leidenschaft. Ihr Gegenstand ist Francoise de Foix. Sie wird als große Brünette mit majestätischer Gestalt und hochmütigem Auftreten beschrieben, also eine dunkelhaarige Walküre oder Juno. Ihre Schönheit soll von statuenhafter, ja göttinnengleicher Ebenmäßigkeit gewesen sein, manchmal wird allerdings bemäkelt, ihr Mund sei etwas zu klein und wirke schnippisch. Interessant allerdings seien ihre Augen, orientalisch schmal und mandelförmig, ausdrucksvoll und rätselhaft. Vielleicht ist die Dame nur kurzsichtig.
Noch hat sie den Schritt von der "Litiere ins Lit" (von der Sänfte ins Bett) nicht getan! Da ist zunächst der Ehemann abzufinden, der sich mit einem hochvergüteten neuen Amt und mehr oder weniger gebrochenem Herzen unter Zurücklassung seiner Gattin in die Bretagne zurückzieht. Derweil lernt Madame das Leben bei Hof und vor allem die Großzügigkeit des Königs mehr und mehr schätzen, doch zur Übergabe macht sie das noch nicht bereit. Sie entwickelt Ehrgeiz und Raffinesse: Außer dem Ehemann sind da noch drei Brüder in den Pyrenäen zu versorgen, die Fama behauptet, sie habe den König fast drei Jahre hingehalten, bis er endlich am Ziel seiner Wünsche und Francois de la Foix, Madame Laval, nicht nur pro forma seine erste offizielle Maitresse ist.
 
 
 
 

  oo Jean de Laval Seigneur de Chateaubriant
             -   1542
 
 
 

Literatur:
-----------
Jurewitz-Freischmidt Sylvia: Die Herrinnen der Loire-Schlösser. Königinnen und Mätressen um den Lilienthron. Casimir Katz Verlag, Gernsbach 1996 Seite 170-172,176-178,189 - Treffer Gerd: Franz I. von Frankreich. Herrscher und Mäzen. Verlag Friedrich Pustet Regensburg 1993 Seite 91,117,127,130,274