Montpensier
 

Lexikondes Mittelalters: Band VI Spalte 817
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Montpensier
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Ort und ehemalige Herrschaft (Grafschaft) in der nördlichen Auvergne. Die Schlacht bei Montpensier (um 893) zwischen König Odo von W-Franken und dem Grafen von Auvergne markiert das Scheitern der Königsgewalt bei ihrem Versuch, nach Aquitanien vorzudringen. Im 11. Jh. war Montpensier, das wohl zu einem großen Fiscus gehörte, in den Händen der Herren von Thiers; eine Burg ist am Ende des 10. Jh. und um 1036 erwähnt. Um 1165 kam Montpensier durch Heirat an die mächtige Adelsfamilie der BEAUJEU; sie gründeten die Neustadt (villeneuve) Aigueperse am Fuß des Berghügels von Montpensier. Die 'terra' fiel erneut durch Heirat, 1292 an das Haus DREUX, dann (in umstrittenen Erbgang) an Bernhard von Ventadour, der die Erhöhung zur Grafschaft erwirkte (1348-1350), schließlich an Jean de Berry (1373-1381); durch die Ehe der Herzogs-Tochter Marie mit Jean I. von Bourbon fiel Montpensier an das Haus BOURBON. Die Fürsten der Linie Bourbon-Montpensier (Louis, + 1482; Gilbert, + 1496) machten den Ort zu ihrer Residenz (Palast in Aigueperse) und zu einem Brennpunkt des künstlerischen Lebens.



 
 
 


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