2. Sohn des Titular-Königs
Rene I. von Anjou-Neapel aus seiner 1. Ehe mit der Isabella
von Lothringen, Erb-Tochter von Herzog Karl I.
Mohr Walter: Teil IV Seite 75,80
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"Geschichte des Herzogtums Lothringen"
Am 6. April 1432 verpflichtete er sich, zum 1. Mai 1433
in die Gefangenschaft zurückzukehren und in der Zwischenzeit keine
Zurüstungen oder sonstige Schritte zu unternehmen, die es ihm erlauben
würden, dieses Versprechen nicht einzuhalten. Hierzu mußte er
seine beiden Söhne als Geiseln stellen, des weiteren hatten die voranstehenden
Mitglieder des lothringischen Adels die Einhaltung des Abkommens zu garantieren
und dem Burgunder mußten die Burgen Clermont, Bourmont,
Chatillon
und die Stadt Charmes ausgeliefert werden. Am 16. April gaben dann 30 lothringische
Adlige die geforderte Garantie ab, am 25. kamen die beiden Söhne Reinhards
in Dijon an, am 30. gab Herzog Philipp
seine Unterschrift unter das Entlassungsdokument.
Die anschließende Abwesenheit Reinhards
in Italien hätte an sich zu einer weiteren Stärkung der Stellung
der Stände führen können, aber irgendwie kam eine Unterbrechung
in diese Entwicklung, denn am 29. August 1441 versprach eine bedeuetnde
Anzahl aus dem Adel Gehorsam gegenüber dem zweiten Sohn des Herzogs,
dem Markgrafen Ludwig von Pont-a-Mousson,
der im August 1440 vom Herzog zusammen mit seiner Mutter aus Italien zurückgesandt
worden war und dabei die Ernennung zum Generalsstatthalter in den Herzogtümern
Lothringen und Bar erhalten hatte. Das mag auch mit einem neuen Abkommen
der Bandentätigkeit zusammengehangen haben, wobei sich wiederum Robert
von Saarbrücken-Commercy hervortat, der sich dann am 3. Februar 1444
gezwungen sah, mit dem lothringischen Generalstatthalter Ludwig
Frieden
zu schließen.