Begraben: Barcelona
Ältester Sohn des Titular-Königs
Rene I. von Anjou-Neapel aus seiner 1. Ehe mit der Isabella
von Lothringen, Erb-Tochter von Herzog Karl I.
Lexikon des Mittelalters: Band V Spalte 512
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Johann II., Herzog von Lothringen 1453-1470
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* 2. August 1424, + 16. Dezember 1470
Nancy
Barcelona
Begraben: Barcelona
Sohn von König Rene I. von Neapel, Herzog von Bar, und Isabella von Lothringen
oo 1438 Marie von Bourbon (+ 1448)
Markgraf von Ponta-a-Mousson und Herzog von
Kalabrien (1434), Stellvertreter (lieutenant general)
seiner Eltern in den Herzogtümern Bar und Lothringen (1445), Herzog
von Lothringen nach dem Tod seiner Mutter (März 1453), Fürst
von Gerona (1467).
Er unternahm mehrere erfolglose Züge nach Italien
(1455-1457,1458-1461,1462-1464), um das Königreich Neapel zugunsten
seines Vaters zurückzugewinnen, und nahm an der 'Guerre du Bien Public'
und der Schlacht von Montlhery (1465) gegen Ludwig
XI. von Frankreich teil. Von Rene 1466
als Vertreter in Katalonien ernannt, kämpfte er um dessen Angliederung
an den angevinischen Machtbereich.
Unter seiner Regierung wurde die Zentralisierung des Herzogtums Lothringen
nach den Beispielen von Anjou und der Provence beschleunigt. Er förderte
die Entwicklung der Salzgewinnung, der Glasmacherei, der Forstwirtschaft
und der Schafzucht. Er ließ die Begfestigung vvon Nancy verstärken
und schuf eine moderne Feldartillerie. Mit der Annexion der zwei Kaufmannsstädte
Sarrebourg und Epinal (1464/65) gelang ihm auch eine erhebliche Erweiterung
des herzoglichen Territoriums.
Schelle, Klaus: Seite 67,120,122,128
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"Karl der Kühne. Burgund zwischen Lilienbanner und
Reichsadler."
Marie
von Bourbon heiratete einen ANJOU,
Johann von Kalabrien.
1466 rufen die Katalanen, die gegen König
Johann II. von Aragon rebellieren, den
ANJOU Johann von Kalabrien ins Land. Ludwig
XI. sieht eine willkommene Gelegenheit, einen seiner unangenehmsten
Gegner unter den französischen Großen loszuwerden und anderwärts
zu beschäftigen. Prompt bricht er diplomatischen Beziehungen zu Aragon
ab und stellt dem ANJOU Geld und Truppen
zur Verfügung. Ihm liegt vor allem daran, Aragon aus dem burgundischen
Bünsnissystem herauszubrechen. Die katalanische Rebellion bricht nach
dem Tod Herzog Johanns von Kalabrien
endgültig zusammen. Im September 1473 beendet der Vertrag von Perpignan
die Auseinandersetzungen.
Die früheren Herzöge
Nikolaus und Johann sind
Karl des Kühnen Freunde und Waffenbrüder gewesen;
Johann
in
der Schlacht von Montlhery und Nikolaus
vor Beauvais, beidesmal gegen Frankreich.
Kendall Paul Murray: Seite 68,110,165
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"Ludwig XI. König von Frankreich 1423-1483"
Renes hitziger Sohn
Johann,
Herzog
von Calabrien, verfügte über sämtliche Führereigenschaften,
ausgenommen das richtige Gefühl dafür.
Die ANJOU drängten
in massiver Weise auf Unterstützung von Herzog
Johann, dem Sohn von König Rene.
Indem jener sich im Jahre 1458 des Besitzes von Genua versicherte, hatte
er es als Basis benutzt für seinen Einfall in das Königreich
Neapel im folgenden Jahr.
Bourbon nannte als seine Mitarbeiter bei diesem vom öffentlichen
Interesse eingegebenen Unternehmen das Oberhaupt des Hauses
ANJOU, König Rene,
die Herzöge von Berry, der Bretagne, von Nemours und Kalabrien (Herzog
Johann), die Grafen von Charolais; Armagnac, St. Pol und Dunois
sowie zahlreiche Barone.
Mohr Walter: Teil IV Seite 79,86-90,92-94
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"Geschichte des Herzogtums Lothringen"
Am 28. Januar 1437 mußte Reinhard
einen harten, sehr drückenden Vertrag unterschreiben. Alle seine Besitzungen
in Flandern trat er dem Burgunder ab, sein Lösegeld wurde auf 400.000
Golddukaten festgesetzt, die in vier Raten bezahlt werden sollten, wofür
sich wiederum eine Reihe von Adeligen als Garanten verpflichten mußten,
und auch die Burgen Neufchateau, Clermont, Preny und
Longwy
blieben im Besitz des Burgunders. Für die Markgrafschaft Pont-a-Mousson
und eine Reihe von weiteren Plätzen sollte Reinhard
innerhalb eines Jahres die Huldigung leisten, sobald nachgewiesen sei,
daß sie burgundische Lehen seien, und schließlich mußte
er noch auf Lebenzeit ein Bündnis mit Philipp
eingehen. Am 3. Februar gab dieser zu dem Vertrag sein Einverständnis,
worauf die offizielle Freilassung erfolgte. Gleichzeitig wurde eine Ehe
zwischen Reinhards ältestem Sohn
Johann und Philipps Nichte
Maria
von Bourbon geschlossen, was eine Verminderung der Lösegeldsumme
von 100.000 Taler eintrug, die auf die Eheausstattung angerechnet wurden.
Der Bündnisvertrag zwischen beiden Herzögen wurde am 7. Februar
geschlossen.
Am 1. Juli 1445 übertrug er die Regierung der Herzogtümer
Lothringen und Bar an seinen ältesten Sohn Johann
als Generalstatthalter, wenig später, am 21. November 1445,
erhielt dieser zur Stärkung der Stellung noch die Markgrafschaft
Pont-a-Mousson zum ständigen Besitz. Reinhard
selbst
zog sich auf seine Güter in S-Frankreich zurück. Der künftige
Herzog
Johann ist schon gleich zu Beginn seiner Statthalterschaft mit
den französischen Expansionsbestrebungen in Konflikt geraten. Aber
nun waren doch seit Mitte 1449 der Herzog und sein Sohn wieder sehr stark
in die französischen Angelegenheiten einbezogen worden. Johann
hat in dieser Zeit auf seiten Karls VII.
an den militärischen Operationen in der Normandie und der Guyenne
teilgenommen.
In Lothringen selbst trat dann eine Änderung mit
dem Tode der Herzogin Isabella am
28. Februar 1453 ein. Nach lothringischem Recht fiel das Herzogtum
damit an ihren Sohn Johann. Herzog
Reinhard allerdings vertrat den Standpunkt, er und seine Gemahlin
hätten sich ihre Besitzungen gegenseitig geschenkt, so daß er
als Überlebender das Recht besäße, über Lothringen
zu verfügen. Immerhin übergab er aus solchen Gründen schon
jetzt, am 26. März 1453, das Herzogtum Lothringen seinem Sohn
Johann.
Diese Übertragung wurde auch vom Grafen Anton von Vaudemont und seinem
Sohn Friedrich bestätigt.
Reinhard behielt
sich noch das Herzogtum Bar vor, wo er am 24. August 1456 zu seinem Stellvertreter
in der Verwaltung den Sohn des Grafen von Vaudemont ernannte. Für
die Regierung Herzog Johanns II. von Lothringen
wurde es schon bald charakteristisch, daß er für seine Person
sich in die groß ausgelegte Politik des Hauses
ANJOU einbeziehen ließ und daher seine Aktivität
im wesentlichen außerhalb der Grenzen Lothringens entfaltete.
Dabei wurden auch noch Verbindungen zu Deutschland gewahrt,
denn am 11. April 1453 schlossen Reinhard
und sein Sohn Johann mit Kurfürst
Friedrich I. von der Pfalz ein Bündnis auf Lebenszeit, in dem sich
beide Parteien gegenseitige Hilfe zusicherten.
Die Bürgerschaft der Stadt Genua, die der inneren
Unruhen in Oberitalien überdrüssig war, bot dem König die
Unterstellung unter seine Herrschaft an. Dieser entsandte
Herzog Johann am 20. August 1457 als seinen Gouverneur dorthin.
Am nächsten Tage forderte er ihn allerdings auf, die Huldigung für
Neufchateau ganz nach Vorschrift bis zum 21. August 1458 zu leisten. Dazu
kam es jedoch nicht, da Johann jetzt
durch eine weiter gesteckte Politik in Italien gebunden wurde und deshalb
immer wieder einen Aufschub des Termins erreichen konnte. Von Neapel aus
verlangte man nämlich die Rückkehr Herzog
Reinhards, der aber nicht selbst kommen wollte, sondern seinen
Sohn mit der Aufgabe betraute. Allerdings wurde dessen Abreise unmöglich
durch einen Aufstand der Genuesen im Sommer 1459, worauf Friedrich von
Vaudemont den Auftrag erhielt, sich nach Unteritalien zu begeben. Indes
gelangte auch das nicht zur Durchführung, sondern Johann
konnte den Aufstand in Genua niederschlagen und brach dann selbst am 4.
Oktober 1459 nach Neapel auf. Das Governeursamt in Genua wurde vom französischen
König einem anderen anvertraut. Von Neapel aus hat Johann
im
Sommer 1461 noch einmal in eine in Genua ausgebrochene Revolte eingegriffen,
wobei sein Vater Reinhard ihm zu Hilfe
eilen mußte. Er führte eine Armee über See heran, doch
die angiovinischen Streitkräfte
erlitten am 17. Juli 1461 eine Niederlage, so daß Johann
erfolglos nach Neapel zurückkehren mußte.
Auf der anderen Seite suchten Reinhard
und
sein Sohn Johann mit dem neuen französischen
König Ludwig XI. anzuknüpfen, indem sie zu dessen
Krönung Mitte April 1461 eine Gesandtschaft nach Reims abfertigten,
die wohl auch über die italienischen Fragen zu sprechen hatte, dabei
aber anscheinend eine nichtssagende Antwort erhielt. Der König besaß
bezüglich Italiens besondere Pläne, er wollte Genua für
sich haben, Johann sollte Neapel erhalten.
So empfahl er Reinhard und dessen Sohn
an Sigismund Malatesta, den Herrn von Rimini, um beide bei ihren Ansprüchen
auf Neapel zu unterstützen. Auch war seine Politik davon bestimmt,
seine Tochter Anna mit Nikolaus, dem Sohn Herzog Johanns, zu verheiraten.
Noch im Jahre 1462 läßt sich ein gutes Verhältnis feststellen
und Ende 1463 empfahl der König Herzog Johann
angelegentlich
den Florentinern, sie möchten dessen Feinden keine Unterstützung
gewähren. Aber dann kam es zu stärkeren Gegensätzen in der
Italienpolitik, es zeichnete sich in der Frage um Genua ein Zusammengehen
zwischen Frankreich und Mailand gegen Johann ab.
Im Oktober 1463 versprach der König, die Stadt Genua
an den Herzog von Mailand zu übertragen, im Dezember forderte er ihn
auf, sie in Besitz zu nehmen und wies deren Bewohner an, dem Herzog den
Treueid zu leisten. Darauf ist der lothringische Herzog schließlich
im Frühjahr 1464 in sein Land zurückgekehrt. Hier entstanden
jetzt Spannungen zu Frankreich, vermutlich hervorgerufen durch das Projekt
Reinhards
einer Eheschließung zwischen seinem Enkel
Nikolaus und der Tochter Karls,
des burgundischen Herzogs-Sohnes, eine Verbindung zwischen Lothringen und
Burgund, die den französischen König sehr beunruhigte, zumal
das ja auch gegen seine eigenen Pläne einer Heirat seiner Tochter
mit Nikolaus ging. Diese Situation
änderte sich jedoch wieder zu Beginn September 1464. Herzog
Johann erhielt von Neapel die Einladung, zurückzukehren,
und am französischen Hoge hoffte man jetzt, durch das Haus
ANJOU in den Besitz von Neapel zu gelangen. So konnte Herzog
Reinhard wieder in die Umgebung des Königs zurückkehren
und wurde mit Vorrang behandelt.
Indessen drückte Herzog
Johann die Finanznot, in die er durch seine kostspieligen Unternehmungen
in Italien geraten war. Es mußte ihm vor allem darum gehen, die Unzufriedenheit
des Adels zu beschwichtigen. Um neue Abgaben erhalten zu können, sah
er sich am 22. November 1464 zu der Erklärung veranlaßt, es
handle sich dabei nur um eine Ausnahmeforderung, die keinen Rechtszustand
schaffen könne. In einer weiteren Urkunde vom gleichen Tage gab er
offen zu, in der Zeit seiner Abwesenheit habe der Adel unter Verletzung
seiner Privilegien durch herzogliche Beamte zu leiden gehabt, und er bekräftigte
und befestigte diese Privilegien aufs neue. Gleichzeitig ließ er
seinen Sohn und Nachfolger Nikolaus
diese Urkunde unterzeichnen. Er hat übrigens von da an die Verwaltung
des Herzogtums weitgehdn diesem als seinem Stellvertreter überlassen.
Nach außen hin nahm er in dieser Zeit auch seine Verbgindung zum
Kurfürsten von der Pfalz wieder auf, mit dem er am 20. Oktober die
ehedem im April 1453 geschlossenen Abmachungen erneuerte. Diesmal hat allerdings
sein Vater Reinhard nicht mehr daran
teilgenommen. Schließlich ließ er sich von der in Opposition
zum französischen König stehenden Ligue du Bien Public
gewinnen,
er schloß mit dem burgundischen Herzogs-Sohn
Karl von Charolais und dem Herzog der Bretagne am 10. Dezember
1464 einen diesbezüglichen Vertrag.
Die eigentlichen Verhandlungen führten am 29. Oktober
1465 für die eigentlichen Mitglieder der Liga zum Vertrag von Saint-Maur
des Fosses, der für Lothringen weiter nicht von Bedeutung ist. Mit
Karl von Charolais war bereits am 5. Oktober in Conflans ein
eigenes Abkommen geschlossen worden. Herzog Johann
hatte sich ebenfalls um die Beilegung des Streits verdient gemacht und
ging nun den König um eine Regelung der Frage der lothringischen Lehenshuldigung
für Neufchateau, Montfort, Chatenois, Froutard, einen Teil von Grand
und Passavant an. Die Verständigung darüber geschah ganz in seinem
Sinne, die Huldigung wurde ihm erlassen.
Während dieser ganzen Auseinandersetzung war die
Stellung des lothringischen Herzogs am französischen Hof an sich geschwächt
gewesen. König Ludwig gab ihm
zwar verschiedene Zusagen, doch wurden sie durchweg nicht eingehalten.
Der Grund dafür lag hauptsächlich in der Politik in Italien.
Dort standen sich der Lothringer und Herzog Franz Sforza von Mailand in
ihren Absichten auf Genua gegenüber. Ludwig
XI. wollte sich unter allen Unmständen das Zusammengehen
mit Mailand sichern, und deshalb benahm er sich Johann
gegenüber
zurückhaltend, suchte ihn aber zu einer Aussöhnung mit Mailand
zu bewegen. Zu diesem Zwecke fand in der ersten Hälfte de November
1465 eine Unterredung stat, in der der König zusammen mit dem päpstlichen
Legaten und in Gegenwart des mailändischen Gesandten versuchte, den
lothringischen Herzog für ein Zusammengehen mit dem Mailänder
zu gewinnen. Die Diskussion wurde teilweise sehr hitzig geführt, und
als Ludwig bemerkte,
Johann sei ein Hitzkopf, wurde dieser so irritiert, daß
er in heftigen Worten herausfuhr, sein Herzogtum sei ein freies Land, weder
von Papst, Kaiser oder König abhängig. Hier lagen wohl die eigentlichen
Wurzeln einer stets im Hintergrund vorhandenen Spannung zwischen Lothringen
und Frankreich. Der Herzog verließ wenige Tage später Paris,
um sich ins Anjou zu begeben, der Abschied war äußerst freundlich,
doch schien Johann in Wirklichkeit
wenig befriedigt über den Ausgang der Verhandlungen, und so wurde
sein Verhältnis zum König weiterhin bestimmt durch die Gegensätze
in der italienischen Politik.
Er suchte dann allerdings mit seinem Vater Reinhard
zusammen wieder mit dem König in Verbindung zu kommen. Sie delegierten
eine Gesandtschaft an den Hof, die über die schwebenden finanziellen
Fragen des Hauses ANJOU und besonders
über eine Erlaubnis für die Rückkehr Herzog
Johanns an den Hof verhandeln sollte. Ludwig
XI. blieb indes weitgehend unzugänglich, er machte wohl
einige finanziell Zugeständnisse, weigerte sich jedoch strikt, Johann
wieder in seiner Umgebung zu sehen.Trotzdem kündigte dieser Ende Februar
an, er werde auf der Durchreise nach Lothringen den Hof besuchen und war
weiterhin um Verständnis bemüht. Dabei hatte er schließlich
auch Erfolg. Die Pläne zur Verheiratung seines Sohnes Nikolaus
mit der Tochter des französischen Königs, Anna,
wurden jetzt ernsthaft aufgenommen und kamen am 1. August 1466 durch einen
Vertrag zum Abschluß.
Es ging Ende des Jahres 1466 für Herzog
Johann um nichts weniger als eine Eroberung des Königreichs
Aragon. Die Katalanen hatten sich im Jahre 1461 gegen
Johann II. von Aragon erhoben. Der Aufstand zog sich durch sehr
wechselvolle Schicksale hin, im Sommer 1466 war die Lage sehr kritisch
gewesen, das Land schien wieder unter die Herrschaft des aragonesischen
Königs zurückfallen zu sollen. In der Suche nach Hilfe ließen
sich die Aufständischen offensichtlich durch den Gedanken leiten,
daß das aragonesische Königshaus durch sein Übergreifen
auf Unteritalien sich das Haus ANJOU
zu Gegner gemacht hatte und daß aus diesem Hause Herzog
Reinhard von Lothringen immer noch den Titel König von
Sizilien führte. Es lag also nahe, ihn für die Sache des katalanischen
Aufstandes zu gewinnen, wobei man darüber hinaus auch auf die Unterstützung
der französischen Krone spekulieren konnte, und so ging am 27. August
1466 eine katalanische Gesandtschaft an ihn ab, um ihm die Krone des Königreichs
anzubieten. Sie hatte auch sofort Erfolg, ihr Anerbieten wurde angenommen.
König
Johann von Aragon bemühte sich, durch eine zweimalige Gesandtschaft
den französischen König zu beeinflussen, doch unterstützte
dieser das Unternehmen der Katalanen. Auch Reinhard
hatte durch eine Gesandtschaft Beginn Oktober 1466 eine französische
Hilfszusage erhalten, was er durch einen Brief vom 29. Oktober an die Aufständischen
eigens untersrich.
Reinhard stimmte
dem Ersuchen der Katalanen zu, daß sein Sohn
Johann die Regierung ihres Landes übernehme, wobei er militärische
Unterstützung von Ludwig XI. erhielt.
Dieses Unternehmen in Spanien hatte auch Auswirkungen auf die Lage in Italien.
Es lag im größeren Rahmen von Johanns
Aktion auch der Plan, von Spanien aus eventuell die Stellung des Hauses
ARAGON in Unteritalien zu untergraben, aber nun verunsicherte
sich auch die Lage in Oberitalien. Er suchte seine Stellung durch Abschluß
eines Beistandpaktes mit dem Herzog von Savoyen zu stärken, durch
den beide sich gegenseitig Hilfe in Italien zusagten, doch kam dann der
Umstand hinzu, daß die Venezianer im Oktober 1469 einluden, nach
Italien zu kommen, was den Herzog von Mailand auf die Seite König
Johanns von Aragon trieb. Auch Venedig wechselte damals seine
Ansicht und stützte die Sache der Aragonesen in Neapel. Damit wurde
Herzog
Johanns Lage in Spanien sehr problematisch, doch änderte
sich die Gesamtsituation, da er am 16. Dezember 1470 plötzlich
in Barcelona starb.
1444
oo Marie von Bourbon, Tochter des Herzogs Karl
I. und der Agnes von Valois
1428-7.7.1448
4 Kinder:
Isabella
- nach 1442
Nikolaus Herzog von Lothringen
7.1448-24.7.1473
Renatus
- jung
Marie
- jung
Illegitim 5 K
Johann Graf de Briay
- 1504
Johanna d'Abancourt
-
Albert Seigneur d'Essey
-
Literatur:
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Kendall Paul Murray: Ludwig XI. König von
Frankreich 1423-1483 Verlag Callway München 1979 Seite 68,110,156,165,169
- Kurowski Franz: Genua aber war mächtiger. Geschichte einer
Seemacht. Manfred Pawlak Verlagsgesellschaft mbH, Herrsching 1990 Seite
232 - Mohr Walter: Geschichte des Herzogtums Lothringen. Verlag
"Die Mitte" Saarbrücken 1974 Teil IV Seite 79,86-90,92-94 - Schelle,
Klaus: Karl der Kühne. Burgund zwischen Lilienbanner und Reichsadler.
Magnus Verlag Essen Seite 67,78,120,122,128 -