Bar-sur-Seine
 

Lexikon des Mittelalters: Band I Spalte 1431
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Bar-sur-Seine
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Stadt und ehemalige Grafschaft in der Champagne (heute Dep. Aube), gehörte zum Bistum Langres. Die Grafschaft Bar-sur-Seine ging aus einer Aufteilung des pagus latiscensis hervor. Am Ende des 10. Jh. mit der Grafschaft Tonnerre vereinigt, wurde sie 1065 von dieser wieder abgetrennt, als Graf Hugo Reinhard (Hugues-Renard) Bischof von Langres wurde. Bar-sur-Seine fiel an das Haus BRIENNE und Tonnerre an das Haus NEVERS. Anfangs scheint die Grafschaft Bar-sur-Seine unter dem Einfluß des Herzogtums Burgund gestanden zu haben, doch erlangten die Bischöfe von Langres die Oberhoheit. Im 12. Jh. wurde die Grafschaft durch den Grafen der Champagne, der sie um 1224-1249 erwarb, mediatisiert. 1435-1477 war sie Teil des burgundischen Staates. - Die Stadt, zu Füßen der Burg gelegen, besaß im Mittelalter nur eine Pfarrei, die seit 1068 Sitz eines Priorates von St-Michel-de-Tonnerre war. Außerdem bestand in der Burg seit dem 12. Jh. eine kleine Kollegiatkirche. Die Burg wurde am Ende des 16. Jh. zerstört.