Bar-sur-Aube
 

Lexikon des Mittelalters: Band I Spalte 1430
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Bar-sur-Aube
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Stadt und ehemalige Grafschaft in der Champagne, gehörte zum Bistum Langres

890 bestätigte König Odo dem Bischof von Langres den Besitz der Burg, der Münzstätte und des Marktes. Seit dem Ende des 10. Jh. ist ein erstes Grafengeschlecht bezeugt, das zur gleichen Zeit Bistum und Grafschaft Soissons beherrschte. Um die Mitte des 11. Jh. fiel das Barrois an den Grafen von Valois, 1077 an den Grafen der Champagne, 1285 an den König von Frankreich. Im 15. Jh. wurde es der Famile CROY verpfändet.
Bereits vor 1144 war die Stadt der Standort einer der sechs größten Champagne-Messen, welche in der dritten Fastenwoche begann und im Jahre 1160 15 Tage dauerte, im Jahre 1250 35 Tage. Die Kaufleute aus Arras, Cambrai, Valenciennes, Ypern, Chalons, Besancon, Basel, Freiburg, Orange, Montpellier, Marseille und Paris besaßen hier ihre Hallen. Am Beginn des 14. Jh. bestand ein reger Austausch mit dem italienischen Handelshaus Anguissola und der jüdischen Firma Salet. Anfangs auf dem Bergvorsprung von St-Germaine gelegen, nahe der alten Burg und einem Priorat, das St-Claude-du-Jura unterstand, entwickelte sich die Stadt in späterer Zeit im Tal, wo um die Mitte des 12. Jh. eine neue Burg entwickelt wurde. 1159 stiftete der Graf der Champagne in der Kirche St-Maclou ein Kapitel mit 29 Klerikern.